Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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Weiden und Hutungen. 173

terſchied fuͤr den Weideberechtigten, aber einen noch groͤßeren fuͤr den Wieſeneigenthuͤmer, und des⸗

halb iſt die Frage ſo wichtig: ob die Weideberechtigung nur bis zum neuen oder bis zum alten Maita⸗

ge daure? In dieſen zwoͤlf Tagen iſt die Vegetation bei fruͤh eintretender warmer Witterung ſehr leb⸗ haft; das weidende Vieh erhaͤlt reichliche Nahrung, ſtoͤrt nun aber den Graswuchs und die Ausbil⸗ dung der Pflanzen, und hat in dem Falle einen ſehr nachtheiligen Einfluß auf den Heuertrag der Wie⸗ ſe. In wiefern man die Wieſen abwechſelnd einen ganzen oder halben Sommer hindurch als Weide vortheilhaft benutzen koͤnne, iſt oben geſagt worden.

S. 371.

Als Nebenbenutzung kommt hauptſaͤchlich die Holzweide in Betracht. Ihr Werth richtet ſich Die Holzweide.

theils nach der Beſchaffenheit und der hoͤheren oder niederen Lage des Bodens, theils nach dem Holz⸗ beſtande.

Je ſtaͤrker das Holz beſtanden iſt, um deſto geringer iſt der Werth der Weide, nicht nur wegen des beſchraͤnkten Raums, ſondern weil auch das Gras um ſo unkraͤftiger wird, als es ſtaͤrker beſchat⸗

tet iſt, Selbſt wenn auf fruchtbarem Boden das Gras unter den Baͤumen in großer Maſſe aufſchlaͤgt,

ſo hat man ſelbiges doch allgemein unkraͤftig und dem Viehe ſo wenig⸗ ſchmackhaft befunden, daß gut genaͤhrtes und an beſſeres Futter gewoͤhntes Vieh ſolches erſt anruͤhrt, wenn es durch Hunger dazu gezwungen wird.

Dieſe Holzweide bringt aber den Forſten im Allgemeinen ungleich groͤßeren Nachtheil, als ſie Nutzen ſchafft. Unzaͤhlige und wichtige Forſten ſind dadurch verwuͤſtet und in dem elendeſten Kultur⸗ zuſtande erhalten worden. Aller junge Aufſchlag wird dadurch vernichtet, und die aͤlteren Baͤume

werden ſehr nachtheilig beſchaͤdigt. Dagegen iſt es fuͤr das Vieh immer eine wenig gedeihliche und

ſehr oft ſchädliche und Krankheiten erzeugende Weide. Es giebt zwar der Faͤlle einige, wo der Nachtheil fuͤr hinlaͤnglich erſtarktes und genugſam ge⸗ ſchloſſenes Holz nicht erheblich iſt, und wo dagegen in den heißeſten Jahreszeiten der Wald dem Viehe

einen angenehmen Zufluchtsort giebt, wo folglich der Eigenthuͤmer beider ſich ihrer nutzbar bedienen kann. Dieſe Faͤlle aber, wo es ohne Nachtheil der Holzkultur geſchieht, ſcheinen mir nur ſelten zu

ſeyn, und wenn die Weide als Servitut ausgeuͤbt wird, noch ungleich ſeltener..

In Anſehung der Art des Holzes, unter welchen dieſe Weide ſtatt findet, bemerken wir folgen⸗ des: Unter Kiefern iſt ſie duͤrre und unbedeutend, beſſer unter Tannen und Lerchen. Die Eichen laſſen einen guten Raſen unter ſich entſtehen, die Buͤchen durchaus nicht. Birken verhalten ſich, wenn ſie nicht dicht geſchloſſen ſtehen, wie die Eichen. Am ergiebigſten iſt die Weide unter den Ellern, die nur in feuchten Niederungen und Bruͤchern wachſen; aber ſie iſt hier auch am ungeſundeſten und dem Holz⸗ wuchſe am nachtheiligſten; und ein jedes Elſenbruch ſollte ſo dicht beſtanden ſeyn, daß kein Vieh ſich durchdraͤngen koͤnnter

Zu den Holzweiden gehoͤrt gewiſſermaaßen die Eicheln⸗ und Buchenmaſt, welche mit den Schwei⸗ nen benutzt wird. Sie iſt in den verſchiedenen Jahren ſehr verſchieden, und man unterſcheidet volle, dreiviertel, halbe und einviertel Maſt, welche letztere man auch Sprankmaſt nennt. Man nimmt ge⸗

wohnlich an, daß innerhalb ſechs Jahren jedes dieſer Maſtverhaͤltniſſe ſich einmal einfinde, dreimal

aber gar keine Maſt vorhanden ſey.

§. 372. Die beſtaͤndigen Weiden, oder der dem Weidegange ausſchließlich gewidmete Grund und Boden, finden als privatives Eigenthum in kultivirten Gegenden faſt nur noch unter folgenden Umſtaͤn⸗ den ſtatt:

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Beſtaͤndige Weiden,.