172 Weiden und Hutungen.
fe hauptſaͤchlich rechnen, ſo meinen andere, daß die Schaafe durch dieſe unſichere Weide nur de wihet wuͤrden, und dann das trockene Futter im Stalle verſchmaͤhten; durch dieſe ungleiche Nahrung alſo mehr verloͤren als gewoͤnnen. Diejenigen alſo, welche bei ihren Schaͤfereien nur auf Futtererſpa⸗ rung denken, ſetzen einen hohen Werth darauf, wogegen die, welche uͤberzeugt ſind, daß ſich die reichlichſte Winterfutterung am beſten bezahle, ſie vernachlaͤßigen, woruͤber ausfuͤhrlicher bei der Leh⸗
ee von der Schaͤferei gehandelt werden wird. In Ruͤckſicht der Schaͤdlichkeit oder Unſchaͤdlichkeit die⸗ ſer Behuͤtung fuͤr die Saat iſt die Sache noch ſtreitiger. Einige halten ſie durchaus und jeder Saat fuͤr hoͤchſt nachtheilig, und andere glauben, daß ſie mit gehoͤriger Vorſicht benutzt nicht nur unſchäͤd⸗ lich, ſondern wirklich vortheilhaft ſey.
Sie wird ohne Zweifel hoͤchſt nachtheilig, und kann, wie beſtimmte komparative Verſuche ge⸗ zeigt haben, einen Verluſt von zwei und mehreren Koͤrnern nach ſich ziehen, wenn ſie ohne Modera⸗ tion benutzt und der Unerſaͤttlichkeit der Schaͤfer uͤberlaſſen wird. Mit gehoͤriger Vorſicht betrieben hat man dagegen uͤberall keinen Nachtheil bei andern comparativen Verſuchen davon berſpuͤrt, wenn
naͤmlich folgende Regeln beobachtet werden: Ddie Saatbehuͤtung darf nur von dem Eintritte des anhaltenden Froſtes an bis u Ende Fe⸗ bruars geſchehen.
Nur ſo lange, wie die Oberflaͤche wirklich gefroren iſt, und deshalb bei donniger Witterung nur des Morgens fruͤh und ſo lange die obere Erde von den Sonnenſtrahlen nicht erweicht iſt, weil ſonſt die Saat eingetreten und die Wurzeln verletzt werden.
Das Feld muß vom Schnee und Eiſe voͤllig frei ſeyn. Denn wenn eine ſchwache Bedeckung
darauf liegt, ſo kratzen die Schaafe die Saat unter dem Schnee hervor, wodurch die Pflanzen verletzt
und mit ihren Wurzeln losgeriſſen werden. Auch darf die Behuͤtung nicht geſchehen, wenn die Saat mit Glaseiſe oder Raureif uͤberzogen iſt.
Sie findet nur auf Feldern, die hinlaͤnglich mit Saat belegt ſind, nicht auf ſochen, wo dieſe eben hervorſticht, ſtatt.
Eine ſpaͤtere Behuͤtung im Fruͤhjahre, nachdem die Vegetation eingetreten iſt, findet nur mit gehoͤriger Vorſicht in dem Falle ſtatt, daß man eine zu große Ueppigkeit und Geilheit der Saat, be⸗ ſonders des Weizens zu beſorgen hat, in welchem Falle man mit der Behuͤtung tief ins Fruͤh ahr hin⸗ ein, jedoch immer nur bei trockener Witterung fortfaͤhrt. Es muß aber alle Ueberlegung dabei ge⸗ braucht, und ſowohl auf die bekannte Kraft des Bodens, als auf die verſchiedene Fruchtbarkeit der Witterung immer Ruͤckſicht genommen werden, damit man nicht zu weit gehe und die Pflanzen uͤber⸗ mäaͤßig ſchwaͤche.
Wird alles dieſes gehoͤrig beobachtet, ſo kann man wohl annehmen, daß der Schaafpferch dem
Felde eben ſo viel an Kraft wiedergebe, als ihm durch das abgefreſſene Getreidegras entzogen wird.
Hoͤchſt verderblich aber iſt es, wenn der Acker eine ſolche Behuͤtung als Servitut tragen muß,
und der Diskretion eines fremden Sch fers ohne genaue Beſchraͤnkung uͤberlaſſen iſt.
F. 370. Behutung der Ueber die Beweidung der Weeſen habe ich in dem Abſchnitte von der Wieſenkultur geredet. Sie Wiſen⸗ iſt im Fruͤhjahre fuͤr die Schaafe und im Herbſte fuͤr das Rindvieh von erheblichem Nutzen, und kann mit gehoͤriger Vorſicht, vom Egenthümer ſelbſt benutzt, den Wieſen unnachtheilig und ſelbſt vortheil⸗
haft ſeyn. Wenn ſie als Servitute ausgeuͤbt wird, ſo kommt es vor allem auf den Termin an, bis wohin ſie im Fruͤhjahre dauert und wo ſie im Herbſte anfangt, der gewoͤhnlich durch Obſervanz oder Rezeſſe
feſtgeſetzt iſt. Im Fruͤhjahre macht ein etwas laͤngerer oder kuͤrzerer Termin einen betraͤchtlichen Un⸗
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