Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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Weiden und Hutungen... 167

chetux 84 z6ä5. Wir unterſcheiden folgende Arten der Weiden:

Arten der Weide.

Begriff einer

Kuhmeide

.

4 Wechſelnde Weiden, wo der unter dem Pfluge ſtehende und houptſächlch m zum Frucht⸗ nfgeßor⸗ bau benutzte Boden zu anderer Zeit behuͤtet wird. Hierher gehoͤren: u pal⸗ 1) die Dreeſchweiden der Koppelwirthſchaft, ſo wie die kehden des nur alle drei, ſechs 8 terem. oder neun Jahre beſtellten Landes der Felderwirthſchaft; 3 8 1 2) die Brachweiden; henen 3) die Stoppelweiden. 1 B. Die Vor⸗ und Nachweiden auf den in Weſen. C. Die Nebenweiden, wo der Boden zugleich und hauptſachlich einer anderen Benutzung um ausge⸗ gewidmet iſt, und die Weide nur als Rebennutzung ſtatt ſindet. zu machnn. D. Die beſtaͤndigen Weiden, wo der Boden dieſer Benutzung fortdauernd und ausſchließ⸗ ei geringen lich gewidmet iſt. Dieſe Weiden ſind entweder privatid oder commun, und ſie werden ſogar zuweilen mit Ausſchluß des Grundeigenthuͤmers von anderen vermoͤge einer Servitut benutzt. Wir werden indeſ⸗ ſſeen dieſe Weiden vorerſt als privativ und dem Grundeigenthuͤmer zuſtehend betrachten, und nachher a, vod auf von dem Cemmunionsverhaͤltniſſe beſonders reden. deu ſchecht⸗ eu, welchen 8 6. 363 1 Man ſchaͤtzt und berechnet die Weidereviere gewoͤhnlich nach Kuhweiden, indem man ausmit⸗ ſedenhett ein telt, wieviel Flaͤcheninhalt von denſelben zur Ernaͤhrung einer Kuh, waͤhrend des Sommers, erfor⸗ h nich bee⸗ derlich ſey, und hiernach beſtimmt man auch, wie viel anderes Vieh darauf ausgeweidet werden koͤn⸗ ſchweterbe ne. Gewoͤhnlich nimmt man an, daß, wenn t es ſich den⸗ zu einer Kuhweide 13 Jochart erforderlich ſind,. rben, bevor zu einer Pferdeweide gehoͤren...... 2 Jochart; er Witterung u einer Zugochſenweide gehören..... 1 3 . zu einer Fuͤllenweide gehoͤren...... 1 zu einer Ferſenweide gehoͤren...... 3 zu einer Schaafweide gehoͤren....... zu einer Schweineweide gehoͤren......, zu einer Gaͤnſeweide gehoͤren.... n

Indeſſen findet hierbei einige Verſchiedenheit in den gewoͤhnlichen Annahmen ſtatt, die natuͤrlich iſt,

je nachdem in einer Gegend eine Viehart im Verhaͤltniß gegen eine andere ſtaͤrker iſt, oder beſſer ge⸗

en den De naͤhrt werden ſoll. So rechnet man da, wo man ſchlechte Schaafe hat, oder ſie ſchlecht behandelt,

der letztere wohl 14 Schaafe auf eine Kuh, und an andern Orten, wo man mehr auf Schaafe haͤlt, nur 8Schaa⸗

enden Guun⸗ fe auf eine ſolche.

en Sdiferer⸗ Vor allem aber muß ausgemittelt werden, was man fuͤr eine Kuhweide annimmt. Eine ſchwe⸗

Erfahrungen re Kuh aus einer Niederungsgegend erfordert das vier⸗ und mehrfache an Weide von dem, womit

Geunfutter eine kleine Hoͤhekuh in mageren Gegenden auskommt. Auf beide Extreme koͤnnen wir nicht Ruͤckſicht

emeine Ein⸗ nehmen, ſondern muͤſſen eine Mittelkuh, wie ſie auf guten Dreeſchweiden von mittlerer Art am vor⸗ theithafteſten gehalten wird, vorausſetzen. Eine ſolche Kuh wiegt lebendig etwa 410 Pfund. Sie

te n 3 k iuaß giebt bei zureichender Weide und gehoͤriger Winterfutterung ungefaͤhr 73 bis 74 Pfund Butter jaͤhr⸗

i wichtiger. lich. In Anſehung einer ſolchen Kuh iſt der Weidebedarf wohl am beſtimmteſten bei den Dreeſchwei⸗ i 3 1 den ausgemittelt, und mit dieſen ſind andre Weiden verglichen worden. 7