Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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166 Die Heuernte.

ſehen, und kommen den regulären Heufeimen auf keine Weiſe gleich. .§. 350. Aufſetzung des Eine von denen, die ſie verſucht haben', ſehr geruͤhmte Methode, iſt die, daß man aufgeſpar⸗ Zeues mit tes Soͤmmerungsſtroh ſchichtweiſe zwiſchen das Heu lege. Man glaubt hierbei das Heu in feuchterem

Sommerſtroh.

S Zuſtande einbringen zu koͤnnen, indem das trockene Stroh dieſe Feuchtigkeit anziehe. Das Stroh ſoll aber vom Geruche des Heues durchdrungen dem Viehe weit angenehmer werden, und wird in dieſem Gemenge begierig verzehrt. Hauptſaͤchlich iſt dieſe Methode jedoch bei Kleeheu angewandt worden, uͤber welches an ſeinem Drte beſonders wird geredet werden.

Salzen des Das Salzen des Heues beim Taſſen iſt von einigen angeruͤhmt worden, uncheſondere um ausge⸗

Heues. wittertes feuchtes und verdaͤchtiges Heu dadurch zu verbeſſern, und dem Viehe angenehmer zu machen. Es ſind mir aber keine befriedigende Erfahrungen davon bekannt. Es iſt wohli immer nur bei geringen Salzpreiſen auwendbar.

.§. 360. Das zweite und Bekanntlich unterſcheidet man das Heu des erſten Schnitts von dem des zweiten, und anf dritte Seu. hoͤchſt fruchtbaren Wieſen dieſes wieder von dem des dritten Schnitts. Das erſte heißt Heu ſchlecht⸗ hin, oder Vorheu, das zweite Grummet, Grummath, Ohmath auch Nachheu, welchen letztern Namen man aber bei dreiſchuͤrigen Wieſen dem der dritten Schur giebt.

Bei der Bereitung und Aufbewahrung des Nachheues tritt keine weſentliche Verſchiedenheit ein, als die, welche von der Jahreszeit und Witterung abhaͤngt, und daß man, wenn es ſich nicht bren⸗

liert. Wenn es bei guͤnſtiger Witterung ſchnell trocknet und ganz duͤrre ſcheint, ſo beſaugt es ſich den⸗

noch leicht. Man laͤßt es deshalb gern laͤnger in den Schwaden liegen und darin abſterben, bevor man es verarbeitet und doͤrrt. Wenn es gut und trocken gewonnen und noch bei warmer Witterung gewachſen iſt, hat es in Anſehung der Nahrhaftigkeit noch Vorzuͤge vor dem erſten Heu.

Ueber die Verwendung des Heues bei der Lehre von der thieriſchen Produktion.

Weiden und Hutungen. 2 3§. 361.

Weiden. degang(vergl. Bd. I. S. 364. u. f.) auch iſt, ſo ſind dennoch die Faͤlle nicht ſelten, wo der letztere

3 in Ruͤckſicht der beſonderen Wirthſchaftsverhaͤltniſſe oder des anderweitig nicht zu benutzenden Grun⸗ des und Bodens beibehalten werden muß. Insbeſondere aber ſcheinen die Weiden fuͤr den Schaͤferei⸗ betrieb im Großen unentbehrlich zu bleiben. Denn wenn es gleich nach unleugbaren Erfahrungen keinen Zweifel hat, daß auch die Schaafe in Horden mit geſchnittenem und zugefuͤhrtem Gruͤnfutter ſehr gut und in manchen Fallen vortheilhaft erhalten werden koͤnnen, ſo hat doch die allgemeine Ein⸗ fuͤhrung dieſer Methode Bedenklichkeiten und Schwierigkeiten, die an einem anderen Orte erwogen werden ſollen.

. Daher bleibt die Beurtheilung und Schaͤtzung, Kultur und Benutzung der Weiden ein wichtiger

Gegenſtand des landwirthſchaftlichen Wiſſens.

gebräuch ich und bedüͤrfen keiner Beſchreibung. Sie ſind indeſſen immer als ein rthehet e anzu⸗

1 naen ſoll, ſeine vollkommene Austrocknung laͤnger abwarten muͤſſe, indem es ſeinen Saft ſchwerer ver⸗

Außbarkeit der So entſchieden vortheilhaft die Stallfutterung der Pferde und des Rindviehes gegen den Wei⸗

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