Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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164 Die Heuernte. 3 Indden meiſten Faͤllen werden Wechſelwagen noͤthig ſeyn, und da beföͤrdert es die Arbeit ſehr, fen zum andern fortruͤcken laͤßt. Der Wagen muß an die Haufen ſo heranfahren, daß wechſelsweiſe

immer ſo anfahren muß, daß der Wind nach dem Wagen zu treibt.

3 Ein richtiges Verhaͤltniß der ladenden, abladenden und taſſenden Perſonen mit dem Geſpanne und Wagen muß vor Allem beobachtet werden, haͤngt aber von der Lokalitat ab, und laͤßt ſich nicht nach allgemeinen Regeln beſtimmen. Es muß eine Verrichtung auf die andere nicht warten, kein

Theil unbeſchaͤftigt ſeyn, aber auch keiner uͤbereilt werden. Ein feſtes Anziehen des Ladebaums, welches zuweilen durch eine an die Leiter angebrachte Win⸗ de geſchieht, darf nicht verſaͤumt werden, damit unterweges kein Heu abfalle. Deshalb muß auch das Fuder, nachdem es gebunden iſt, fleißig mit Harken abgekaͤmmt werden, um das loſe Heu zu erhalten.

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§. 3575. Das Taſſen des Das Heu wird in beſonderen Scheuren auf Boͤden, gewoͤhnlich uͤber dem Stalle desjenigen Vie⸗ Heues auf Bo⸗ hes, fuͤr welches es beſtimmt iſt, oder in Feimen aufbewahrt.

den oder in.... Scheuren. Wo man es auftaßt, muß es feſt, dicht und gleichmaͤßig liegen, ſo daß keine leeren Zwiſchen⸗

anfaͤngt. Wenn dieſes geſchiehet, ſo erhitzt es ſich oft dermaaßen, daß es ſtark dampfet. Hier kann man nichts Uebleres thun, als daß man das Heu aufſtochert und ihm Laft giebt. Man muß vielmehr den Zutritt der Luft moͤglichſt abhalten, und die Laden auf dem Boden verſchließen. Das Heu kann ſich dann beſaugen und braun werden, aber es wird nicht verderben, und noch weniger wird es ſich entzuͤnden. Nur bei einem ſtarken Luftzuge kann das ſich entwickelnde, entzuͤndliche Gas in Flamme gerathen. Man ruͤhre alſo eine ſolche Heulage gar nicht an, oder aber ſtuͤrze ſie ſchnell und ganz vom⸗ Boden herunter, um ſie abkuͤhlen und trocknen zu laſſen.

Wenn der Boden ein gutes Strohdach hat, ſo bringe man das Heu ſo dicht als moͤglich an ſel⸗

biges hinan, und ſo feſt, daß wenigſtens vorerſt kein Zwiſchenraum entſtehe. Wenn das Heu don

der Luft gar nicht beruͤhrt wird, ſo haͤlt es ſich am beſten waͤhrend des Schwitzens, und Alles bleidt

gut. Unter einem Ziegeldache verwittert die obere Heulage leicht, wird ſchimmlich und dumpfig.

Daß der Fußboden gegen das Durchdringen der Viehduͤnſte wohl verwahrt ſeyn muͤſſe, wenn

46 ddas Heu nicht leiden und dem Vieh widrig werden ſoll, iſt allgemein anerkannt.

Die gewoͤlbten Bohlendaͤcher, mit Stroh oder Rohr belegt, ſind ohne Zweifel die zweckmaͤßig⸗ ſten, um einen fuͤr das darunter ſtehende Vieh zureichenden Heuvorrath zu faſſen.

einer jeden Viehart das fuͤr ſie am meiſten paſſende auswaͤhle, auf demſelben Boden aber die verſchie⸗

daß man immer dazu kommen koͤnne, muß wohl bedacht werden. §. 358. Die Aufbewahrung des Heues in Feimen oder Schobern hat aber ohne allen Zweifel ent⸗ ſchiedene Vorzuͤge vor jeder Aufbewahrung in Gebaͤuden, und es treten dabei keinesweges die Bedenk⸗ lichkeiten ein, die man mit Recht gegen Getreidefeimen hat. Das Heu haͤlt ſich in ſelbigen, wenn ſie

Heu⸗Feimen.

ausziehende Dunſt, welcher ſo leicht den Schimmel und das Dumpfigwerden verurſacht, ſogleich, wie

wenn man mit ein Paar beſonderen Pferden oder auch Ochſen den zu ladenden Wagen von einem Hau⸗

von der einen und von der andern Seite aufgereicht werde; es ſey denn bei windigem Wetter, wo mian

raͤume bleiben, weil ſich in dieſen Schimmel und Dumpfigkeit erzeugt, wenn das Gras zu ſchwitzen

Daß man bei der Aufbringung des Heues auf Boͤden die Beſtimmung des Heues uͤberlege, und

denen Gattungen von Heu nach der Ordnung, wie man ſie verfuttern will, lege oder ſo abtheile,

gehoͤrig verfertigt ſind, nach allen Erfahrungen, beſſer und geſuͤnder als in Gebaͤuden, indem der

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