Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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Die Heuernte. 16

Rahn bein perwittertem Gruͤnhen den Vorzug habe, iſt allerdings nicht zu läͤugnen. Gutes gruͤnes Heu iſt ſonſt nach andern Beobachtungen den Pferden, den Schaafen und den milchenden Kuͤhen angenehmer und zutraͤglicher geweſen; und nur den Maſtochſen ſcheint das braune Heu wirklich gedeihlicher zu ſeyn.

Was man theoretiſch fuͤr und gegen das braune Heu geſagt hat, beruhet auf beiden Seiten auf de, gruͤnes zu unbeſtimmten Vorausſetzungen, um danach die Sache entſcheiden zu koͤnnen. Verſuche und Er⸗

fahrungen uͤber die Wirkung des einen oder des andern koͤnnen allein einen Ausſchlag geben. 2

üwale aber.

4, nd§. 35.

duah Man hat, um die Handarbeit des Heumachens auf großen Flaͤchen zu erleichtern, verſchiedene Ereiczteunne

then, bis 6 Werkzeuge erfunden, vermittelſt welcher ſie zum Theil durch Pferde verrichtet wird. durch Pferde⸗

Zum Wenden und Luften des Heues bedient man ſich einer Egge, die Bloys von Tres⸗ werkzeuge.

wateſ long in den Schriften der Rotterdammer Societaͤt, Vol. II., 88. beſchreibt. Sie beſteht aus zwei ne es anu⸗ neun Fuß langen Balken, deren jeder ſieben lange hoͤlzerne oder eiſerne Zinken hat, und die mit drei eichter wis Queerbalken verbunden und vier Fuß vier Zoll von einander entfernt ſind. Es wird ein Pferd vor⸗ chter muß G⸗. ,e E 1, und mr geſpannt, worauf der Fuͤhrer reitet, und ſo nach beſtimmten Zuͤgen die Wieſe uͤberegget, und das ſen ſaten, Gras in Bewegung ſetzt und wendet. Es verſteht ſich, daß ein gutes, trockenes und windiges Wet⸗ unpfg der ter dazu erforderlich ſey, und man kann der Verſicherung wohl Glauben beimeſſen, daß es dann mit 8 großer Erſparung der Wendearbeit ſchnell trockne. Jedoch wird wohl noch ein Menſch erforderlich ſeyn, welcher der Egge folgt, um ſie aufzuheben, falls ſich das Gras davor oder dazwiſchen an⸗ haͤufte. 3. ime Zeit der Das Zuſammenziehen des Heues in Kaͤmme kann durch den gewoͤhnlichen Pferderechen, deſſen 5 ihlicher wer⸗ man ſich zum Nachharken der Getreideſtoppel bedient, verrichtet werden, und zum Zuſammenbringen ſen Brüchlen des Heues in Haufen bedient man ſich auf ebnen Wieſen haͤufig eines Heubaums, an deſſen beiden nan hatvon Seiten man einen Strang oder Kette befeſtigt, die man dann in einer ziemlichen Laͤnge am Ende zu⸗ zen nicht ber⸗ ſammenknuͤpft, und ein Paar Pferde davorhaͤngt. Auf jeder Seite des Baums tritt ein Meuſch, es mehrere welcher ſich an einem Stricke, der an jedem Zugſtrange befeſtigt iſt, haͤlt, indem er ſich etwas ruͤck⸗ waͤrts uͤberlehnt. Das Pferd wird nun angetrieben, und das Heu haͤuft ſich vor dem Baume hoch an, ſo daß bei einer ebenen Wieſe wenig auf dem Boden zuruͤckbleibt. Wenn ſich's hoch genug aufge⸗ 8 thuͤrmt hat, ſo ſpringen die Leute vom Baume ab, halten aber den Strick einen Augenblick an, wo Schwaden ſich dann der Baum hebt und uͤber den Heuhaufen heruͤbergleitet. Es gehoͤren aber zu dieſer Opera⸗ nal ausgen tion geuͤbte Leute. 4* einige Ta⸗ Der Englaͤnder Middleton hat ein anderes zuſammengeſetzteres Werkzeug zu dieſem Zwecke dunn beſchrieben, welche Beſchreibung von Leonhardi uͤberſetzt, Leipzig 1797, herausgekommen iſt. 4 ammentre⸗ n zu einer 3 un duß⸗§. 356. ohmihut⸗ Das Einfahren und Laden des Heues wird ſehr durch geuͤbte Arbeiter erleichtert. Das Volu⸗ Das Laden und weicheman men des Heues iſt groß im Verhaͤltniß ſeiner Schwere, und wenn es nicht dicht, breit und gleichmaͤ⸗ Einfahren. eie ſchar⸗ ßig geladen wird, ſo kann ein Wagen die Maſſe nicht faſſen, welche das Geſpann bequem ziehen kann, ne heu iſ und es werden dann leicht aus einem Fuder zwei gemacht. Deshalb iſt ein guter Lader oder Laderinn ln 7 das auszuwaͤhlen und bei gutem Willen zu erhalten. Man muß ſie deshalb mit der Arbeit nicht uͤbereilen, nagt ſondern ihnen Zeit laſſen, Schichtweiſe von vorne nach hinten und von hinten nach vorne zu laden, u ge 7 und das Gleichgewicht zu beobachten. Man wird dabei doch an Zeit mehr gewinnen, als wenn man 1 dahe⸗ die eilige Ladung betreibt, und es zugiebt, daß die ladende Perſon durch uͤbertrieben ſchnelles Zurei⸗

chen in Verlegenheit geſetzt wird. detem und 3 2

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