Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Das Heuma⸗ chen bei guter

Witterung.

8

die es in entgegengeſetzter Richtung zuſammenharken, geſchiehet.

160 Die Heuernte. nicht zuvorkommen, ſo muß man ſie abwarten, bis die Wahrſcheinlichkeit einer trockneren eintritt. Das Gras wird bei einer ſolchen feuchten und mehrentheils kuͤhlen Witterung auch ſo leich nicht uͤber⸗ reif. Der Entſchluß zum Maͤhen muß alſo mit Ueberleguug aller Umſtaͤnde und der Natur der Wieſe gefaßt werden. 3 1

Das Heumaͤhen erfordert beſonders die Aufmerkſamkeit, daß ſo dicht und ſo eben wie moͤglich am Boden weggemaͤhet werde, ohne jedoch die Grasnarbe zu verletzen. Dies iſt nur auf ebenen und von Steinen gereinigten Wieſen moͤglich. Auf dieſen aber kann man es von den Maͤhern verlangen,

und man muß ſolche zu erhalten ſuchen, die dieſes thun. Mit ſehr langen Senſen und ſehr breiten Schwaden wird es ſelten erreicht, und obwohl dieſe die Arbeit ſehr foͤrdern, ſo iſt doch ein kurzes, rei⸗

nes Abſchneiden in ſchmaleren Schwaden immer vorzuziehen. Denn es iſt der Unterſchied im Ertrage

der Ernten nicht nur betraͤchtlich, wenn dicht am Boden hergemaͤhet wird, indem die Maſſe des Heues

ſich nach unten immer vermehrt, ſondern es iſt auch dem neuen Austriebe, aller Erfahrung nach, vor⸗ theilhafter, wenn dicht am Boden hergemaͤhet wird, als wenn hohe und ungleiche Stoppeln ſtehen

bleiben. 1

Da man bei dem Maͤhen im Tagelohn die Arbeiter beſſer, wie bei dem in Verding zu einem ſol⸗ chen ſparſamen Maͤhen vermoͤgen wird, ſo halte ich jenes bei dieſem Geſchaͤfte rathſamer; es ſey denn,

bee daß man ſich von ſeinen Leuten auch bei Verdingung der Arbeit daſſelbe verſprechen koͤnne. Auch hat

der Tagelohn in der Hinſicht Vorzuͤge, daß man die Maͤher wechſelsweiſe, und ſo wie es die Umſtaͤn⸗ de erfordern, vom Maͤhen ab und beim Heumachen zu Huͤlfe nehmen koͤnne. Ein Maͤher kann auf ebenen Wieſen taͤglich 3 Jochart ſehr gut maͤhen. In Verding machen freilich ruͤſtige Arbeiter weit mehr, und wohl das doppelte. Dann aber machen ſie es ſicher nicht gut. §. 350. Ddie Bereitung des Heues iſt mannigfaltig verſchieden, und es kommt dabei theils auf die Art des Heues, welche man bezweckt, theils auf die Witterung, der man ſich unterwerfen muß, an. Man unterſcheidet unter Gruͤn⸗ und Braunheu. Das Gruͤnheu wird um ſo vollkommener gemacht, je ſchneller man das abgemaͤhete Gras aus⸗ einanderbringt, ausſtreut und zertheilt, und es ſo bei trockener Witterung der Luft und dem Sonnen⸗ ſcheine ausſetzt, gegen die Feuchtigkeit aber, und beſonders gegen den naͤchtlichen Thau durch Zuſam⸗ menbringung ſchuͤtzet, und es dadurch zugleich aufs Schnellſte zu ſeiner voͤlligen Austrocknung bringt. Es muß daher das Gras, welches fruͤh Morgens bis neun Uhr gemaͤhet worden, ſobald der Thau ab⸗ getrocknet iſt, bei guͤnſtiger Witterung unmittelbar aus den Schwaden ausgeſtreuet, und zwar ſo ſorg⸗

faͤltig ausgeſtreuet werden, daß nichts zuſammenhaͤngend bleibe. Sobald man damit fertig iſt, wird

das zuerſt geſtreute gewendet oder mit Harken geruͤhrt, und dies wird dann Nachmit ags wiederholt. Etwa um vier Uhr wird es in Reihen oder Kaͤmme gebracht, und dann vor Untergang der Sonne in kleine Haufen geſetzt, die man Windhaufen nennt. Am zweiten Tage werden dieſe Haufen nach ab⸗ getrocknetem Thau wieder ausgeſtreuet, und zwar ſo, daß ſie in viereckige Beete oder Plane zu liegen kommen, von 13½ bis 2 Ruthen in Quadrat, zwiſchen welchen man einen freien Platz laͤßt, um es beim Wenden, welches wiederum zweimal geſchiehet, herauf⸗ oder herabruͤcken zu koͤnnen. Gegen Abend wird es dann wieder in Reihen, und zwar in doppelte Kaͤmme gezogen, welches von zwei Perſonen, Vor Sonnenuntergang wird es wieder in Haufen, und zwar in doppelt oder dreifach ſo große, wie in der erſten Nacht gebracht. Am dritten Tage wird es eben ſo behandelt, und wenn die Witterung guͤnſtig war, wird es nun trocken

4 S. genug

genug iin, m, Sollte ſch R ſerut, ih

Dujenige! hen in Schm ſätſch ale R. Erruung der d helung des eine und folglich die

Ein ſo ber

Thelle foſ ſimn

Un ſolches heu man adet deſe wa non an der lo ſigern Heuber Andre lai

ſe es zu bearde

ches im Schw

Bei reg Verjicht leiſte Naſſe niht a zu verhuͤten, So lan ſchadet ihm man ſelbſt be in den Schw was auf, we ten, wenn es ie Pägz geſch Heu. Hier daß der Rege gehen, um d anhaltenden; dabei ſt.( in Kraft, U ſogleich in⸗ aͤlt dabei nachſe eine wirklich nac der bei Aung in groß litatad ches nicht zur Dꝛitter dy