158 Der Wieſenbau.
ſam und unſchaͤdlich ſeyn, als wenn die Wieſe völlig trocken und feſt waͤre, ſo daß uͤberall kein Ein⸗ druck von den Fußtapfen entſtaͤnde, und man ſich die unmittelbare Verbreitung der Miſtfladen ange⸗
legen ſeyn ließe.
fen um dieſe Jahreszeit, wo ihnen durch Verhuͤtung ſo leicht eine Bleichſucht zugezogen werden kann,
vielleicht nachtheilig werden koͤnnte, und man jetzt um ihre Weide weniger in Verlegenheit iſt. Dem
Rindvieh aber bekommt der neue Austrieb der Graͤſer, der ſich bei manchen am ſtaͤrkſten um dieſe Jah⸗
reszeit aͤußert, vortrefflich, und die Kuͤhe fangen danach aufs neue mehrere Milch zu geben an. In
dieſer Periode hat man ſelbſt von dem Eintreten des Viehes nichts zu beſorgen, indem ſich die Fußta⸗ pfen im Fruͤhjahre, ſelbſt auf ſchwammigen und weichen Wieſen, wieder werden gehoben und ausge⸗
12 glichen haben. Der Weideduͤnger iſt den Wieſen abermals von großem Nutzen, beſonders wenn man
Fladen anwendet. Das Rindvieh findet dann oft bis zu Ende Novembers eine gedeihliche Nahrung
auf dieſer Nachweide. 1
Die Englaͤnder halten bekanntlich auf die Beweidung privativer Wieſen ſo viel, daß ſie in der
Regel nur einen Schnitt davon nehmen, die Fruͤhjahrsbehuͤtung mit den Schaafen laͤnger ausdehnen,
und dann bald nach der erſten Heuernte das Rindvieh auftreiben. Auch findet man daßelbe Verfah⸗
ren in verſchiedenen reichen Niederungen, wo die Viehzucht den Haupttheil der Wirthſchaft ausmacht.
Man rechnet da haͤufig auf einen Kopf Rindvieh eine gewiſſe Flaͤche Graslandes, welche ihnen dee noͤ⸗ 3 thige Weide und zugleich das fuͤr den Winter erforderliche Heu geben muß. Man theilt das einem
Viehſtapel beſtimmte Grasland naͤmlich in zwei Theile, verſchont vom Fruͤhjahre an den erſten Theil, bis er gemaͤhet werden kann, nimmt alsdann das Vieh von demjenigen Theile, der bisher beweidet
ward, weg, bringt es auf den gemaͤheten, und laͤßt jenen nun zum Heuſchnitt aufwachſen. 3
Daß hierdurch die Kraft der Wieſen mehr erhalten und verſtaͤrkt werde, als beim zweimaligen Schnitte, darin ſtimmen alle Erfahrungen uͤberein. Es wird dadurch ein feinerer und dichterer Gras⸗ puchs bewirkt, haͤrtere Stengel und Unkraut vermieden, und die Wieſe immer in zureichendem Dun⸗ ger erhalten, ſo daß dieſes Verfahren bei manchen Wirthſchaftsverhaͤltniſſen allerdings raͤthlich ſeyn kann, wenn gleich bei andern eine zweimalige Schur den Vorzug verdiett.
3 Daß das Maͤhen das Grasland mehr wie die Weide entkraͤfte, ein zweimaliger Schnitt durch⸗ aus eine Ruͤckgabe von Duͤnger erfordere, die Beweidung hingegen ſolches in Kraft erhalte, laͤßt ſich
1
den Annalen der Niederſaͤchſiſchen Landwirthſchaft bei Gelegenheit einer Rechtsſache behauptet wurde, ſo iſt ſie doch von andern daſelbſt genugſam widerlegt. 3
§. 346. Man hat die Behuͤtung der Wieſen und die Vorſchonung mit dem Schnitte ihnen ſo vortheilhaft
benutzt, und gar nicht maͤhet. Ich moͤchte dieſes Verfahren nach einigen Beobachtungen, die ich uͤber beweidetes Grasland gemacht habe, nicht allgemein empfehlen. Denn die hoͤher wachſenden Maͤhe⸗ graͤſer ſcheinen es nach ſelbigen nicht zu ertragen, daß man ſie durch Abweidung ganz niederhalte, ſon⸗ dern ſie danach zu verlieren, und ein beweideter Platz giebt, wenn man ihn nun als Wieſe aufſchießen laͤßt, zwar ein dichteres, aber niedriges Gras. Iſt der Boden ſo kraftreich, daß auch die niederen Grasarten genug vor die Senſe geben, ſo mag ein ſolcher Wechſel vortheilhaft ſeyn; ſonſt aber ſcheint
mir die Beweidung eines ganzen oder mehrerer Jahre bedenklich.
4 Mit dem Rindvieh aber Wieſen im Fruͤhjahre zu behuͤten, wuͤrde wenigſtens nicht anders rath⸗
Dagegen gebuͤhrt dem Rindvieh die Nachweide nach dem zweiten Schnitte, indem ſie den Schaa⸗
die ſo leichte und von dem Hirten zu fordernde Arbeit des Auseinanderſchlagens und Verbreitens der
nach Gruͤnden und Erfahrung wohl nicht beſtreiten, und wenn gleich eine entgegengeſetzte Meinung in
gefunden, daß man, insbeſondere in England, die Wieſen oft ein ganzes Jahr hindurch zu Weiden
Am nach untenetſer nurai der üunnhun kn
zachtsberhaltn nenngut betrach nan auf Fortſe Votthel alle⸗
ſteine bon den keit und Thati Der gere ſümmt weider geaͤſer, ſonde ſt die, zu ma ten anfangen. verlieren, un
je nachdem n
gen Graſesb fruͤher komm dem erſten E Fene?
Ein warmes
nes. Manch daß es mit de rendſten ſey.
ſaͤker zur zw
entheil erfolg
Ad ſeiner Dem
lei, ſe Kes der Duree we ten, daß es Die Witterungs Nehrheit de votzugehen. die wel bis; de zetiger ein rung eewarter am beſten gef nachher beid


