Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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der Ackerger., Heft I., Taf. 5. Fig. XV. und XVI.)

Die Ackerwerkzeuge.

re Baileyſchen und Smalſchen Pfluͤge haben, und der zur Ueberwindung der Laſt und Verminderung

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der Friktion ungemein viel beitraͤgt. Bei den gewoͤhnlichen Pfluͤgen findet hier eine Unterbrechung ſtatt:

der ſchon gehobene Erdſtreifen ſenkt ſich wieder, und das Streichbrett muß ihn aufs Neue heben.

Ich habe doch Bauern gefunden, die dieſes Uebel ſehr wohl fuͤhlten, und deshalb ein Eiſenblech an die Grießſaͤule und das Streichbrett befeſtigten, welches auf den hintern Theil des Schaars ruhete, und da⸗ durch eine große Erleichterung des Pfluges bewirkt zu haben verſicherten. Sie nannten dies: Eine Kap⸗ pe dem Pfluge aufſetzen.

In Anſehung der Form unſerer Schaare beziehe ich mich auf meine Beſchreibung der nutzbar⸗ ſten neuen Ackergeraͤthe, Heft I., Taf. 4. Fig. I. II. III. Da das Heft des Schaars ſehr genau auf den Pflug paſſen und an das Streichbrett anſchließen muß, ſo wird es manchen Schmieden ſehr ſchwie⸗

rig. Dieſe Schwierigkeit wird aber gehoben, wenn man eine Schablone von Eiſen machen laͤßt, um 3

welche das Schaareiſen herumgeſchlagen wird. Man laͤßt dann das Eiſen zu den Schaaren auf den Eiſenhammern in erforderlicher Dicke nach folgender Figur ſchmieden. . 0

4 14 Zoll. 8

Bei A iſt die Platte* Zoll dick.

B 5,:

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Wenn es dann um die Schablone herumgeſchlagen worden, wird es dem Pflugkoͤrper genau an⸗ paſſen, und mit moͤglich mindeſter Friktion den Streifen dem Streichbrette zum Herumwenden uͤber⸗

liefern. 4 3 Ddieſes Schaar wird nun entweder auf das untere Pflugholz, welches man das Pflughaupt

zu nennen pflegt, oder aber auf die zu einem Fuße verlaͤngerte Grießſaͤule aufgeſchoben, und es verſteht ſich, daß dieſer Theil nach eben der Schablone ausgearbeitet werden muͤſſe.(Vergl. Beſchr.

.§. 112.

Das Pflughaupt, Hoͤft oder Heft dient zur Befeſtigung nd Zuſammenhaltung der ver⸗ Das Pflug⸗

ſchiedenen Theile nach unten, und ſtreift auf der Sohle der gemachten Furche an der Landſeite her. In demſelben iſt vorne die Grießſaͤule, und hinten der linke Sterz eingezapft. Es muß unten

haupt.

ſowohl wie an der Seite zwei ſehr ebene Flaͤchen bilden, die auf der Landſeite in einem rechten Win⸗

kel zuſammenſtoßen. Mehrentheils und bei allen guten Pfluͤgen iſt dieſes Holz unten ſowohl als an der Landſeite mit

eiſernen Schienen belegt, wodurch die Friktion um vieles gemindert und die ſonſt ſchnelle Abſchleifung

des Holzes verhuͤtet wird. Es giebt Pfluͤge, wo dieſer ganze Theil von geſchmiedetem oder gegoſſenem Eiſen iſt, und die ſich insbeſondere zum Aufbrech en des Graslandes vorzuͤglich paſſen. Man findet ſie hier in der Oderniederung.. Die Laͤnge dieſes Pflughaupts beſtimmt die Laͤnge des Pflugkoͤrpers. Man hat daruͤber geſtrit⸗ ten: ob der laͤngere und, bei gleicher Breite, ſpitzere halbe Keil des Pflugkoͤrpers, oder der kuͤrzere

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