Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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6 Beackerung.

ander getrennt ſind, um ſo mehr werden ſie die Feuchtigkeit in ihren Zwiſchenraͤumen aufnehmen und

ſo tief verſenken laſſen, wie dieſe Auflockerung geht. Bei feuchter Witterung wird die Feuchtigkeit in tief gelockerten Boden ſpaͤter bis zur Oberflaͤche heraufſteigen; bei trockner Witterung hingegen wird die darin aufgefangene Feuchtigkeit ſpaͤter erſchöpft werden, und ſich der Oberflaͤche, ſo viel noͤthig, mittheilen. Dies lehren allgemeine Beobachtungen; indem ein ſtark und tief gelockerter Boden auf der Oberflaͤche ſpaͤter ſchlammig wird, und wiederum die Duͤrre weit laͤnger ertraͤgt, als der flache, wie jeder Gaͤrtner auf ſeinem rajolten Boden dieſes laͤngſt bemerkte. Vorzuͤglich widerſteht ein vor Winter tief geackerter Boden der Fruͤhjahrsduͤrre auf eine unglaubliche Weiſe, indem er einen Zoll unter der Oberflaͤche noch Feuchtigkeit genugſam zeigt, wenn man in andern Boden bis zu einer betraͤchtlichen Tiefe keine mehr wahrnimmt. Es iſt alſo nur mit großer Einſchraͤnkung wahr, daß Beackerung den Boden ausduͤrre. Dies geſchieht nur, wenn in den Zeiten, wo kein Regen faͤllt, und die Duͤrre an⸗ haͤlt, der Boden viel und tief geruͤhrt wird. Indeſſen wird man auch dann bemerken, daß eine flache Nuͤhrung der Oberflaͤche und Zerſtoͤrung ſeiner Borke die Feuchtigkeit mehr darin erhalte als verdunſten laſſe, und daß folglich die Anziehung der unmerklichen Feuchtigkeit aus der Luft ſtaͤrker ſey, wie die Verdunſtung.

Die in den Zwiſchenraͤumen des Bodens eingeſchloſſene Feuchtigkeit, welche ſich am meiſten darin anhaͤuft, wenn vor Winter geackert wird, hat freilich das Unangenehme, daß ſie das fruͤhere Pfluͤgen und Beſtellen im Fruͤhjahre verhindern kann. Allein es iſt eine ungegruͤndete Beſorgniß, daß ſie den Boden den ganzen Sommer hindurch gebunden und zaͤhe erhalten werde. Aufmerkſame Beobachter haben gerade im Gegentheile erfahren, daß dieſer Boden, wenn man nur ſeine Abtrock⸗ nung abgewartet habe, um ſo muͤrber und zerfallender geweſen ſey. Eine natuͤrliche Folge des ver⸗ dunſtenden Waſſers, welches in ſeinem elaſtiſchen Zuſtande die Partikeln der Erde trennen und zerkruͤ⸗ meln mußte! Zerſtbrung des 5) Zerſtoͤrung des Unkrauts. Wir haben in der Lehre von der Beurtheilung des Bodens untrauts. das Unkraut in agronomiſcher Hinſicht in zwei Klaſſen unterſchieden, naͤmlich in ſolches, welches ſich

durch Saamen, und in ſolches, welches ſich hauptſaͤchlich durch die Wurzel fortpflanzt. Dieſe

Unterſcheidung iſt bei ſeiner Vertilgung durch Beackerung von weſentlicher Bedeutung. Das Saamenkraur kann nur dadurch zerſtoͤrt werden, daß man den in der Ackererde lie⸗

genden Saamen dergeſtalt an die Oberflaͤche bringe, daß er zum Keimen gelange, indem er ſich ſonſt

vielleicht Jahrhunderte lang unverſehrt im Boden erhaͤlt. Denn der groͤßtentheils feme Saame keimt

durchaus nicht, wenn er nicht der freien Einwirkung der Atmoſphaͤre genießt. In einem jeden ungepul⸗

verten Erdkloße ruͤhrt er ſich nicht, ſondern bleibt ruhig darin, bis jener zerfaͤllt. Ohne vollkommene Pul⸗ verung iſt daher ſelbſt in der an die Oberflaͤche gebrachten Erdſchicht an keine vollſtaͤndige Zerſtoͤrung zu S denken, ſo lange die Pflugſtreifen und Erdkloͤße nicht in feines Pulver zerfallen ſind, und um zu dieſer Zerſtoͤrung zu gelangen, muß jede duͤnne Schicht der Ackererde nicht nur an die Oberflaͤche kommen, ſondern auch zum Zerfallen gebracht werden; weswegen der Pflug ohne die Egge hier wenig aus⸗

richtet.

Das Wurzelunkraut aber, insbeſondere die Quecken(Triticum ripens) und die ſoge⸗

2 8 2... 8... 3 nannten Paͤden(Agrostis stolonifera), und mehrere Grasgattungen, ſo wie die Diſteln und Docken⸗ arten, erfordern eine ganz entgegengeſetzte Behandlung. Sie werden nur durch eine oftere Zerſtoͤrung

ihrer jungen Keime und durch die Luft⸗ und Lichtausſetzung ihrer Wurzeln getödtet. Es koͤmmt dar⸗

auf an, ſie entbloͤßt von Erde an die Oberflaͤche zu bringen, und in eine Lage, in welcher ſie nicht zu friſchen Austrieben durch zerkruͤmelte Erde gelockt werden. Wenn auch das wirkſamſte Eggen einen

Theil ausreißt, ſo pflanzt es gleichſam einen andern Theil um ſo beſſer ein, und umgiebt ihn mit locke⸗ rer Erde, in welcher ſich die neuen Austriebe ſogleich verbreiten. Dieſes darf daher, wenn es auf die

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