Iv Bemerkungen.
Oder wenn wir den Ertrag als bekannt annehmen, und die ausgeſogene Kraft ſinden wol⸗
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len, ſo verfahren wir umgekehrt.
Wir nehmen 16 Metzen Weizen uͤber die Ausſaat an. 1 Metze erfordert 3 ¾ Grad, folg⸗
lich ſind ausgeſogen 52 Grad, und es bleiben von den oben angenommenen 140 Graden 88. Rehmen wir 16 Metzen Rocken à 2 ½ Grad, ſo ziehen dieſe aus 40 Grad, und es blei⸗
ben 100.
Rehmen wir aa Metzen Gerſte à 13 Grad, ſo ziehen dieſe aus 38,⸗, und es blei⸗ ben 101, 5. 5 NRehmen wir 28 Metzen Hafer à 1½¾ Grad, ſo ziehen dieſe aus 35 Grad, und es bleiben 105 Grad.. 4 Ob jene nach der Kraft des Bodens und der Anziehung der Frucht ausgemittelte Metzen⸗ zahl wirklich erfolge oder auch noch ſtaͤrker ſey, haͤngt von Nebenumſtaͤnden ab, die theils in unſerer Gewalt ſtehen, theils nicht. Die Ausſaugung des Bodens aber laͤßt ſich nach der wirk⸗ lich gewonnenen Metzenzahl jeder Getreideart ausmitteln; es ſey denn eine ſo betraͤchtliche Menge Unkraut auf dem Acker zur Reife gekommen, daß ſich dieſes einen erheblichen Antheil der Bodenkraft angeeignet und dem Getreide entzogen habe. 23.
S. 157 des erſten Bandes habe ich aus den angefuͤhrten Gruͤnden angenommen, daß gut
ſtehende und nicht oft wiederkommende Huͤlſenfruͤchte, beſonders Erbſen, dem Boden ſo viel
wiedergaͤben, als ſie ihm entzoͤgen, und daß ſie nur negative der Brache, welche die Kraft des
Bodens um 10 Grad vermehrt, nachſtaͤnden. Nach der Summe der Erfahrungen aber in der
5 Dreifelderwirthſchaft nehmen die meiſten doch an, daß die Winterung und die darauf folgende
Soͤmmerung nach Erbſen, bei gleicher Duͤngung und gleicher Furchenzahl, gegen die reine Brache um 2 Metzen per Jochart zuruͤckſchluͤge. 10 Grad weniger Kraft begruͤnden dieſen
Ruͤckſchlag noch nicht, wohl aber 20 Grad. Denn von 20 Grad zieht der Rocken 6 Grad an, und giebt daraus 2 ½ Metzen; folglich von 20 Grad weniger Kraft auch circa 2 Metzen Ertrag
weniger: in demſelben Verhaͤltniſſe ohngefaͤhr die Soͤmmerung von den uͤbrig bleibenden 14
Grad. Daher ſetze ich ihre poſitive Erſchoͤpfung auf 10 Grad, und zwar im Allgemeinen, und ohne Nuͤckſicht auf ihren ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern Ertrag, weil die Erfahrung lehrt, daß ſe
den Acker um ſo weniger verſchlechtern, je beſſer ſie ſtehen. Einige aufmerkſame Beobachter
haben die Bemerkung gemacht, daß wenn die Winterung nach den Erbſen gut ſtehe, und dem Brachrocken nichts nachgebe, die darauf folgende Soͤmmerung um ſo mehr zuruͤckſchlage; wes⸗
halb ſie auf den Fall nicht Gerſte, ſondern Hafer einſaͤen.—
In Anſehung der Kraftzunahme, welche der Boden durch die Dreeſchweide erhaͤlt, koͤn⸗ nen ebenfalls genauere Beſtimmungen ſtatt finden, indem nach der Kraft, worin der Boden niedergelegt wird, der Graswuchs oder die Reichhaltigkeit der Weide verſchieden ſeyn, mithin aus der Staͤrke des Raſens und des Weideduͤngers ein hoͤherer oder geringerer Kraftzuſatz erfol⸗ gen muß. Man koͤnnte dieſes beſtimmen:
d
a) nach dem umgekehrten Verhaͤltniſſe des Flaͤcheninhalts, der zu einer vollen Kuhweide
erfordert wird.
Wenn 14½ Jochart auf eine Kuhweide kommen= 10 Grad. — 1—————— I1— — 1☛—————= 12— — 12)————= 13— =
Äh) tder; gürde der
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