242 1 Stallfutterungsſyſtem.
daß die Freßluſt des Viehes durch dieſe Veraͤnderung gereizt, und ſeine Verdauungskraͤfte geſtaͤrkt werden. Vorzuͤglich wird ſie da rathſam, wo man einen nicht zu weit entfernten Weideanger der Ge⸗ fahr der Ueberſchwemmung oder anderer Urſachen wegen nicht vortheilhafter benutzen kann, ſolcher
aber doch zur voͤlligen Ernaͤhrung des noͤthigen Rindviehes im Sommer nicht zureicht.
Verbindung der Stalfutte rung mit ver. dieſer Hinſicht haben wir einen dreifachen Unterſchied zu bemerken.
ſchiedenen Feld⸗
ſyſtemen.
§. 392. Die Etallfutterung l laͤßt ſich bei verſchiedenen Ackerſyſtemen betreiben und damit verbinden. In
Die erſte und aͤlteſte Methode des Futtergewinnes iſt die in beſondern Futterkoppeln oder Kleegaͤrten. Man hat dazu gewoͤhnlich nahe am Hofe belegene Koppeln ausgewaͤhlt, und baue darin dreijaͤhrig, und mehrentheils ſchon im erſten Jahre der Ausſaat zugleich mit dem untergeſaͤeten Getreide, gruͤn zu benutzenden Klee, oder, wo der Boden ihr zutraͤglich, Luzerne. Wenn dieſe Fut⸗ terkraͤuter ausgehen, werden ein oder zwei Jahre Wurzel⸗ oder Kohlgewaͤchſe darin gebauet, vielleicht auch eine Getreide⸗ oder Huͤlſenfrucht, und ſie dann wieder zu Futterkraͤutern niedergelegt. Dieſe
Futterkoppeln konſumiren aber einen großen Theil des Duͤngers, indem der Klee ohne ſtarke Duͤngung
ſo oft wiederholt nicht darin fortkommt. Der Hauptzweck des Futterbaues und der Stallfutterung: der ganzen Feldflur eine ſo viel reichlichere Duͤngung zu verſchaffen,— faͤllt alſo dabei weg, uud der ſonſt abſurde Einwurf gegen den Futterbau, daß er zu vielen Duͤnger wegnehme, iſt in dieſem Falle gewiſſermaßen gegruͤndet. Ferner faͤllt aber auch der andere Hauptvortheil: der Wechſel zwiſchen gruͤnen und koͤrnertragenden Ernten— dabei weg. Die Brache muß ungenutzt dabei liegen blei⸗ ben, oder der Acker verwildert. Nur in das weite Feld und in den allgemeinen Umlauf gebracht, koͤnnen gruͤne Ernten neben der chemiſchen Verbeſſerung des Bodens durch den Duͤnger auch die me⸗ chaniſche durch die Lockerung bewirken und die Reinheit deſſelben erhalten.
Daher kann der Futterbau in beſondern Koppeln nur als ein ſehr mangelhaftes Huͤlfsmittel an⸗ geſehen werden, wodurch man in der Felder⸗ und Koppelwirthſchaft ſich einige Beihuͤlfe zur Viehfut⸗ terung verſchafft, welches aber bei der allgemeinen Stallfutterung im Großen durchaus zweckwidrig iſt. Eine verhaͤltnißmaͤßig kleine Koppel mit ausdauernden Futterkraͤutern, Luzerne und Maͤhegraͤſern beſaͤet, kann nahe beim Hofe auch der kompletten Stallfutterung zuweiten ganz bequem ſeyn, um als Zwiſchenfutterung zu dienen.
§. 393.
Das zweite Syſtem des Futterbaues iſt das bei der Dreifelderwirthſchaft: ihn in und
ſtatt der Brache zu nehmen. Wir haben bereits oben von dieſem, durch Schubart haupt⸗ ſaͤchlich verbreiteten Syſteme, deſſen Moͤglichkeiten und deſſen Schwierigkeiten geſprochen. Es wird hierdurch den Ackerbau kein Duͤnger entzogen, und der Klee giebt dem Acker vielmehr neue Kraͤfte, wenn er gut, dicht und rein ſteht. Allein dieſes kann man nur auf beſonders fruchtbarem und fuͤr ihn geeignetem Boden bei dieſer Rotation erwarten, und dann doch nur unter der Bedingung, daß er nur im neunten Jahre wieder auf dieſelbe Stelle komme. Die große Mißlichkeit ſeines Gerathens und die Unzulänglichkeit ſeiner Ernten in Wirthſchaften, denen es an Wieſen fehlt, um das Vieh Winter und Sommer hindurch in gleichmaͤßiger Futterung zu erhalten, hat ſich hier ſo haͤufig gezeigt, daß dieſes
Syſtem außer einigen gluͤcklichen Diſtrikten keinen Fortgang gewinnen konnte, vielmehr wieder aufge⸗
geben werden mußte, und mit demſelben dann zugleich die Stallfutterung ſelbſt. Bei einem zufaͤlligen
einjaͤhrigen Mißrathen halfen ſich induſtruoͤſe Wirthe durch die Ausſaat von Wicken oder anderem Fut⸗
tergemenge, durch Abfutterung der Erbſen wohl durch. Wenn dieſes aber oͤfterer kam, und nicht vom Zufalle abzuhaͤngen, ſondern klar genug in der Sache ſelbſt zu liegen ſchien, ſo ſah man ſich ge⸗
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