Teil eines Werkes 
Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

240(Stallſutterungsſyſtem.

uUnd da es dem Landwirthe bei einer ſtarken Viehhaltung ſo wichtig iſt, ſeine Butter in gutem Rufe

zu erhalten, und uͤber deren Abſatz nicht verlegen zu bn⸗ ſo iſt dies ſchon ein zureichender Grund ge⸗ gen die Stallfutterung.

Antwort: Bei den wenigen Verſuchen, die man in Hollſtein mit der Stallfutterung im Gro⸗ ßen gemacht hat, iſt dies wirklich der Fall geweſen. Allein bei einer der bekannteſten iſt es notoriſch,

daß man bei der Molkerei nicht dieeigrd Reinlichkeit beobachtete, wodurch ſich ſonſt die hollſteiniſchen

Molkereien auszeichnen. Auch war die Futterung, welche das Vieh erhielt, ſchlecht, und beſtand, der uͤbel gewaͤhlten Fruchtfolge wegen, mehr aus Hederich und andern Unkraͤutern, als aus Klee. Run iſt es richtig, daß die Reinhaltung des Euters der Kuͤhe bei der Stallfutterung ſchwieriger, wie

bei der Weide ſey, und daß deshalb um ſo mehrere Vorkehrungen gegen die Verunreinigung der Milch getroffen werden muͤſſen, welches man freilich von Leuten, die der Sache abgeneigt ſind, oh⸗

ne die ſtrengſte Aufſicht nicht erwarten kann. Geſchiehet dies aber, ſo hat Milch und Butter bei der Sommerſtallfutterung einen voͤllig ſo aromatiſchen Geſchmack, wie bei der Weide, dieſelbe Fettigkeit und alle andere Qualitaͤten, ſo daß es gewiß zu erwarten ſteht, es werde ſich eine ſolche Butter, mit Hollſteiniſcher Sorgfalt bereitet, eben ſo gut wie die dortige Weidebutter erhalten, obwohl mir davon noch kein beſtimmtes Beiſpiel vorgekommen iſt; weil da, wo groͤßere Stallfutterungen betrieben wer⸗ den, die Butter vortheilhafter im Sommer gleich verkauft wird.

§. 389. *) Endlich hat man m geſagt, es werde bei allgemeiner Einfuͤhrung der Stallfutterungi in einem Lande der Markt mit Fleiſch und Fettwaaren uͤberfuͤllt werden, und folglich der Preis derſelben um ſo mehr herabſinken, da dieſer Markt nie ſo ausgedehnt als der fuͤr das Getreide ſey. Das zum Behuf

der Stallfutterung in die Landwirthſchaft verwandte hoͤhere Kapital werde folglich geringere oder gar

keine Zinſen tragen, mithin fuͤr den Privat⸗ und Nationalreichthum verloren, und der Landwirth⸗

ſchaft im Uebrigen oder andern Gewerben entzogen ſeyn. Selbſt der Kapitalwerth des Grundes und Bodens werde dabei eher verlieren als gewinnen.

Antwort: Ohne mich auf die falſche ſtaatswirthſchaftliche Anſicht, aus welcher dieſer Einwurf

nur hervorgegangen ſeyn kann, einzulaſſen, will ich ihn bloß in privatwirthſchaftlicher Hinſicht beant⸗

worten. Der Markt fuͤr Fleiſch und Butter iſt in den meiſten Laͤndern ausgedehnter, wie der fuͤr das

Getreide, weil die Verfuͤhrung dieſer Waaren in gleichem Werthe minder koſtbar iſt. Man hat es deshalb in manchen Gegenden oft vortheilhaft gefunden, das Getreide in Zucht⸗ und Maſtvieh zu ver⸗

futtern, weil es ſich mit dieſem Produkte ſelbſt forttrug. Zwar iſt dieſes ſeit einer Reihe von Jahren der politiſchen Konjunkturen und der den Bedarf nirgends uͤberſteigenden Getreideproduktion wegen nicht der Fall geweſen. Aber vormals geſchah es im ſuͤdlichen Deutſchlande und in einigen Provin⸗ zen Frankreichs. Der leichten transportablen Butter kann es nirgends an Abſatz fehlen, wo ſie von der gehoͤrigen Guͤte gemacht wird. In Hollſtein, wo ſeit 15 bis 20 Jahren die Butterproduktion be⸗ traͤchtlich, wie einige behaupten uͤber 3 zugenommen hat, iſt dennoch ihr Preis beſtaͤndig geſtiegen, un⸗ geachtet ſie zugleich die Ausfuhr derſelben aus Meklenburg betraͤchtlich vermehrte. Vor 8 Jahren hatte ſich in jenem Lande ein neuer und ſehr vortheilhafter Markt fuͤr die Butter in Oſtindien eroͤffnet,

wohin ſie in kleinen in Thon eingeſchlagenen Gefaͤßen verſandt wurde. Allgemein haben die Preiſe des

Fleiſches und der Fettwaren, ſelbſt im Verhaͤltniſſe gegen das Getreide, zugenommen, welches daher zu ruͤhren ſcheint, daß wilde Gegenden, die bisher einzig und allein durch Viehzucht benutzt wurden, bei vermehrter Bevoͤlkerung mehr urbar gemacht und zum Getreidebau verwandt werden. Auch koͤmmt der geſtiegene Preis der Wolle hier in Betracht, deren ſtaͤrkere Erzeugung zwar durch die Stallfutte⸗ rung des Rindviehes nicht unmittelbar aber doch mittelbar durch die Eruͤbrigung groͤßerer Weideraͤu⸗

¹ me

ewet

n 5 mi ünt der aunethſch m ihten d i Proft de dud deßwch fen, ſondern des dau i

*

Ei ſch fiher Ikat deſen koͤnnen ſch machen, den, wo die Kaoſſ ſowohe

derwillen dae

fewe dieſem Nan muß genden kom

Rich it, erford wenddar beſitzt, u ſchaffen n angemeſſen

Stalffutter

Dodens ſte⸗

Am zet lehm: de Wedeg

Knich ve

Aach noch nct fuͤr dens lic, ſo

Ma vos ſonſt weddet, ſ Suale etl dee einträ

Cſet d