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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Stallfutterungsſyſtem. 239

Antwort: Sehr entfernte Futterkoppeln wuͤrden allerdings die Sache ſchwieriger machen. Al⸗ lein es laͤßt ſich bei einer auf Stallfutterung angelegten Feldeintheilung wohl immer die Einrichtung treffen, daß man einen Theil des Klee⸗ oder Wickenſchlages, der zur gruͤnen Futterung beſtimmt iſt, in der Naͤhe des Hofes habe. Sonſt hat man dieſer Beſchwerde auch durch die Anlegung eines Huͤr⸗ denhofes auf einer entfernten Futterkoppel wohl abgeholfen.

§. 386.

6) Auf großen Guͤtern iſt der Boden mehrentheils von verſchiedener Beſchaffenheit, und wenn bei einem allgemeinen Umlaufe der Klee und andere Futtergewaͤchſe auf einem ihnen nicht angemeſſenen Platz kommen, ſo ſind ſie dem Mißrathen unterworfen, oder geben doch nicht gleich ſtarken Ertrag. Es laͤßt ſich folglich keine regulaͤre Schlagordnung dabei befolgen; oder man darf auf hinreichende Ausfut⸗ tebung eines gleich ſtarken Viehſtapels nicht Rechnung machen, und wird in gewiſſen Jahren, wo man auf eine duͤrrere Koppel mit dem Klee kommt, weniger Vieh halten koͤnnen.

Antwort: Wenn auf die Verſchiedenheit des Bodens, wie zuweilen in der Koppelwirthſchaft geſchieht, bei der Eintheilung der Feldmark keine Ruͤckſicht genommen worden, ſo macht dies aller⸗ dings eine große Schwierigkeit. Dann tritt aber auch bei der Weide derſelbe Fall ein, und es muͤßte ein beſonderes guͤnſtiges Schickſal ſeyn, wenn das Weidevieh nicht darunter litte, dem durch Ueberſpa⸗ rung des Futters Richt ſo wie bei einer wohleingerichteten Stallfutterung abgeholfen werden kann. Eine zweckmaͤßige Eintheilung der Feldmark nach der Guͤte des Bodens iſt aber bei der Stallfutterungs⸗ wirthſchaft leichter moͤglich, weil hier der Zuſammenhang jedes Schlages und der Schlaͤge nach Num⸗ mern nicht ſo noͤthig iſt, und man es darum ſehr wohl ſo einrichten kann, daß alle Jahre ein den Fut⸗ tergewaͤchſen zuſagendes Feld und zwar nahe genug beim Hofe damit beſtellt werde.

§. 387.

7) Das Gedeihen des Klees kann zwar durch eine gute Kultur ziemlich geſichert werden, jedo nicht ſo, daß die Moͤglichkeit ſeines Mißrathens uns ganz außer Sorge ſetze. Und wenn dieſes eintraͤ⸗ te, ſo waͤre die ganze Wirthſchaft dadurch zerſtoͤrt.

Antwort: Ungeachtet der Klee wohl das Hauptfutterungsmittel fuͤr den Sommer bleiben wird, ſo waͤre es doch ſehr fehlerhaft, ſich auf ſelbigen allein zu verlaſſen, da auch ohne ein gaͤnzliches Miß⸗ rathen deſſelben bei guter Beſtellung zu beſorgen, immer Zeiten eintreten koͤnnen, wo er nicht genug⸗ ſames Futter darreicht, oder wo es ihn dazu zu verwenden nicht rathſam waͤre. Der Klee kommt ei⸗ gentlich nicht fruͤh genug, um die gruͤne Futterung damit anzufangen, und zwiſchen ſeinen beiden Schnit⸗ ten tritt eine Periode ein, wo er zu alt wird oder noch zu jung iſt, um vortheilhaft gebraucht zu wer⸗ den. Auch fehlt es nach dem zweiten Schnitte, wenn man anders Winterung in die Stoppel ſaͤen will, daran. Eine wohleingerichtete Stallfutterungswirthſchaft muß alſo durchaus mehrere Gewaͤchſe zur Hand haben, welche die Stelle des gruͤnen Klees vertreten, wenn es noͤthig iſt, ſonſt aber auf andere Weiſe benutzt werden, wozu hauptſaͤchlich Wicken und auf trockenem Boden Spoͤrgel und Buchweizen gehoͤren; wenn man nicht etwa beſondere Futterkoppeln zum langjaͤhrigen Gebrauche mit Luzerne oder Eſparcette angeſaͤet hat, oder kuͤnſtliche Wieſen mit Graͤſern. In dem bei guter Kultur kaum moͤgli⸗ chen Falle des Auswinterns des Klees koͤnnen ſogleich theilweiſe Wicken in dieſes Feld eingeſaͤet werden, von deren Saat um ſo leichter ein Vorrath zu halten iſt, da ſie ſich zehn und mehrere Jahre konſer⸗ viren..

8) Nach den Erfahrungen, die man beſonders in Hollſtein gemacht hat, iſt die Butter von dem auf dem Stalle gefutterten Viehe nicht von der Guͤte und Dauerhaftigkeit, wie die vom weidenden.