388— S Stallfutterungsſyſtem.
vermittelſt einer Schleife geſchieht. Dagegen iſt aber die Arbeit der Maͤgde, gleich reichliche Milch angenommen, bei der Ställfutterung geringer, weil die weiten Wege und die Zeitverſchwendungen, welche bei der Weide vorkommen, hier wegfallen; nicht zu gedenken, daß bei dem Melken ſelbſt eine weit genauere Aufſicht wie auf der Weide moͤglich iſt, und von der Milch weniger verſchuͤttet und ab⸗
handen kommen kann. Das Einfahren der gruͤnen Futterung geſchieht am beſten, entweder durch die
ſich dazu paſſenden Kuͤhe ſelbſt, oder durch einige beſondere Och ſen die dabei voͤllig fett werden; indem ſie auf dem Stalle und auf dem Felde freſſen, und ihnen dieſe maͤßige Arbeit nur zur Verdauung dient, folglich ſie ihr Futter am Ende des Sommers recht gut bezahlen. Die ſtaͤrkere Miſtausfuhr wird man
wohl nicht leicht als eine Laſt, die allerdings die Stallfutterung betraͤchtlich vermehrt, anſehen wollen.
Indeſſen gebe ich zu, daß ſolche Verhaͤltniſſe eintreten koͤnnen, wo die Verwendung von 2 Men⸗ ſchen mehr auf 80 Kuͤhe in der Sommerzeit Schwierigkeit machen koͤnne; nur koͤnnen ſolche Faͤlle nicht haͤufig ſeyn, wo es an der Möͤglichkeit dieſe 2 Menſchen mehr herbeizuſchaffen fehlte. Wo man Men⸗
ſchen auf alle Weiſe erſparen mußte, hat man die Einrichtung getroffen, die Stallfutterung nur bis
zur Erntezeit fortzuſetzen, dann aber, auch um die Stoppaltdeide des Klees zu bennzen und den Nach⸗ wuchs, das Vieh auszutreiben.
§. 383.
63 4„ Die Stalſfuterung erfordert eine kuͤnſtlichere und zuſammengeſetztere Einrichtung des Stal⸗
1 les, großen Raum, um das Futter aufzubewahren, und mannigfaltige Geraͤthe; folglich ein weit ggroͤßeres ſtehendes Kapltal.
Antwort: Bei dieſem Einwurfe hat man ſich die Schwierigkeiten ohne Zweifel groͤßer vorge⸗ ſtellt, als ſie wirklich ſind. Es erleichtert allerdings ein zweckmaͤßig eingerichteter Stall die Sache ſehr. Das Futter kann darin laͤngere Zeit unverdorben aufbehalten, und weit leichter unter dem Vie⸗ he vertheilt werden. Aber in jedem Stalle wird man einen Ort zu dieſer Aufbewahrung ausfindig machen, wenn man nur die Zahl des Viehes um einige Stuͤcke vermindern will. Der Wagen oder der Karren, die Forke, Harke und Senſe, welche hierzu mehr noͤthig ſind, koͤnnen wohl kaum in Be⸗ rechnung gebracht werden. Diejenigen, welche dieſen Einwurf machen, ſprechen auch von großen Kellerraͤumen und Futterſchneidemaſchinen, die aber eigentlich nicht der Sommerſtallfutterung, von welcher hier nur die Rede iſt, angerechnet werden koͤnnen.
— 8. 384.
9. 4) Bei einem kleinen Viehſtapel koͤnnen die Mehrkoſten gegen die Weide ganz unbedeukend ſeyn. Aber der groͤßere Arbeitsaufwand ſteigt mit der Kopfzahl des Viehes in groͤßerem Verhaͤltniſſe gegen
den bei der Weide. Es iſt zumahl bei der Koppelwirthſchaft faſt gleich, ob ein Hirte 20 oder 200 Stuͤck zu huͤten habe. Bei der Stallfutterung hingegen nimmt die Zahl der anzuſtellenden Menſchen mit der
Zahl des Viehes in gleichem Verhaͤltniſſe zu, und auf jede 50 Stuͤck wird ein Mann mehr erfordert.
Wenn alſo bei der Stallfutterung in kleinen Wirthſchaften Vortheil iſt, ſo vermindert ſich derſelbe im⸗ mer mehr, je groͤßer ſie werden.
Antwort: Dieſer Einwurf ſagt eigentlich nichts weiter, als daß die Stallfutterung bei maͤßi⸗ gen Wirthſchaften und Vorwerken noch vortheilhafter als bei großen ſey, ohne doch den Vortheil uͤber⸗ haupt abſprechen zu koͤnnen. Er iſt uͤbrigens bei dem erſten und zweiten Einwurff beantwortet.
—§. 385. 5) Auch wird bei großen Feldfluren der Aufwand des Futteranfahrens immer groͤßer, weil die Entfernung des Futterfeldes weiter iſt. Dieſe weitere Entfernung iſt hingegen bei der Weide von ge⸗ ringer Bedeutung. 5—
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