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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Stallfutterungsſyſtem. 237

§. 380. 3

5) Endlich iſt es nicht nur gewiß und durch unzaͤhlige Erfahrungen ausgemacht, daß das Vieh bei gehoͤriger Behandlung auf dem Stalle vollkommen und eben ſo lange geſund bleiben koͤnne; insbe⸗ ſondere wenn man ihm zuweilen auf einem freien Raume, bei Gelegenheit des Traͤnkens und Badens, Bewegung verſtattet, ſondern es wird dadurch auch gegen manche der gefaͤhrlichſten Krankheiten, de⸗ nen das Weidevieh ausgeſetzt iſt, geſchuͤtzt. So iſt es unter andern dem gefaͤhrlichen Milzbrande nicht unterworfen, und gegen anſteckende Krankheiten weit mehr geſichert, ſo daß in Gegenden, wo Stall⸗ futterung uͤberall eingefuͤhrt iſt, eine allgemeine Verbreitung derſelben nicht zu beſorgen ſteht. We⸗ nigſtens hat die Stallfutterung in dieſem Punkte entſchiedene Vorzuͤge vor der Weide bei der Felder⸗ wirthſchaft, wenn auch manche bei einer geſunden Koppelweide das Vieh eben ſo geſichert halten.

§. 381. 1 Bei dieſen unverkennbaren Vortheilen der Stallfutterung hat man dennoch viele Bedenklichkei⸗

Bedenklichkei⸗

ten bei d. Statz⸗

ten und Einwendungen dagegen gemacht, die wichtig genug ſcheinen, um ihre allgemeinere Einfuͤh⸗ tuiterung.

rung bisher zu hindern. Mit Uebergehung derer, deren Unwichtigkeit und Ungrund von ſelbſt in die Augen ſpringt, wollen wir hier nur diejenigen unterſuchen, die von groͤßerer Wichtigkeit allerdings zu ſeyn ſcheinen. Sie ſind folgende:.. 3 1) Der Anbau der Futtergewaͤchſe macht mehrere Menſchenhaͤnde und ſtaͤrkere Anſpannung no⸗ thig, als nach manchen Ortsverhaͤltniſſen darauf zu verwenden oͤkonomiſch rathſam ſeyn koͤnnte. Antwort: Der Anbau der zur Sommerſtallfutterung gebraͤuchlichen Gewaͤchſe macht eine ganz unbedeutend vermehrte Arbeit. Beim Klee koͤmmt nichts weiter, als das Ausſaen ſelbſt in Berech⸗ nung; und wenn man den Saamen ſelbſt gewinnt, das Ausdreſchen deſſelben, welches dann beſon⸗ ders unbedeutend iſt, wenn man zum eignen Gebrauche nur die Koͤpfe abdriſcht, und ihn mit den Huͤl⸗ Fſaͤet.. ke azher Anbau der Futterwicken iſt nicht erheblicher, indem die dazu gegebene Pflugfurche in der Brache nicht minder noͤthig geweſen waͤre. Die Arbeit beim Anbau anderer Futtergewaͤchſe, auf wel⸗ che man ein zu großes Gewicht legt, kommt nicht auf die Koſten der Sommerfutterung, ſondern der Winterfutterung, wovon hier eigentlich nicht die Rede iſt.

§. 382.

2) Das Geſchaͤft der Futterung auf dem Stalle oder Viehhofe erfordert wegen des Maͤhens,

Zufuͤhrens vom Felde, und des Vorlegens der Futterung ſelbſt, dann des Einſtreuens und Ausbrin⸗ gens des Miſtes, betraͤchtlich mehrere Menſchen und mehreres Geſpann, als die Verpflegung des ideviehes. Meih⸗ui wort: Dieſer Gegengrund iſt wohl unter allen der erheblichſte, indem mehrere Arbeit da⸗ bei auf keine Weiſe abzulaͤugnen iſt. Indeſſen iſt der Unterſchied ſo groß nicht, wie er denen erſcheint, die mit einer guten Einrichtung und Manipulation nicht bekannt ſind. Das Maͤhen des Futters fuͤr 80 Stuͤck Vieh, wenn anders der Klee gut ſtehet das Aufladen und Anfahren deſſelben kann ein Mann und ein Weib oder Junge vollkommen verrichten, und dabei dem Biehwaͤrter in der Vorle⸗ gung dieſes Futters noch genugſam zu Huͤlfe kommen. Wir nehmen alſo an, daß drei Perſonen außer den eigentlichen Viehmaͤgden auf 80 Stuͤck Vieh(und zu 100 reichten ſie auch hin) bei der Stallfutte⸗ rung noͤthig ſind. Wenn nur eine Art von Vieh auf der Weide gehalten wuͤrde, ſo daß milchendes und guͤſtes, junges und altes nicht getrennt waͤre, ſo wuͤrde freilich ein Hirte zureichen. Sobald wir

ſie aber auf mehrere Heerden uns vertheilt denken, wird der Unterſchied geringer werden. Dieſe Per⸗

ſonen reichen auch zu, die Einſtreuung und Ausmiſtung zu beſorgen, wenn dieſe auf die beſte Weiſe

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