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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Der geudtwegſal.

Dennoch macht man ſch haͤufig noch zu einſeitige Vorſtellungen, und glaubt, daß eine be⸗

ſondere Zahl der Schlaͤge und beſtimmte Ordnung der Fruͤchte darunter zu verſtehen ſey. Der eine denkt es ſich nur mit der Stallfutterung, der andere mit der Weide vereinbarlich. Aber es kann mit beiden ſehr zweckmaͤßig verbunden werden: der Stallfutterung im Großen wohl nur allein einen ſichern Grund unterlegen; der Weidewirthſchaft eine vollkommnere Winterfutterung und hoͤhere Benutzung

des Viehes gewaͤhren.

Die Zahl der Schlaͤge aber, oder die Laͤnge der Rotation, das Verhaͤltniß des zum Fruchtbau und des zur Viehfutterung gewidmeten Landes, geſtatten eine groͤßere Mannigfal⸗

tigkeit wie die Koppelwirthſchaft, und werden nur durch die oͤrtlichen Verhaͤltniſſe und die Aweue, die

man n hat, bedingt.

Charakteriſti⸗

ten dieſes Sy⸗

§. 370.

Die weſentlichen Eigenſchaften dieſes Syſtems ſind blgende:: 1) Eine unbenutzte Brache fallt dabei in der Regel weg. Statt derſelben aber werden nach ci. ſche Eigenſchaf, nem gewiſſen Umlaufe von Jahren ſolche Fruͤchte theils zur Futterung, theils zum Verkauf gebauet,

ſtems. welche waͤhrend ihres Wachsthums und zur Befoͤrderung deſſelben den Durchgang der leichten Pfluͤge oder der Pferdehacken und Pferdeſchaufeln entweder nur in einer oder in zwei ſich durchkreuzenden Rei⸗

hen verſtatten, wodurch der Boden alle die Vortheile, welche die Brache gewaͤhren kann, erhaͤlt. Mir iſt wenigſtens noch kein ſo bindender oder ſo verwilderter Boden vorgekommen, daß er nicht durch die

gehoͤrige Bearbeitung dieſer Fruͤchte mit fuͤr ihn zweckmaͤßigen Werkzeugen eben ſo muͤrbe und zerfallend,

als durch die Brache geworden ſeyn ſollte. Indeſſen will ich doch zugeben, daß Boden exiſtiren koͤnne, der zu Anfange dieſer Fruchtfolge einer Brache bedarf, noͤthig wird.

die dann aber, vollendet gegeben, nie wieder Dieſer Schlag erhaͤlt die Hauptduͤngung, welche in dem ſtarken Maaße, wie ſie dieſe

Wirthſchaft geben kann, fuͤr jede andere Frucht zu ſtark ſeyn wuͤrde, fuͤr Fruͤchte dieſer Art es aber nie ſeyn kann. Dieſe wirkt dann mit der Bearbeitung zugleich, den Boden zum Zerfallen zu bringen, und die darin befindlichen Unkrautskeime zu zerſtoͤren.

2) Nach dieſen Hackfruͤchten folgt in der Regel Sommerung, theils weil ihre ſpaͤte Aberntung eine fruͤhe Einſaat der Winterung nicht verſtattet, theils weil die Erfahrung gelehrt hat, daß die

Sommerung auf dem gewoͤhnlichſten Lehmboden ihr einen hoͤheren Ertrag, wie die Winterung gebe;

dennoch aber dem Boden genugſame Kraft, in der Folge Winterung abzutragen, hinterlaſſe. Dieſe

Sommerung kann Sommerweizen, Hafer oder Gerſte ſeyn. Die letzte iſt indeſſen das gewoͤhnlichſte, und zwar die große zweizeilige, oder aber die nackte und Himmelsgerſte, deren Gedeihen hier ſo groß

als ſicher iſt.

Sollte der Boden jedoch wegen Verſaͤumniß des genugſamen Behackens oder wegen ei⸗

ner hoͤchſt unguͤnſtigen naſſen Witterung eines Sommers nicht vollkommen muͤrbe und rein geworden ſeyn, ſo verdiente in dieſem ungewoͤhnlichen Falle die kleine vierzellige Gerſte den Vorzug, weil vor ih⸗

rer Einſaat im Fruͤhjahre noch einige Mal gepfluͤgt werden koͤnnte. gen ſo wenig noͤthig, daß die Fruͤhjahrsbeſtellung vollkommen ohne daſſelbe, bloß durch den ein⸗ oder

In der Regel aber iſt dieſes Pfluͤ

zweimaligen Gebrauch der Exſtirpators und der Eggen, gemacht werden kann, wodurch man in dieſer mit dringenden Geſchaͤften beſetzten Jahreszeit ungemein erleichtert wird.

Manche haben die Beſorglichkeit, daß die in ſo kraͤftigem Lande geſaͤete Sommerung ſich lagern

werde, welche aber die Erfahrung genugſam widerlegt, wenn anders nicht zu dichte was hier nicht nur uͤberfluͤßig, ſondern ſchaͤdlich waͤre geſaͤet wird. Die tiefe Beackerung des Bodens ſichert

gegen Lagerkorn.

Und wenn der Boden vertieft werden ſoll, ſo geſchieht es bei der Vorbereitung zu

den Hackfruͤchten, denen das tiefe Pfluͤgen nie ſchaͤdlich wird, und unter welchen der heraufgebrachte

Boden ſeine Rohheit verliert. 3) Nun wird die Hauptregel beobachtet,

daß nie zwei i halmnttagends Fruͤchte nacheinander kom⸗ men, ſondern jedesmal eine andere Zwiſchenfrucht. Es ſey denn am Schluſſe der Rotation, wenn

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