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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
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bkonomiſch, aber mit großer Erſ ſparung haͤuſig in England geſchieht vom gehordeten oder getͤder⸗ ten Maſtvieh auf dem Acker ſelbſt verzehren, ſo iſt ihr Anbau einer neuen ſtarken Duͤngung gleich zu achten.(Wenn die Englaͤnder von langen Fruchtfolgen ohne alle Miſtauffuhr reden, ſo kom⸗ men immer ſolche Gewaͤchſe dazwiſchen.) Dieſe Methode hat doch immer den Vortheil, daß das Maſtvieh wenigſtens die Pacht des Landes ſammt der Arbeit bezahlt; wogegen die Brache faſt gar kei⸗ nen Ertrag giebt, aber betraͤchtliche Koſten verurſacht.

Die Wurzelgewaͤchſe, welche beſonders in dieſe oͤkonomiſche Pflanzenklaſſe gehoͤren, haben das Eigenthuͤmliche, daß ſie eine ſehr gute Vorfrucht fuͤr die Gerſte ausmachen, und darin nach vielen Beobachtungen ſogar eine reine Brache uͤbertreffen; dagegen aber fuͤr das Wintergetreide nicht als unmittelbare Vorfrucht paſſen, welches zum Theil, aber doch wohl nicht allein, von der verſpaͤteten Einſaat des letzteren abzuhaͤngen ſcheint. Dennoch geraͤth das Wintergetreide ohne neue Duͤngung in demfelben Umlaufe wieder vortrefflich, nachdem ein Schotengewaͤchs dazwiſchen gekommen war.

Bauet man aber ſtatt dieſer Wurzelgewaͤchſe mit derſelben Manipulation des Pferdehackens ein

Schotengewaͤchs, wozu ſich auf lehmigem Boden die Pferdebohnen vorzuͤglich eignen, ſo wird die Winterung ſo gut wie nach der Brache, oder wie einige behaupten noch beſſer. Deshalb ſind in der Grafſchaft Kent, wo ſo vorzuͤglich viel Weizen gebauet wird, die gedrillten Bohen als die vorzuͦ lichſte Vorfrucht fuͤr denſelben anerkannt.

Mehrere Handelsgewaͤchſe, beſonders der gepflanzte oder gedrillete Raps, koͤnnen in dieſe Stelle eintreten, wenn man erſt einen genugſamen Duͤngerſchatz fuͤr ſie geſammelt und des Viehfutters 5 viel hat.

§. 364. Sehr wichtig iſt ferner die Wechſelung der Fruchtarten in Hinſicht auf die Unterdruͤckung des Unkrauts, indem gewiſſe Saaten ſich mit gewiſſen Unkrautsarten am leichteſten vermiſchen, ſolche auf⸗ und zur Reife kommen laſſen und ihre Vermehrung beguͤnſtigen; wogegen andere dieſe Unkrautsart

gar nicht dulden. Dieſe Ruͤckſicht iſt bei der Wahl des Fruchtwechſels auf einem mit beſondern Un⸗ krautsarten angefuͤllten Boden von großer Wichtigkeit, und es kann dadurch, wenn ſie gehoͤrig getrof⸗

fen worden, der Acker voͤllig davon gereinigt werden.

§. 365.

Dieſe Erfahrungen und Gruͤnde beſtimmen die Regeln, welche man bei dem Fruchtwechſel zu

befolgen hat. Zugleich aber tritt die Ruͤckſicht auf Viehfutterung ein, die wieder doppelt iſt. Naͤm⸗ lich 1) in Anſehung des daraus unmittelbar zu ziehenden Gewinnſtes, und 2) des dadurch zu erhal⸗ tenden Duͤngers.

Das Geſetz des Fruchtwechſels verlangt zwar keinesweges, wie manche ſich eingebildet haben,

daß die Haͤlfte des Ackers zum Futterbau verwandt werde. Selbſt in England giebt es ganze Gegen⸗ den, die die Regel des Fruchtwechſels ſeit undenklichen Zeiten beobachtet haben, aber nicht einen Halm zur Viehfutterung bauen, ſogar ihr Stroh nach der Stadt verkaufen, und uͤberall kein Vieh halten, weil ſie Duͤnger genug und uͤberfluͤßig an dem ſchlammigen mit Muſcheln bedeckten Seekraute haben, welches die Fluth an ihre Ufer fuͤhrt, und welches ſie mit großer Sorgfalt bergen. Sie bauen hauptſaͤchlich, wechſelnd mit dem Getreide, gedrillte Schotenfruͤchte, die ſie zum Theil gruͤn nach Lon⸗ don verkaufen. Aber es erfordert das Geſetz einer richtigen Oekonomie mehrentheils, daß ein großer Theil des Ackers zum Futterbau verwandt werde, um dadurch den Duͤnger zu einem deſto eintraͤgli⸗ chern Getreidebau herbeizuſchaffen. Ob mehr oder weniger, das beſtimmen die uͤbrigen Verhaͤltniſſe der Oekonomie, beſonders die Menge des nur zum Graswuchs geeigneten Bodens und etwa das Vor⸗ han den⸗

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