Der Fruchtwechſel. §. 359. Es iſt eine allgemeine Beobachtung, daß wenn eine Saat nicht wegen Schwaͤche und Fehler des Bodens, ſondern durch zufaͤllige andere Urſachen mißraͤth, oder ſehr geringen Ertrag giebt, dieſelbe Frucht im folgenden Jahre wenigſtens beſſer darauf fortkomme, wie ſie ſonſt in ihrer eigenen Stoppel
thun wuͤrde. Umgekehrt aber geraͤth eine Frucht in der Stoppel einer ihr angemeſſ enen Vorfrucht (z. B. der Weizen nach Klee oder Bohnen) um ſo beſſe ſer, je uͤppiger dieſe ſtand. Daſſelbe Gewaͤchs iſt
alſo fuͤr ſich ſelbſt durch ſtaͤrkern Ertrag erſchopfend;; fur ein anderes iſt es nicht alſo, ſondern eher be⸗
reichernd. 5
6. 360. 6
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Der Koͤrneranſatz, die Bildung der mehlichten Saamen und Subſtanzen iſt das, was den Erdbo⸗
den am meiſten zu erſchoͤpfen ſcheint. Werden die Pflanzen gruͤn abgeſchnitten, zur Zeit der Bluͤthe im Zuſtande ihres uͤppigſten Wachsthums gemaͤhet und abgefahren, ſo nehmen ſie wenig oder gar kei⸗ ne Kraft aus dem Boden, ſcheinen ſolche vielmehr unter gewiſſen Bedingungen zu verſtaͤrken,— eine Wahrheit, wovon mich ſo wie jeden genauen Beobachter jaͤhrlich neue Bemerkungen immer feſter uͤber⸗ zeugen. Entſchieden iſt es noch nicht, ob waͤhre end der Reifung des Saamens eine ſtaͤrkere Anziehung, beſonders des Kohlenſtoffs, aus dem Boden geſchehe. Aber gewiß iſt es, daß bei der Bildung und Reifung des Samens der Schleim der ganzen Pflanze konſumiret und dieſe in ein faſeriges Stroh ver⸗ wandelt werde. Es iſt alſo ein großer Unterſchied, ob die ſaftige Stoppel und Wurzel oder die duͤrre dem Acker zuruͤckbleibt, und ob dieſe Wurzel bei voller Lebensthaͤtigkeit noch kohlenſaures Gas in der Erde abſcheidet. Wie viel dieſe zuruͤbleibenden Wurzeln bewirken, hat man beim Spergelbau unter
andern bemerkt. Wird er gruͤn gemaͤhet, ſo verbeſſert er den Boden merklich, wird er aber, wie zu⸗
weilen geſchieht, geraufet, ſo ſoll er ſtark ausſaugen. Daher vielleicht auch das beſondere Erſchoͤpfende des Leins. Dieſe Thatſachen ſind ſo allgemein bekannt, daß die neuerlich von einigen, wie es ſcheint aus Widerſpruchsgeiſt erregten Zweifel gar keinen Eindruck machen koͤnnen, und deshalh keiner Wi⸗ derlegung beduͤrfen.
1§. 361.
Indeſſen gehe ich nicht ſo weit wie Einige, zu behaupten, daß alle nicht zum Saamenerſatz ge⸗ kommene Fruͤchte dem Boden gar nichts entzoͤgen, wenn ſie abgeerntet werden. Alle Knollen und Ruͤbenfruͤchte ſammeln in ihrer Stammwurzel gleichſam einen Vorrath nahrhafter Stoffe zur Ernaͤh⸗ rung ihres Triebes im folgenden Jahre. Dieſe Wurzel iſt gewiſſermaßen ein Magazin fuͤr dieſe, ihrer
Natur nach zweijaͤhrigen Pflanzen, woraus ſie im kuͤnftigen Fruͤhjahre ihren Bluͤtetrieb ernaͤhren ſol⸗
len. Blieben dieſe Wurzeln im Boden, ſo wuͤrden ſie allerdings, wie die Erfahrung und ſelbſt prak⸗
tiſche Verſuche im Großen gelehrt haben, ſehr kraͤftig duͤngen. Herausgenommen entziehen ſie dem Boden allerdings Nahrungsſtoff, ungeachtet ſie ihn in anderer Hinſicht durch die zu ihren Anbau noͤ⸗ thige Bearbeitung mechaniſch verbeſſern, und als Vorbereitung zu andern Fruͤchten von großem Nu⸗ en ſind. Wenn Gewaͤchſe dieſer Art, zu welcher auch verſchiedene Handelspflanzen zu rechnen, ihre Wurzeln, Stengel, Struͤnke und einen Theil ihres Laubes dem Boden hinterlaſſen, ſo geben ſie ihm einen Theil des Rahrungsſtoffes zuruͤck. 8 §. 362. Diejenigen Saaten, welche mit ihrem lockern aber dichtem Geſieder den Boden bedecken, brin⸗ gen auch auf der Oberflaͤche deſſelben eine chemiſche Veraͤnderung oder Wechſelwirkung mit den at⸗
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