Teil eines Werkes 
Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
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Der Fruchtwechſel. 21

Der Fruchtwechſel.

§. 355.

3 e Beobachter des Feld⸗ und Gartenbaues bemerkt, daß der Erdboden die Gewäͤchſe in ungleich groͤßerer Vollkommenheit hervorhringe, wenn man damit abwechſele, und daß eine Folgereihe derſelben nach Verſchiedenheit des Bodens Vorzuͤge vor einer andern habe. Wollte man den Anbau nur auf einzelne Gewaͤchſe oder Gewaͤchsarten beſchraͤnken, ſo fand man ſeit jeher noͤthig,

ſtoff durch die Natur bereit durfte dieſer Ruhe nicht; allein der Ackerbauer, der nur Koͤrner gewiſſer Art erzielen wollte, mußte ſelbſt bei ſtaͤrkerer Duͤngung ſeinem Acker jene Ruhezeit geben. Wo mit hoͤherem Betriebe des Acker⸗

ſchiedenheit nicht in der Verſchiedenheit der Naturgeſetze beim Acker⸗ und Gartenboden, ſondern nur darin liegen koͤnne, daß der Gaͤrtner neben der ſorgfaͤltigern Bearbeitung ſeines Bodens eine Abwechſe⸗ lung mit den Fruͤchten vernehme. Alte Nationen haben ſchon ihren Ackerbau nach dieſer auffallenden Erfahrung eingerichtet, ihn dadurch zu großer Vollkommenheit getrieben, und ſogar haͤufig zwei Fruͤch⸗ te in einem Jahre mit glucklichem Erfolge auf demſelben Boden gebauet. Die Roͤmer wußten zwar, wie nuͤtzlich eine fleißige Brachbearbeitung, Luftung und Sonnung dem Acker ſey, wenn er nur Weizen, Gerſte und Hafer oder aͤhnlichen Samen tragen ſollte; aber ſie wuͤßten, daß

Mutanis quoque requiescunt fructibus arva,

Nec nulla interea est inaratae gratia terrae. ſo ruhen Dir auch bei veränderter Frucht die Geſild' aus, hne daß Du den Zins der muͤßigen Brache verlierſt.

wie bei der Verſchieden

ſuchte alſo ſchon in der fruͤheſten Zeit der aufkeimenden Naturwiſſenſchaft dieſe Frage theoretiſch und

auf dem Wege der Analogie und Induktion aufzuloͤſen, und warf alſo die fernere Frage auf: ob die

verſchiedenen Pfanzenarten jede eines beſondern Nahrungsſtoffes beduͤrften,

um ihre eigenthuͤmlichen Saͤfte daraus zu bilden, und ob deshalb ein Boden dieſe beſondern Nahrungs⸗

ſtoffe enthalten muͤſſe, wenn eine Pflanze gewiſſer Art darin fortkommen ſolle? So wie die Frage hier n

ſcheiden war um ſo ſchwieriger, da die Erfahrung keine ganz uͤbereinſtimmende Antwort darauf gab, mheit

geſtellt war, mußte ſie bei laͤngern Beobachtungen und Verſuchen nothwendig dahin entſchieden wer⸗ den: daß jede Pflanze nicht eines eigenthuͤmlichen Nahrungsſtoffes beduͤrfe, ſondeyn ihr eigener Or⸗ ganismus aus jeder Pflanzennahrung ihre beſondern Saͤfte bereite. Pflanzen von den verſchiedenſten Eigenſchaften, die ſchaͤrfſten und giftigſten wachſen mit den mildeſten und zutraͤglichſten in demſelben Ballen Erde. Pflanzen der verſchiedenſten Art entziehen ſich neben einanderſtehend die Nahrung, wel⸗ ches ſie nicht thun wuͤrden, wenn ſie von ganz verſchiedenen Nahrungsſtoffen lebten. Auch beſtehen alle Pflanzen und alle verſchiedenen Theile und Saͤfte derſelben, wie man freilich erſt ſpaͤterhin entdeck⸗ te, aus denſelben Urſteffen. Die Hauptbeſtandtheile aller ſind Kohlenſtoff, Sauerſtoff und Waſſerſtoff, denen ſich mehrentheils etwas Azot, jedoch nur bei wenigen in betraͤchtlicher Menge beimiſcht, wozu noch wenige Erde und emiges Kali, bei einzelnen auch Phosphor und Schwefel ſich hinzugeſellt. Die⸗ ſe Beſtandtheile finden ſie in jedem fruchtbaren Boden ſaͤmmtlich, in ſofern ſie ſolche nicht aus der At⸗

Alte Erfahrun⸗ gen für den

Fruchtwechſel.

Theoretiſche Gründe für und gegen den Fruchtwechſel.