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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Die Koppelwirthſchaft. 213

zus erzeug Die Eilfſchlaͤgige. Sie nimmt zwei Saaten nach der gewohnlich ungeduͤngten Rauhbrache,

je Verfiß und drei Saaten nach der Miſtbrache, hat folglich vier Weideſchlaͤge. Sie war vormals die beliebteſte

Neſcie in Mecklenburg, und es giebt auch noch viele, die nicht bereuen dabei geblieben zu ſeyn. Auf gu⸗

veilen einen tem lehmigen Boden, dem die Ruhe und die Brachbearbeitung die ſeltene Duͤngung erſetzt, kann

hda hefe ſie mit wenigem Duͤnger und alſo auch mit geringem Wieſenwachſe ausreichen, und ihr Vieh maͤßig ausfuttern.

Die Zwoͤlfſchlaͤgige, welche nach jeder Brache drei Ernten nimmt, koͤmmt in ihren Ver⸗ haͤltniſſen der ſechsſchlaͤgigen gleich. Wenn ſie mit ihr gleichen Duͤnger gewinnt, ſo kann ſie der erſten Brache einigen Duͤnger geben, die zweite Brache aber um deſto ſtaͤrker duͤngen, und ſcheint mir dann

ander, un einen Vorzug vor der ſechsſchlaͤgigen zu haben, weil der Duͤnger hier vermindert wird, wo er weniger fruchtbare noͤthig iſt, und vielleicht gar Lagergetreide geben koͤnnte: aber um ſo ſtaͤrker dahin kommt, wo der theils wei Acker ſeiner bedarf. Kann ſie nur eine Brache oder alle zwoͤlf Jahr nur einmal duͤngen, ſo wird ihre Wo man ſi ſtarke Ausſaat einen nach Verhaͤltniß geringen Ertrag geben, und dennoch Erſchoͤpfung zuruͤcklaſſen. ſen. . Eeſ.. genugſan Die Folge der Fruchte iſt mit wenigen Ausnahmen die, daß man nur nach der Brache Winte⸗ Fecheidcge bei der vorigen rung, dann aber zwei⸗, drei⸗ und in einigen Faͤllen gar viermal Soͤmmerung, zuerſt gewoͤhnlich. gält. Sie Gerſte, dann Hafer nimmt. Huͤlſenfruͤchte werden im Ganzen wenig gebaut, und man nahm die chen Heu⸗ Erbſen, wenn man ſie bauete, haͤufig in Abtragſchlag. Der Ertrag derſelben an dieſer Stelle konnte liches aber wenig dazu aufmuntern. Jetzt werden ſie mehrentheils im dritten Fruchtſchlage geſaͤet, und dann nach

denſelben der Acker mit Winterung zu Graſe niedergelegt. Der Bau anderer Fruͤchte gehoͤrt noch zu

wins den Seltenheiten, die von neuerern Verbeſſerern eingefuͤhrt ſind, und die nicht in Betracht kommen

koͤnnen, wenn von der landuͤblichen Mecklenburgiſchen Wirthſchaft die Rede iſt. äͤge. Ste Den Acker laͤnger als vier Jahre zur Weide liegen zu laſſen, hat man in Mecklenburg nie rath⸗ Heugewim ſam gefunden, weil ſchon mit dem vierten Jahre die Ergiebigkeit derſelben ſehr abnimmt, nach dem⸗

. ſelben der Boden ſich aber gar vermooſet, und das Vieh nur kuͤmmerlich ernährt. Dies ruͤhrt wohl ift ſi aud weniger von dem Unterſchiede des Klima's und Bodens in Mecklenburg und Hollſtein, als von der ig erholen mehreren Erſchoͤpfung her, worin das Land zu Graſe niedergelegt wird. Von Camillo Tarellos Prinzip, den Duͤnger erſt mit der letzten Saat unterzubringen, oder gar auf den jungen Raſen zu

dier Wej ſtreuen, will man daſelbſt nichts wiſſen, und der Uebergang zu dieſer Methode, wo man den Duͤnger und da das gleichſam als ein Kapital erſt in den Boden belegt, wuͤrde freilich einen zu großen Verluſt in der Korn⸗ ten. Ee ernte nach ſich ziehn, obwohl dieſer durch die reichere Weide und dann durch die aus dem neuen Aus⸗ as auf dem bruch zu gewinnenden Fruͤchte in der Folge genugſam erſetzt werden koͤnnte. aber auch Die Einſaͤung des weißen Klees mit der letzten Frucht hat ſich in den neueſten Zeiten faſt allge⸗ htung, de mein verbreitet, und es giebt nur noch wenige, die ſolches aus Nachlaſſigkeit oder aus Anhaͤnglichkeit Oekonomt an die alte Form unterlaſſen, und ihm wenigern Rutzen fuͤr das Weidevieh als dem wilden Graſe zu⸗ geſtehen wollen. Die Hollaͤnder oder Molkereipaͤchter, deren Stimme doch hierin wohl entſcheidend gleich bor⸗ iſt, ſind aber ſo beſtimmt dafuͤr, daß ſie dieſe Einſaat zur Bedingung machen, wenn ſie ein hoͤheres a;, volzg⸗ Pachtgeld fuͤr die Kuh geben ſollen. Beſonders macht es im erſten Weidejahre einen großen Unter⸗ ſchied, wenn dieſer auch im zweiten und dritten nicht ſo merklich iſt. Wie man den Ertrag der Weide gen. nach der Art und Graswuͤchſigkeit des Bodens nach den abgenommenen Fruͤchten und nach den Weide⸗ Getreide⸗ jahren zu ſchaͤtzen habe, zeigt die dem§. 285. angehaͤngte Tabelle⸗ em gering⸗§. 38r. t mir ou⸗ Durch dieſe Wirthſchaftsart iſt ein benael nach der allgemeinen Ausſage aller aͤltern Leu⸗ Erfolg dieſer gat, funf⸗ uro) diete Wurrhſcheſer de. kallg ge aller altern Leu⸗ a3iothſchafts⸗ hal⸗ te durch die Dreifelderwirthſchaft erſchoͤpftes Land, waͤhrend eines Menſchenalters zu einer ungleich art.