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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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2u2 Die Koppelwirthſchaft. Rotationen ſo vervielfaͤtigt werden, daß n man die Wirthſchaft kaum mehr in dieſe Kategorie brin⸗ s. 3 gen kann. Vünn. unteri §. 345. a einer Die Z2t der Zuvoͤrderſt alſo entſteht die Frage, in wie viele Rotationen, und dann, in wie viel Schlaͤge ſnthonicte Schlagt. jeder Art ein Gut zu legen ſey. Man hat dieſe Zahl der Schlaͤge in Meklenburg fuͤr das Hauptpro⸗ helhaftet biem der Landwirthſchaft gehalten, und ſehr lebhaft daruͤber geſtritten, welche Zahl die vortheilhaf⸗ uu durth teſte ſey. Natuͤrlich hat man ſich nicht daruͤber verglichen, und wird ſich nie daruͤber vergleichen koͤn⸗ A wiſh nen, weil die Verhaͤltniſſe, wovon dieſe Zahl abhaͤngt, allenthalben verſchieden ſind. In jedem ge⸗ ſondenn gebenen Falle aber die zweckmaͤßigſte Zahl zu treffen, iſt freilich von großer Wichtigkeit. u 1* 2 1 §. 346. Miteaun Abtheilungen. Die Groͤße der Feldmark, ihre Form, ihre Lage gegen den Hof, ihre Unterbrechungen und die virhen, un der Schiage Verſchiedenheit des Bodens entſcheiden zuvoͤrderſt, ob alles in eine Rotation gebracht werden koͤnne, nmm, wes oder ob es in mehrere, mn Binnen⸗ und in Außenſchlaͤge gelegt werden muͤſſe. Die Anlegung i eber aue von Vorwerken oder beſondern Wirthſchaftshoͤfen fuͤr abgelegene Theile eines großen Gutes hat in angenonme Mecklenburg zu wenig Beifall gefunden, und die Feldfluren ſind fuͤr einen Hof faſt zu groß. Des⸗ ie Stuͦck I halb hat man haͤufig ſolches Land zu Außenſchlaͤgen, d. h. zu vernachlaͤßigten Acker machen muͤſſen, wodadro was ſeiner natuͤrlichen Guͤte nach dies Schickſal nicht verdiente, und wo es faſt allein auf die Er⸗ ͤ ſeyn.5 richtung eines Wirthſchaftshofes ankaͤme, um es nach einiger Zeit mit den Binnenſchlaͤgen in gleichen an Weide, Ertrag zu ſetzen. 8. und glaubt Dieſe Außenſchlaͤge werden ihrer Entfernung wegen ſehr vernachlaͤßigt, wenig oder vielmehr gar Purtermie nicht geduͤngt, und ſind hauptſaͤchlich zur Schafweide beſtimmt. Dazu paſſen ſie auch freilich in ih AKahes, rem jetzigen Zuſtande noch am beſten, indem die Schafe nicht nur bei hinlaͤnglichem Raume mit ſchlechah kömmnt a ter Weide vorlieb nehmen, ſondern auch abgetragenes Land durch ihren Weideduͤnger mehr wie us ge ded Rindvieh verbeſſern, wenn es lange dreeſch liegt. Wenn dieſe Schlaͤge den ihnen zukommenden Huͤ⸗ AFetracht denſchlag erhalten, ſo iſt dieſer am angemeſſenſten fuͤr ſie, weil an eine Miſtauffuhr, des weiten We⸗ Weide hei ges halber, kaum zu denken iſt. manche an ket des Ac 9. 347 nm Futter Rebenkoppein. die Nebenko ppeln ſind oft zur Aufhelfung einer Witthſchaft und um Gleichgewicht darimn an der 5 zu erhalten unentbehrlich. Sie muͤſſen den Viehſtand aufhelfen und durch ihre groͤßere Futterproduk⸗ an aber tion den ſaͤmmtlichen uͤbrigen Acker in Kraft erhalten. Wo ſie fehlten, hat man zuweilen einen Haupt⸗ Aͤu bewerd ſchlag aus der Rotation genommen, und ihmi in. ſolche Rebenkoppeln zertheilt. nehreten! 5. 348.. 5 Hauptſchlaͤge. Bei der Ausmittelung der Schlagzahl in der Hauptrotation muß Ruͤckſicht genommen cen, n werden: ANAbeitsb 1) Auf die Art des Bodens. Der ſandigerer Bodem verbeſſert ſich durch laͤngere Ruhe 4) mmehr, als durch haͤufiges Pfluͤgen, und eine oͤftere und ſtarke Brachbearbeitung nutzt ihm wenig, dinn u kann ihm vielmehr ſchaͤdlich werden. Er braucht aus dem Deeſche nicht vor Winter umgebrochen zu mrertrag werden, ſondern es iſt mehrentheils fruͤh genug, wenn dieſes in der Mitte des Sommers geſchieht. Won. u Er kann aber auch ohne Sommerpfluͤgen im Jahre des Umbruchs nach Hollſteiniſcher Art beſtellt werden, iher Ve am vortheilhafteſten mit Buchweizen, welcher ihn faſt beſſer zur Winterung vorbereitet, wie die Brache. 9

Der ſtarklehmige Boden hingegen wird nur durch haͤufiges Sommerpfluͤgen zu großer Fruchtbarkeit ade, da