Teil eines Werkes 
Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

deues, wet⸗ haͤufig fuͤf entner, die er auch vor⸗ vorzuͤglich⸗

er nach dem ſchieht, wel hnt ſo, wie

nicht ohne zm in ſeiner mbeſten auf m Vor⸗ und Waſſer frei

die Moͤglich⸗ Beide kennen ht werthlos. chlagt. In⸗

ſchaͤtzen, da phyſiſche Be⸗ nmungen eine iſſen Kopfzahl

em Eigenthü⸗ er Werth die⸗ es davon hat, f zu nehmen, utzte Grund⸗ nderer Benu⸗

eignen Ackeen hnet. Wenn onders in Aa⸗ i der berech⸗ ſo geht doch r ohne Erſot

erthſchaͤtzung eines Landguts. 29

aufzugeben nicht ſchuldig iſt. Die Hauptbenutzung derſelben iſt ohne Zweifel fuͤr die Schaͤferei, ſo daß manche, obwohl faͤlſchlich, geglaubt haben, daß Schaͤfereien ohne ſolche nicht beſtehen koͤnnten. Um ihren Werth auszumitteln, muß man beſtimmen, wieviel auf Boden dieſer Art und bei dieſer Duͤn⸗ gung auf einen Kopf Vieh erforderlich ſeyn wuͤrde, wenn der Acker den ganzen Sommer hindurch dreiſch oder zur Weide laͤge. Sodann muß man die Dauer der Weidezeit, deren Anfang und Ende nach der Obſervanz und Beſtellung verſchieden iſt, beruͤckſichtigen, und endlich die Vegetationsperiode, worin ſie faͤllt, indem naͤmlich dieſe in den fruͤhern Monaten immer ſtaͤrker, wie in den ſpaͤtern iſt. Die Brachbehuͤtung iſt in den neuern Zeiten faſt allenthalben durch die Berechtigung, einen Theil der Bra⸗ che zu beſtellen, eingeſchraͤnkt worden, in einigen Gegenden jedoch nicht, und es muß hier die Erlaub⸗ niß dazu von dem Triftberechtigten beſonders eingeholt, und mit einem Aequivalent bezahlt werden. So iſt auch der Termin, wo der zu brachende Acker zum erſtenmale umgebrochen wird, bald willkuͤhr⸗ lich, bald fruͤher oder ſpaͤter beſtimmt; und da dieſe Weide mit dem erſten Umbruche ihren Werth zum groͤßten Theile verliert, ſo iſt hierauf bei Wuͤrdigung derſelben beſonders Ruͤckſicht zu nehmen. So wie der Verſtand ſein Licht uͤber die Angelegenheiten des Ackerbaues mehr verbreitet, darf man erwar⸗ ten, daß dieſe alte, wohl mehrentheils erſchlichene Berechtigung wird aufgehoben werden, jedoch, der Gerechtigkei nach, nicht ohne billigen Erſatz fuͤr den wirklich daraus gezogenen Vortheil.

3) Auf Wieſen, im Fruͤhjahre und nach geſchehener Aberntung mit einem oder zwei Schnit⸗ ten. Hier kann ebenfalls nur von der Berechtigung auf fremden Wieſen die Rede ſeyn, und der Werth derſelben richtet ſich nach der Guͤte des Wieſengrundes, nach der Dauer und der Jahreszeit. Der Vortheil derſelben iſt ebenfalls ſehr geringe gegen den Nachtheil, der dem Wieſenbeſitzer dadurch zuge⸗ fuͤgt wird, es ſey denn, daß ſie durch eben die Bedingung beſchraͤnkt waͤre, die ſich der Wieſenegen⸗

thuͤmer feſtſetzen muͤßte, wenn er ſie mit eignem Vieh betriebe.

4) Im Holze oder Waldungen. Hierbei kommt es auf die Beſchaffenheit des Forſtgrun⸗ des, auf die Art des Holzes und auf den ſtaͤrkern oder ſchwaͤchern Beſtand deſſelben an. Die in nicht zu naſſen Elſenbruͤchen, dann in Birken⸗ und Eichenhoͤtzern iſt die beſſere, in Buchen⸗ und Nadelhoͤl⸗ zern von ſehr geringer Bedeutung. Dann macht es einen Unterſchied, ob der Boden nur mit hohem

oder auch mit Unterholze beſetzt iſt, und in welcher Dichtheit und Staͤrke beide ſtehn. Je dichter und

ſtaͤrker das Holz, um ſo ſchlechter iſt die Weide, nicht bloß in Hinſicht des Raumes, ſondern auch der mindern Nahrhaftigkeit des Graſes, welches im Schatten waͤchſt. Der geringe Nutzen, den auch die⸗ ſe Weide giebt, ſteht ebenfalls in keinen Verhaͤltniſſen mit dem Verderben, welches ſie der Forſtkultur bringt, und deshalb iſt Aufhebung derſelben eine unbedingte Forderung der geſunden Vernunft. Sie iſt mehrentheils durch die Berechtigung des Forſteigenthuͤmers, einen Theil in Zuſchlag oder Scho⸗ nung zu nehmen, beſchraͤnkt.

5) Auf Mooren und Bruͤchern. Hier kommt es darauf an, ob es Schwarz⸗ oder Hoch⸗ Moore, die nur Haide und andere ſchlechte Kraͤuter tragen, oder Gruͤnlandsmoore, die auf einer mil⸗ den und modrigen Oberflaͤche den Wuchs beſſerer Graͤſer beguͤnſtigen, ſind. Letztere pflegen aber an dem Fehler der Saͤure zu leiden. Ferner aber fragt ſich's, in wiefern ſie trocken und dem Viehe zu⸗ gaͤnglich ſind, und dann, ob durch Beſchlammung g des Graſes ſolches dem Viehe nicht widrig und ſei⸗ ner Geſundheit nachtheilig werde.

Beſtimmter kann uͤber die Benutzung und den relativen Werth dieſer Weiden erſt an einem an⸗

dern Orte gehandelt werden. In den gewoͤhnlichen Anſchlaͤgen kommt ihre Benutzung unter der Ru⸗ brik der Viehnutzung zu ſtehen.

Die Berechtigung, ſolche Weiden zu betreiben, t zuweilen unbeſchraͤnkt, mehrentheils aber auf eine

gewiſſe Kopfzahl von jeder Viehart, oder nach Maßgabe deſſen, was der Hof durch ſelbſtgewonnenes Win⸗

terfutter durchwintern kann. Kommt es in letzterem Falle auf eine genauere Beſtimmung dieſer Berechti⸗