26 Werthſchaͤtzung eines Landzutz.
A naſb 2) ſtarken Gerſtboden, der bei ſechsjaͤhriger Duͤngung zweimal nach der Winterung Gerſte traͤgt. na Da manche annehmen, daß ein ſolcher Boden ſich in der erſten Saat auch zum Weizen qualifizire, o Föau ſt ſetzen ſie ihn mit dieſem in eine Klaſſe. Andere aber unterſcheiden ihn richtiger davon, indem mancher Frim Boden der Gerſte ungemein zutraͤglich, fuͤr den Weizen aber nicht ſo geeigner ſeyn kann, daß er ihn Scdens mit groͤßerem Vortheil wie Rocken truͤge. Dagegen kann der gebundene, dem Weizen mehr als d em gnit dt Rocken zuſagende Boden fuͤr die Gerſte minder geeignet ſeyn, und mit weit geoͤßerem Vortheil in jeder Baüiſ Saat Hafer tragen. e. N b) ſchwacher Gerſtboden, der nur in der zweiten Frucht nach dem D Duͤnger, Gerſte traͤgt, dem un zäd man in der vierten aber Hafer, obwohl mit geringem Erfolge tragen laͤßt furu Wo große und kleine Gerſte gebaut wird, nennt man jenen auch großen Gerſt⸗, dieſen kleinen“ Ing Gerſtboden. dlemt 3) Haferacker, welcher nach der Winterung Hafer traͤgt. Eigentlich gehoͤrt in dieſe Klaſe nuu güüm u der zaͤhe, ſogenannte kalkgruͤndige Boden; denn jeder andere, der mit Vortheil Hafer traͤgt, waͤre 3 4 ta g bei gehoͤriger Kultur auch im Stande, Gerſte zu tragen. Im Allgemeinen ſetzt man aber auch denje⸗ 3. 36 nigen Boden in dieſe Klaſſe, den man fuͤr Gerſte zu leicht oder zu loſe haͤlt. Man unterſcheidet 3 8 a) ſtarkes Haferland, welches bei neunjaͤhriger Düngung ledezmaß nach der Winterung, alſo Ean
dreimal Hafer traͤgt. Geundi b) mittleres Haferland, welches man im achten Jahre nach der Duͤngung ruhen laßt..
c) ſchwaches Haferland, dem man nur einmal unter dieſen Umſtaͤnden Hafer abnimmt. jübadrduc
4) Nockenacker, welcher in der Dreifelderwirthſchaft nur alle drei Jahr Rocken traͤgt, nach dem⸗ ſelben aber keine Kraft zu einer andern Frucht mehr hat, ſondern zwei Jahre ruhen muß. Kchſt Sechsjaͤhriges, neunjaͤhriges und zwoͤlfjaͤhriges Rockenland nennt man ſolches, welches nur Manh alle ſechs, neun oder zwoͤlf Jahre mit Rocken beſtellt wird und außerdem ruht. Hierzu gehoͤrt das aiagung ünss entfernte Außenland, welches nie Duͤnger erhaͤlt, und deſſen ſchlechte Qualitaͤt dann mehrentheils Atareden, nicht von ſeiner Grundbeſchaffenheit, ſondern von dieſem Duͤngermangel herruͤhrt. Die Kraft, wel⸗ heit, diß che die Natur dieſem Lande durch die Grasnarbe, oder die ihm der verſtreute Weidemiſt der Schafe Nmuun ei Vuun giebt, wird durch die Rockenſaat ſogleich wieder ausgeſog gen, und ſo der Boden in dem unfruchtbaren acch Anbau Zuſtande erhalten. Weeen das So viel Schwankendes dieſe Klaſſifikation auch hat, ſo iſt ſie doch u unter den gewöhnlich ange⸗ güche geden nommenen noch die genaueſte, und zugleich die, welche den meiſten Anſchlaͤgen zum Grunde liegt. Tuhthater Deshalb muß ſie ein jeder Landwirth kennen, der ſeiner Beurtheilung des Bodens auch beſtimmtere duch der Der Begriffe unterzulegen weiß, ſich aber in jeder Gegend, wohin ihn das Schickſal fuͤhrt, genauer erkun: ngs, weege digen, welchen Boden man nach ſeinen phyſich⸗ chemiſchen Beſchaffenhel ten in jede dieſer Klaſen z 1u3 8 J ſetzen pflegt. imm 5. 24 8 aiſaui Die ſlechte Jeder verſtaͤndige Landwirth wird ſich bei der Auswahl eines Gutes mehr durch die Guͤte des’ ue Qualitat des Ackerbodens, als durch die Groͤße deſſelben beſtimmen laſſen. Die ſchlechtere Qualitaͤt kann ſehr ſel⸗ 5 Bedenurmin ten durch die groͤßere Oberfaͤche kompenſirt werden. Es giebt ſolchen Boden, der als Ackerland durch⸗ md Quantitaͤt er⸗ eaus gar nichts werth iſt, und genau gerechnet nie die Koſten ſeiner Bearbeitung uͤbertraͤgt, wo folglich vartha jett. 500 Jochart nicht* Jochart guten Bodens in Hinſicht auf Fruchtbau gleich zu ſchaͤtzen waͤre. Traͤgt ein Boden nach der Duͤngung nicht vier Saaten zu 73 Metze per Jochart ab, ſo kann man ihn in dar I der That gar keinen Werth als Ackerboden beilegen, es ſey denn, daß man unzweifelhaft wirkſane jeriber eſt Mittel zu ſeiner Verbeſſerung habe, z. B. angemeſſenen Mergel und Schlamm in der Naͤhe, wo man a evohali
dann bei dem Ankauf ſo rechnen muß, als kaufe man nur den Raum, um ſich einen zutraͤglichen Acker⸗ eaber beiw


