„3. B. bei n Boden; ur darge⸗ hen kann, ne klarere
herausge⸗ h der Land⸗ ztigen Ver⸗ behandelt, por Ausar⸗ Auſehung
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Dieſes
Das Kapital. 17
Dieſes Betriebskapital iſt die bewegende Kraft der ganzen Wirthſchaft; von demſelben wird die Arbeit bedingt, und dieſe iſt es, welche eigentlich den Ertrag des landwirthſchaftlichen Gewerbes hervorbringt. Daher ſteht dieſer naͤchſt den Talenten und dem Fleiße des Betreibers— beſondere Gluͤcks⸗ und Ungluͤcksfaͤlle abgerechnet— immer im Verhaͤltniß mit jenem Kapital.
Die Schwierigkeit und die Koſtbarkeit, dieſes Kapital zu erhalten, die Hoͤhe der Zinſen, welche da⸗ fuͤr gezahlt werden muͤſſen, oder die Gelegenheit, mit ſeinem Kapitale in andern Gewerben einen hoͤhern Ge⸗ winn machen zu koͤnnen, ſind das, was die Landwirthſchaft, und folglich die Produktion des Grundes und Bodens am meiſten zuruͤckhalt. Dagegen wird jede Erleichterung in der Erlangung dieſes Kapitals, und je⸗ der Aureiz, ſeine Kapitale in dieſes Gewerbe zu belegen, den Zuſtand der Landwirthſchaft am ſicherſten he⸗ ben. Und da hierdurch nothwendig eine hoͤhere Produktion bewirkt wird, ſo muß durch die Wohlhabenheit des Landmanns und durch den Gewinn, den ihm ſein Gewerbe giebt,— indem er nehmlich dadurch nur bewogen werden kann, ſein erworbenes Vermögen in ſeinem Gewerbe ſtehen zu laſſen— Ueberfluß und Wohlfeilheit der Produkte gegen die Meinung der meiſten Kurzſichtigen bewirkt werden.
§. 52.
Um einen klaren Begriff vom landwirthſchaftlichen Gewerbe zu bekommen, iſt es noͤthig, dieſe Renten dieſer
Kapitale und die Renten, welche ſie geben, wohl abzuſondern.
Das Grundkapital oder der Werth des Guts kann nur als ein, mit hoͤchſter Sicherheit auf Zinſen belegtes Kapital angeſehen werden, und muß diejenigen Zinſen geben, die man von einem ſol⸗ chen, bei der moͤglich hoͤchſten Sicherheit, erhalten kann. Ein mehreres kann man von ſelbigem nicht verlangen.
Das ſtehende Kapital oder das Inventarium— obwohl wir annehmen, daß es vom Be⸗ triebskapitale in immer gleichem Zuſtande erhalten werden muͤſſe, weshalb man es unter dieſer Bedin⸗ gung auch eiſern nennt— iſt doch immer mehreren Gefahren als das vorhergehende, oder der Grund und Boden, ausgeſetzt; indem es Ungluͤcksfaͤllen unterworfen iſt, bei denen der Eigenthuͤmer deſſelben
zu verlieren Gefahr laͤuft, weshalb man auch haͤufig durch Aſſekurationen ſolches zu ſichern pflegt. Waͤ⸗
ren die Zinſen des Grundkapitals zu 4 Prozent anzunehmen, ſo muͤßten ſie fuͤr dieſes ſchon zu 6 Pro⸗ zent berechnet werden.
Das umlaufende oder Betriebskapital iſt den groͤßten Gefahren unterworfen, iſt die
Bedingung des ganzen Gewerbes, und erfordert zu ſeiner Verwaltung große Aufmerkſamkeit und Kenntniſſe. Deshalb muß es, wie das Betriebskapital jedes Gewerbes, hohe Zinſen tragen und min⸗ deſtens zu 12 Prozent angeſetzt werden. Denn hierin beſteht der Vortheil, der eigentlich aus dem Ge⸗ werbe hervorgeht.
Wenn demuach ein Eigenthuͤmer ſein Gut ſelbſt bewirthſchaftet, ſo muß er wohl unterſcheiden, wie
er den Ertrag ſeines Gutes als Rente dieſer verſchiedenen Kapitale zu berechnen hadbe. Den Grundwerth ſei⸗ nes Guts mwuͤrde er auch verzinſ't erhalten, wenn er es verpachtete oder verkaufte, und das Kapital ander⸗ waͤrts ſicher belegte. Daſſelbe waͤre der Fall mit dem Iuventarium, wenn er es etwa unter gleicher Unſicher⸗ heit einem andern uͤberließe. Die Ziuſen beider müſſen alſo vom Ertrage der Wirthſchaft abgezogen werden, und was dann bleibt, iſt der reine Erwerb der Wirthſchaftsfuͤhrung, der aus dem angelegten Betriebskapital hervorgeht, und der mit dieſem in Verhaͤltniſſen ſteht, wenn man gleiche Keuntniſſe und Fleiß vorausſetzt. Woltte man noch genauer unterſcheiden, ſo koͤnnte man noch ein beſonderes Kapital geſammelter Kenntniſſe,—
Kapitale.
welches allerdings nur durch Anſtrengung und Aufwand gleich andern Kapitalen erworben wird— annehmen,
und wenm z. B. ein geſchickter Wirthſchaftsverwalter, einen uͤber Verhaͤltniß jener ſaͤmmtlichen Kapitale hiu⸗ ausgehenden Ertrag durch ſeine Geſchicklichkeit hervorbraͤchte, ſo waͤre der Ueberſchuß ſeinem Kenntnißkapi⸗ tale zuzuſchreiben..
§. 53.
Durch dieſe genaue Unterſcheidung wird der hoͤchſt fehlerhafte Schluß vom Ertrage eines Land⸗ guts auf deſſen Werth vermieden, und wiederum das Schwankende der Erwartungen, die man ſich nach dem Grundwerthe des Guts oder vom Ertrage der Wirthſchaft macht, feſter beſtimmt.
Erſer Theil. C
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