Begruͤndung der Lehre. 9 der Ra Deeshalb muß ſich der wiſſenſchaftliche Vortrag der Ackerbaulehre unerlaͤßlich auf richtige phyſi⸗
kaliſche und chemiſche Begriffe gruͤnden, und wir muͤſſen durch ſie ſo tief wie moͤglich auf den Grund 6 ſch die der Erſcheinungen zu kommen ſuchen, weil wir nur dann mit Gluͤck in unſeren Unterſuchungen arbeiten, dgen ſon und um ſo zahlreichere und richtigere Folgen ziehen koͤnnen, je tiefer wir zu den Gruͤnden der Naturer⸗
ſcheinungen eindringen. Nur duͤrfen wir keine Stufe uͤberſpringen, ſonſt dringen wir nicht ein; wir ſtuͤrzen in den Abgrund der
ie, iſt Muthmaßungen und dunklen Begriffe, welche zwar die Phantaſie beſchaͤftigen koͤnnen, den Verſtand aber
ancherle verwirren. o 8 . 29. 8 ng unſe⸗ Da der Landwirth ſich mit der Erzeugung, dem Wachsthum und der Vollendung der Pflanzen Pflanzenkunde. hauptſaͤchlich beſchaͤftigt, ſo iſt die Kenntniß von der Organiſation und Natur der Pflanzen ſowohl mnit le.(Pflanzenphyſiologie), als die von ihren charakteriſtiſchen Unterſcheidungszeichen, ihren natuͤrlichen und kuͤnſtlichen Ordnungen und ihren Benennungen(Botanik), der Landwirthſchaftslehre unent⸗ behrlich. §. 30. 1 lich und Und da der Landwirth ferner die Produktion der Thiere und der thieriſchen Subſtanzen zu ſeinem rhiertunze. d gedtd⸗ Geſchaͤfte macht, ſo iſt, um das richtige Verfahren hierbei auszumitteln, nicht minder die Kenntniß 68 ur dderr thieriſchen Natur und ihrer Abweichung vom geſunden Zuſtande, der Lehre hoͤchſt wichtig. aber ver⸗§. 31. ng leiten, Ohne die Grundſaͤtze der reinen Mathematik kann keine Wiſſenſchaft ſich ausbilden. Die Land⸗ Mathematik. Es muß wirthſchaft bedarf aber mehrerer Theile der angewandten Mathematik, vorzuͤglich der Rechenkunſt im was nur ausgedehnteren Sinne des Worts, des Kalkuls zur mannigfaltigen Berechnung der Verhaͤltniſſe, und den darf. der genauen Buchhaltung, um ſichere Data zu bekommen; ferner der Flaͤchen⸗- und Hoͤhen⸗Meßkunſt, aam, wo⸗ der Mechanik, der Hydraulik und Hydroſtatik, und der Baukunſt. womit ſie. 3§. 32. Zur Entwickelung der Lehre ſind endlich politiſche, ſtaatswirthſchaftliche, rechtskundige und merkantiliſche Kenntniſſe und richtige Begriffe aus allen dieſen Faͤchern nicht zu entbehren. aden, um 3§. 33. eln, änen Und da mancherlei Bereitungen ſelbſt gewonnener Produkte den daraus zu ziehenden Nutzen er⸗ 1 Zeiten b hoͤhen, und ſolche vortheilhaft auf das Ganze der Wirthſchaft zuruͤckwirken, ſo ſind manche technolo⸗ ewigen Ge⸗ giſche Kenntniſſe erforderlich. Sie ſind ſelbſt in Hinſicht ſolcher Producte nuͤtzlich, die der Landwirth aus phyſ- an den Fabrikanten verkauft, um den Werth derſelben fuͤr dieſen, und wie der Werth erhoͤhet werden ichtung be⸗ koͤnne, zu erkennen.. Glechheit Die Landwirthſchaftslehre muß alſo aus allen dieſen Wiſſenſchaften Saͤtze zur Begruͤndung der it dies ge⸗ ihrigen entlehnen, und folglich dieſe Wiſſenſchaften in ihrem ganzen Umfange zur Hand haben, obwohl beromme ſie ſelbige nicht ſelbſt vortraͤgt.— 3 ihrem un⸗ 8 4 wir 8 z. In den Begruͤndung des Gewerbes. groß iſt der. 3 heten, de..§. 34. eoĩdent e⸗ Zum Betriebe des Gewerbes wird vor allen erfordert: 1) ein faͤhiges Subjekt; 2) Kapital;
3) ein Landgut. des⸗ Erſter Theil. B
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