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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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8 3 8 Begruͤndung der Lehre.

te gewachſene Maͤnner in die Lage zu ſetzen, wo ſie ihre Zeit und Talente ganz der Erforſchung der Na⸗ tur zum Beſten der Landwirthſchaft und des allgemeinen Wohlſtandes widmen koͤnnten. Oekonomiſche Soeietaͤten, welche zur Befoͤrderung der Wiſſenſchaft geſtiftet worden, ſollten ſich die Anſtellung ſolcher Verſuche und die Vertheilung derſelben unter ihre Mitglieder vor allem angelegen ſeyn laſſen; ſo wie es die Mecklenburgiſche Societaͤt thun wollte.

. 8§. 26. 2. 13 Beobachtun⸗ Da aber bis jetzt die Zahl ſolcher genauen Verſuche noch zu geringe iſt, ſo muͤſſen wir die, viel⸗ Hen⸗ leicht ſchon zu große, Sammlung von bloßen Beobachtungen und von Nachrichten, uͤber mancherlei

angeſtellte Proben, bei aller ihrer Unvollkommenheit zu Huͤlfe nehmen, und ſie zur Begruͤndung unſe⸗ rer Wiſſenſchaft benutzen..

Haben ſich doch Wiſſenſchaften ausgebildet, die außer der Beobachtung der Wirkung unbekannter Po⸗

tenzen und einzelner ſehr unvollkommener Proben noch weniger von reinen Erfahrungsſaͤtzen zum Grunde le⸗ gen konnten, z. B. die Mediein.

§. 27.

4 Es gehoͤrt aber viele Vorſicht und Scharfſinn dazu, um in dieſes verworrene Chaos Licht und Ordnung zu bringen. Es muͤſſen jene aufbehaltenen Beobachtungen nicht bloß geſammelt und geord⸗ net, ſondern auch von allen Seiten betrachtet, mit einander verglichen, zuſammengepaßt, nach be⸗ kannten Thatſachen und den vorhandenen genauern Verſuchen gepruͤft werden. So laſſen ſich aus ihnen wichtige Reſultate herausziehen, die zwar mehr oder minder evident ſind, denen man aber ver⸗ nuͤnftiger Weiſe ſeinen Beifall nicht verſagen kann, und die zu einer genauern Unterſuchung leiten, woraus dann endlich ihre Beſtaͤtigung oder Widerlegung unwiderſprechlich hervorgehen muß. Es muß nur dasjenige wohl unterſchieden werden, was mit mehrerer oder minderer Zuverſicht, und was nur auf eine zweifelhafte Art, nach der bis jetzt mangelhaften Erfahrung, angenommen werden darf. Viel weiter wuͤrden wir auch hierdurch ſchon gekommen ſeyn, wenn nicht die laͤcherliche Schaam, wo⸗ mit die meiſten Landwirthe fehlgeſchlagene Verſuche verheimlichen, und die Uebertreibung, womit ſie gluͤckliche erzaͤhlen, die Fortſchritte aufgehalten haͤtte,

2§. 28. 1 Beihuͤlfe der Eine große Beihuͤlfe zur Begruͤndung unſerer Wiſſenſchaft, und insveſondere einen Faden, um manſeß uns aus dem Labyrinthe der gehaͤuften, mehrentheils einſeitigen Erfahrungen herauszuwickeln, einen

Pruͤfſtein, um ihren Gehalt und ihre Aechtheit zu erforſchen, giebt uns die in den letzteren Zeiten ſo hoch vervollkommnete Naturwiſſenſchaft. Die Natur wirkt allenthalben nach gleichen und ewigen Ge- ſetzen, und nur durch Benutzung der Naturkraft wirkt der dandwirth. Deshalb laſſen ſich aus phyſi⸗ kaliſch⸗chemiſchen Kenntniſſen fuͤr den Ackerbau theils direkte Regeln ableiten, theils die Richtung be⸗ ſtimmen, die wir bei unſeren Unterſuchungen zu nehmen haben. Wenn nur durch jene die Gleichheit und die Ungleichheit des Bodens und ſeine Beſtandtheile beſtimmt ausgemittelt worden, ſo iſt dies ge⸗ nug, um uͤber die haͤufige Ungleichheit des Erfolgs bei angeſtellten Operationen Licht zu bekommen. Seit jeher hatten jene Wiſſenſchaften Einfluß auf die Lehre vom Ackerbau gehabt, und aus ihrem un⸗ vollkommenen Zuſtande waren manche Vorurtheile und falſche Begriffe mit heruͤber gebracht, die wir nicht anders, als durch die Benutzung der nun berichtigten Naturkenntniſſe entfernen koͤnnen. In den neueſten Zeiten iſt vorzuͤglich die Chemie zur Bereicherung der Ackerkunde angewandt, und groß iſt der Gewinn, den ſelbſt die Praxis ſchon davon gehabt hat. Wir koͤnnen jetzt manche Wahrheiten, die wir nach unſeren Beobachtungen auf dem freien Felde und Wirthſchaftshofe nur ahneten, evident er⸗ weiſen, und manche angenommene Vorurtheile widerlegen. Des⸗

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