Gruͤn⸗ ehrt— 8 Geſetz
zur Er⸗ rlernun⸗
ſchaft ſo
ann alſo
alfe jeden angſamen ing waͤhlt, rhaͤlt, der
ill; ſo der
r Wiſſen⸗ n und die u koͤnnen. Begriff
eiſten ent⸗
ſchtsvollern voll perſon⸗ n nur Alles
genden und , durchaus genommene Verhaͤltniſ⸗ ahre ratio⸗ eit nimmt,
eſen ſelbſt verweben. her leſen,
je Reſul⸗ e bis auf
Begriff der rationellen Landwirthſchaft. 5
ihren erforſchbaren tiefſten Grund erklaͤren, Licht uͤber alle Operationen verbreiten, den Grund und Un⸗ grund angenommener Meinungen aufdecken, und in jedem individuellen Falle zur Selbſterfindung der Regel fuͤhren, die wir zu befolgen haben, und jeden Erfolg derſelben vorauszuſehen und zu berechnen lehren. Da der wiſſenſchaftliche Landwirth dieſe ſelbſt erfundene Regel immer richtiger verſteht, wie die von einem andern mitgetheilte, und ſie ſich im Momente der Anwendung ſeinem Verſtande klarer darſtellt, ſo wird er ſie vollkommener ausfuͤhren, und jede waͤhrend der Ausfuͤhrung noͤthige Modifi⸗ cation treffen. Nur dieſe wiſſenſchaftliche Lehre kann die Widerſpruͤche der von einzelnen Wahrneh⸗ mungen abgezogenen Regeln vereinigen, und die Erfahrungen ſichten und laͤutern. Sie erweckt das
Talent uͤber alle bei der Ausfuͤhrung des Gewerbes vorkommenden Faͤlle, ſelbſt zu urtheilen und auf
eigenes Urtheil einen Entſchluß zu gruͤnden. Auch ſetzt ſie uns allein in den Stand, uͤber das Verfah⸗ ren anderer richtig zu urtheilen, und lehrt uns, voreiligen Tadel zuruͤckzuhalten, zu welchem der bloß kunſtgerechte Landwirth ſo geneigt iſt..
Viſſenſchaftlich iſt die Landwirthſchaft nur in einzelnen Theilen, nicht im ganzen Zuſammenhan⸗ ge und von allgemein guͤltigen Gruͤnden ausgehend, gelehrt worden. Die Lehre war entweder bloß empiriſch, auf beſondere Lokalitäten und individuelle Anſichten gegruͤndet, oder, wenn ſie ſyſtematiſch
2
und allumfaſſend ſeyn ſollte, eine Compilation von Fragmenten, ein Gemenge widerſprechender Reſul⸗
tate heterogener Erfahrungen.
Alle Wiſſenſchaften dieſer Art haben nur Fortſchritte durch ſolche Koͤpfe gemacht, welche Theorie und eigene Praxis— Wiſſenſchaft und Ausfuͤhrung— vereinigten. Die Theorie des Ackerbaues hat bisher faſt nur ſolche Koͤpfe beſchäftigt, die wenig Praxis und Gelegeuheit zu Beobachtungen und Pruͤfungen hatten. Dagegen hatten die Praktiker nur ihre Wirthſchaftsart vor Augen, und zu wenig Bekanntſchaft mit den Er⸗ fahrungen anderer und den Entdeckungen der Naturforſcher. Und da es ihnen uͤberdem an mathematiſchen, logiſchen und Sprachbegriffen fehlte, ſo verirrten ſie ſich, ſobald ſie aus ihrer engern oder weitern Sphaͤre heraustraten.
Begrundung der Lehre.
§F. 14.
Die Wiſſenſchaft des Ackerbaues beruht auf Erfahrung, und es koͤnnen nur die an eine Erfah⸗ rungs⸗Wiſſenſchaft zu machenden Forderungen an ſie ergehen. Ihr Grundſtoff iſt empiriſch, d. h. durch ſinnliche Wahrnehmung gegeben. Waͤre die Erfahrung aber auch ganz empiriſch, ſo iſt doch die Entwickelung der Reſultate und die Conſtruction der Wiſſenſchaft das Werk des Verſtandes.
1§. 13. 4 Aber ſchon Erfahrung an ſich iſt nicht bloß ſinnliche Wahrnehmung, ſondern begreift Refle⸗ rion uͤber das Wahrgenommene in ſich. Der Begriff der Kauſalitaͤt, oder daß eine Erſcheinung die Wiekung einer andern ſey, liegt jeder Erfahrung zum Grunde, und folglich iſt jede aus ſinnlicher Wahrnehmung und aus Thaͤtigkeit des Verſtandes zuſammengeſetzt..
Es iſt auch dem roheſten Menſchen eigen, bei jeder beachteten Erſcheinung nach der Urſache zu fragen,
und Etwas ohne Urſach kann ſich keiner denken. Die Urſache einer Erſcheinung muß die Wirkung einer andern ſeyn, und dieſe muß wiederum eine andere Urſache haben. So denkt ſich jeder Menſch eine Kette von Urſachen ſo lang, als es moͤglich iſt, nimmt oft die Phantaſie zu Huͤlfe, um ſie zu verlaͤngern,— laͤßt die Welt auf einen Rieſen, den Rieſen auf einen Elephanten, und den Elephanten auf einer Schildkroͤte ruhen— muß aber endlich auf einen Punkt kommen, wo er keine Urſach der Urſachen mehr finden kann. Die letzte Urſach nennen wir dann Kraft, wel⸗
Auf Erfah⸗ rung.
Was Erfah⸗ rung ſey⸗


