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An dem steilen Abhange der Hügel wurden die Quellen abgeleitet, durch sanft- leitende, queer durch den Abhang geführte Abzüge, um den schnellen Lauf des Was- sers, und das Fortreiſsen des Bodens zu verhüten; indem ein zu starkes Gefälle, so wie gar keines, der Dauer einer Wasserleitung gleich nachtheilig ist.
[Materialien.] Nach den verschiedenen örtlichen Umständen und Zwecken der Anlage, verdient eines oder das andere Ausfüllungsmaterial den Vorzug. Holz, Rasen und Stroh, sind in Grasländereien eben so brauchbar als Steine, und in mancher Hin- sicht verdienen sie den Vorzug, indem ihre Ausbesserung mit wenigern Umständen ver- knüpft ist. In trocknen Ländereien, wo die Quellen aufgefangen und unter dem Acker- lande fortgeleitet werden sollten, bediente ich mich des weichen Feldsteines; auf denen zu Wiesen und Weiden bestimmten Ländereien, wo es mir nur um die F ortschaffung des Wassers zu thun war, der mit Rasen bedeckten Unterabzüge, wovon der Durchschnitt Fig. 8. Kpfrt. V. abgebildet ist. An Stellen, wo es. darauf ankam, dem Durchsiekern bei thonigem oder lehmigen Boden abzuhelfen, wurde Holz, Dorn oder Weide ge- nommen. Ich habe unterirdische, mit Weiden ausgefüllte Abzüge gekannt, die sich bereits seit dreiſsig bis vierzig Jahre erhielten.
In lehmigem Boden sind die mit Rasen bedeckten unterirdischen Abzüge die wohl- feilsten und dauerhaftesten, wenn sie in diesem Boden auſser dem Bereich der Maul- würfe bedeckt werden, läſst sich ihrer Dauer kein Ziel setzen; jedoch in dieser Lage sind sie nur geeignet das Wasser abzuleiten, keinesweges aber es aufzufangen, und diese Unterscheidunglist nicht aus den Augen zu verlieren, gedenkt man hiervon Gebrauch zu machen*). Im lehmigen Boden, ist es Ackerland, sind sie nur als Ableiter zu ge-
brauchen, unter Wiesen und Weiden hingegen, können sie zu beiderlei Zwecken dienen.
Das Ebnen.
Diese Arbeit kömmt öfters vor, bei der Anlegung der Feldraine und beim Auf- brechen der Grasländereien, die früher niemals unter dem Pfluge gestanden. Auf ab- hängigen Ackerfeldern häuft sich die von der Höhe herabgleitende Erde an den unte- ren Stellen an; und wo zwei auf demselben Abhange eingehegte Koppeln, und zwar eine über der andern, sich befinden, da muſs, wenn die beiden Koppeln vereinigt wer- den, die am unteren Theil der oberen Koppel aufgehäufte Erde, auf den entblöſsten Gipfel der unteren aufgefahren werden. Diese Verfahrungsart auf abhängigem Boden ist besonders auf allen in Gemeinheit liegenden Feldern, oder unverkoppelten hüg- lichten Gegenden anwendbar, wo keine Hecken diese Erscheinung dem Anblick ver- bergen. Auſser dieser Art der Ebnung habe ich viele, durch die, zur Winterszeit, von den Anhöhen herunterströmenden Gewässer, ausgerissene Gräben, Schluchten aus-
*) Wenn die verdeckten Abzüge nämlich so tief liegen, dafs sie auch oben mit einer undurchlassenden Lehmlage bedeckt sind, so kann sich das Wasser aus der Ackerkrume nicht hineinziehen. Th.
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