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Über Wirthschafts-Einrichtungen nach den Grundsätzen des Schottischen Ackerbaues mit Berücksichtigung der Landwirthschaftlichen Verhältnisse in England und über Verschönerung ländlicher Besitzungen : Mit vierzig Kupfertafeln unlängst ausgeführte Wirthschafts-Gebäude und Ländliche Verbesserungen darstellend / Von J. L. Laudon. Aus dem Englischen übersetzt von Aloys Prosper Biernacki ... und mit Erläuterungen, Anmerkungen und einer Vorrede versehen von A. Thaer
Entstehung
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8 tief versenkt werden, daſs es nicht über das Niveau der Oberfläche hervorragt, wie dieses aus Fig. 4. Kpfrt. V. zu ersehen ist. So eingerichtete Wege bieten gleiche Be- quemlichkeiten dem beladenen und unbeladenen Fuhrwerk; das erstere bedient sich des harten oder Winter-, das letztere des Sommer- oder Grasweges.

[Graben.] In manchen Fällen sind keine Graben an Wegen nöthig; in andern genügt ein guter Graben von einer, und ein ganz schmaler von der andern Seite. An breiten Graben müssen lebendige Hecken von der Seite des Weges angebracht werden um Unglücksfälle zu verhüten, wie in der betreffenden Profilzeichnung angegeben ist.

[Wege am Abhange der Hügel.] Wege am Abhange der Hügel geführt, weichen in ihrer Einrichtung von denen der Ebnen ab, und erstere sind in der Regel besser als die letzteren; s. Fig. 4. Kpfrt. V.

[Torfahrten.] Die Vorfahrtswege in den Parks, die mit keinen Hecken umfaſst sind, trocknen unterirdische oder offene Abzugsgräben, von jeder Seite in gewisser Ent- fernung angebracht, vollkommen ab; stellenweise können sie auch über den Boden er- höhet werden, wie dieses bei der uneingezäunten Vorfahrt in der Nähe des Hauses in Tew Lodge, der Fall ist.

[Materialien.!] Jede Oertlichkeit hat ihre eigenthümlichen Materialien. So hatten wir hier zum Beispiel den rothen weichen Stein zur Stelle, den harten weiſsen Stein in einiger Entfernung. Die befahrensten Wege füllten wir sieben Zoll dick mit ersterem aus, in Stücken geschlagen von zwei bis vier Zoll im Durchmesser, und bedeckten die- sen Beleg sechs Zoll dick mit dem letzteren, in Stücken von der Gröſse einer Orange. Die Zwischenräume wurden mit Kies und Steinsplittern, oder Abgang der grölſseren Bruchsteine ausgefüllt. Zu den weniger zu befahrenden Wegen wurde weiſser Stein in kleinere Stücken geschlagen, gebraucht; und auf mehr als die Hälfte der Wege wurden bloſs die Wagengeleise mit diesem harten, aber etwas kostbaren Stoff ausgefüllt. Zwei- oder dreimalige Wiederhohlung dieses Verfahrens macht Wege solcher Art, denen mit eisernen Spuren gleich: die Wagengeleise der Sommerwege füllten wir mit rothen Stei- nen aus.

Meistentheils sind die Sommer- und Winterwege mit Gräsern besäet; wodurch sie, in den Jahreszeiten wo sie weniger benutzt werden, gute Weide abgeben, und nach meiner Rotation werden die meisten Feldwege in zwei Jahren bei Verlauf von fünfen, wenig befahren. Das Abweiden der Wege hat den doppelten Vortheil: die darauf wachsenden Unkräuter nicht in Saamen schieſsen zu lassen, und ihre Ansicht dem Auge angenehmer zu machen.

[ Wege-Befriedigung.] Lebendige Hecken sind die allgemein übliche Befriedi- gung der Wege, in denen, wenn der Weg in der Ebene geht, nach der einen Seite, und zwar der am meisten dem Norden zugewandten, hochstämmige Bäume gepflanzt sind; auf

Anhöhen aber werden Bäume von beiden Seiten gepflanzt.