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mindestens jedem Schlage berücksichtigen. In schwerem Boden müssen sie jede Unter- abtheilung des Feldes berühren, wogegen in groſsen Pachtbesitzungen, die leichten Bo- den haben, wo mehrere zusammenhängende Feldabtheilungen mit derselben Fruchtart bestellt werden, es hinreichend ist, wenn der Weg auf eine, dem Wirthschaftshofe zu- nächst belegene trifft. Ist die Besitzung nicht hüglicht, so erreicht man diesen Zweck am leichtesten, wenn man die Wege durch die Mitte der Ländereien führt; denn eine Feldmark, die die Gestalt eines Cirkels oder eines gleichseitigen Vierecks hat, in dem die Winkel aller Schläge im Centro zusammentreffen(wie dieses in Figur 1. und 2. Kupfert. V. dargestellt worden) bedarf keiner Feldwege aulser dem Raine, der von der Landstraſse zum Wirthschaftshofe führt.
Die zu dieser Besitzung gehörenden Ländereien bestehen aus zwei gegenüber lie- genden steilen Anhöhen, und einem Hügel an dem einen Ende, der bis in die Mitte der Besitzung vorspringt, und so drei Thäler mit hüglichter Begränzung bildet. Es wäre gleich zweckwidrig gewesen, die Wege entweder durch die Mitte der Thäler, oder über die Gipfel der Hügel zu führen, obgleich dieses unbezweifelt die kürzeste Weise zu seyn schien, die Verbindung zwischen allen Theilen der Besitzung zu bewerk- stelligen. Jedoch, das Herunterfahren von den Anhöhen in die Thäler, und das Her- auffahren von diesen auf jene, mit Dünger oder Bodenerzeugnissen, würde an die Unmöglichkeit gränzen, und auf jeden Fall nutzlos seyn. Diese Rücksicht machte es nothwendig, die Wege längs den Hügeln zu führen, sich möglichst wenig von den wa- gerechten Linie zu entfernen, und das nur um solche mit der Lage der Landstraſse und des Wirthschaftshofes in Berührung zu bringen.
Bei dieser Einrichtung ist der Zutritt von allen Feldern in jeder Richtung leicht; und obgleich die Gespanne einen harten Stand haben, ehe sie die Höhe des Feldes er- reichen, so ziehen sie, sind sie einmal auf dem Feldwege angelangt, in jedem Fall die Last mit verhältniſsmäſsig geringerer Anstrengung fort. Obgleich diese Hügel sehr steil eind(nach denen in Figur 3. Kpfrt. V. dargestellten Verhältnissen), war es nicht schwer den Dünger auf das Feld, und das Getraide von dem Felde mit einspännigen Karren zu schaffen, und nur beim Eintritt in einen neuen Feldschlag legte ein Knabe ein zweites Pferd vor. Delſshalb erspart in ähnlichen Fällen, eine, zur Wegeeinrichtung verwendete auſserordentliche Ausgabe, die Hälfte der zum Fortschaffen nöthigen Zugkrafte.
Indem man die Feldwege wagerecht führt, oder ein sanfter Abhang einen Um- weg veranlaſst, woraus nothwendig eine weitere Entfernung hervorgeht, so entspringt daraus solche Mannichfaltigkeit und Schönheit der Ansichten, die für diesen unvermeid- lichen Nachtheil reichlich entschädigen.
[Gestalt.] Für Feldwege genügen 22 Fuſs Breite von einem Rande des Grabens zum andern gerechnet, und es ist genug, wenn eine Seite des Weges 9 Fuſs breit mit hartem
Material belegt ist. Dieses Material muſs, nach dem Anrathen des Hrn. Marshall, so


