Forſtwirthſchaft. (48⁴)
ziehen. In der Regel gehen nicht die beſten jungen Leute in
die Fremde und in Dienſte, die ſie nicht kennen, ſondern nur die, welche in ihrer Heimath nicht unterzukommen hoffen dürfen. Sie verlangen, wenn ſie nicht die größte Noth mit allem zu⸗ frieden ſeyn läßt, dafür, daß ſie dieſe verlaſſen, Entſchädigung, und ſind doch gewöhnlich hernach nicht zufrieden.
Das öftere Wechſeln mit Beamten iſt nirgends nachtheili⸗ ger, als bey der Forſtverwaltung. Ein Forſtwirth muß ſeinen Forſt bis in das kleinſte Detail kennen, wenn er zweckmäßig in
ihm wirken will; er muß Alles, was von Außen auf die Wirth⸗
ſchaft Einfluß hat, auf das Genaueſte zu beurtheilen im Stande ſeyn; er muß eine wirkliche Liebe zu ſeinem Forſte haben, die ihn bewegt, mehr dafür zu thun, als aus bloßem Pflichtgefühl gefordert werden kann. Alles dieß giebt bloß der langere Auf⸗ enthalt auf einem Reviere.
Den Forſtbeamten ſo zu ſetzen, daß er ſeine wirklichen, als ſolche anzuerkennenden Bedürfniſſe nicht befriedigen kann, iſt ſchon deßhalb allein eine ſehr falſche Maßregel, als derſelbe ge⸗ wöhnlich ein ſehr großes und ungezäbltes Capital unter den Händen hat, und es ſo ſchwer iſt, zu verhüten, daß er nicht auf irgend eine Art davon etwas veruntreue, wenn ihn nicht das eigene Pflichtgefühl, ſondern bloß die Furcht vor Entde⸗ ckung davon abhält.. 3
Man kann die Forſtbeamten, welche der Privatforſtbeſitzer bedarf, in zwey Claſſen theilen: 1) bloße Schutzbeamte, und 2) Revierverwalter.
Der Schutzbeamte braucht bloß leſen und ſchreiben zu kön⸗ nen, im Beſitz der gewöhnlichen Kenntniſſe vom Holzeinſchla⸗ gen, Säen und Pflanzen zu ſeyn, die ſich ſchon durch den täg⸗ lichen Beſuch des Waldes erwerben laſſen. Körperliche Geſund⸗ beit, Ausdauer, Muth und Dienſteifer ſind bey ihm die wich⸗ tigſten Eigenſchaften. Die gewöhnlichen Jägerburſche, ſelbſt Menſchen aus dem Bauerſtande, wenn ſie nuͤr nicht etwa zu viel Anhang haben, entlaſſene Soldaten, ſind dazu vollkommen brauchbar, ſogar gebildeten Forſtmännern vorzuzſehen, weil man ſie wohlfeiler hat, und ſie ſich eher allen Arbeiten unterziehen, die bey der Forſtverwaltung vorfallen. Bey kleinen Forſten, de⸗ ren Bewirthſchaftung der Oekonomiebeamte oder der Gutsherr ſelbſt leitet, kann man mit ihnen recht gut allein auskommen. Ihre Beſoldung kann und muß im Verhältniß ſtehen mit der Stellung, welche ſie im bürgerlichen Leben einnehmen. Je we⸗ niger ſie ſich über den gewöhnlichen Aufſeher von Tagarbeitern erheben, deſto weniger haben ſie auch eine größere Beſoldung zu verlangen..
Gleichſam eine Mittelclaſſe zwiſchen dem wirklichen Revier⸗ verwalter und dem Schutzbeamten bilden die Förſter, welche zwar keine ſelbſtſtändige Verwaltung haben, indem die Anord⸗ nungen zur Wirthſchaftsführung nicht von ihnen ausgehen, on⸗ dern von dem Gutsherrn ſelbſt oder ſeinem Oekonomiebeamten, welche aber doch Rechnung führen und das eigentlich Techniſche des Betriebes angeben müſſen. Sie müſſen ſchon einen gewiſſen Grad forſtlicher Bildung beſitzen, haben ſchon mehr Verantwort⸗ lichkeit, und ſollen durch ihre Betriebſamkeit zur beſſern Benutzung und Erhaltung des Forſtes wirken. Sie können eine Beſoldung
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