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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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Forſtwirthſchaft. (520)

b) Zur Berechnung der von den Laßreiſern und Oberſtändern für den beſtimmten Umtrieb des Oberholzes zu erwartenden Holzmaſſe, wird die Durchſchnittsgröße ermittelt, welche die Bäume in einem gewiſſen Alter erreichen. Dieſe wird zum Grunde gelegt, um demgemäß die Maſſe des Holzes aus den Laßreiſern u. ſ. w. berechnen zu können. Hätte z3 eine 120 jährige Buche 65 Cubikfuß, ein 90jährige 28 Cu⸗

ikf., eine 60jährige 9 Cubikf., und es wäre anzunehmen, daß von den pro Morgen vorhandenen 9 Oberſtändern und

Laßreiſern bey dem 30jährigen Umtriebe des Unterholzes,

3 mit 60 Jahren, 3 mit 90, 3 mit 120 Jahren gehauen

werden müßten, ſo war deren Ertrag 195+ 74+ 27= 296

Cubikf., von 1000 Morgen 296,000 Cubikfuß. Dieſe Holz⸗

maſſe zuſammengerechnet mit derjenigen, welche einſchließ⸗

lich des Zuwachſes von den alten Baumen zu erwarten iſt, giebt die ſummariſche Baumholzmaſſe für den ganzen Um⸗ trieb des Oberholzes. Wie viel davon im erſten Ümtriebe des Unterholzes weggenommen werden ſoll, ergiebt ſich bey einer gleichmäßigen Vertheilung aus der Beachtung, wie oft das Unterholz in der Zeit gehauen wird, welche das

Oberholz ausreichen ſoll. Wäre z. B. der Unterholzumtrieb

30 Jahr, und 120 Jahr ſollte das Oberholz ausreichen, ſo

würde bey jedem Abtriebe des Schlagholzes ein Viertheil

der ermittelten ſummariſchen Baumholzerzeugung gehauen werden können. Sollte der Zuſtand des Waldes veranlaſ⸗ ſen, die Baumholzmenge entweder zu vermindern oder zu ver⸗ ſtärken, ſo würde dem gemäͤß die Holzung davon im erſten

Umtriebe mehr als 46, im andern Falle weniger als dieſes,

zum Einſchlage beſtimmt werden.

Die ganze Holzerzeugung im Unterholze und der für den er⸗ ſten Umtrieb in dieſem beſtimmte Einſchlag im Oberholze wird nun ſummirt, und durch die Zahl der Jahre dieſes Umtriebes getheilt, um das jährliche ſummariſche Etatsquantum zu erhal⸗ ten. Dieß dient dann zur Abtheilung der Jahresſchläge oder Pe⸗ rioden, dergeſtalt, daß nach der Abſchätzung der Holzvorräthe dieß Etatsquantum auf jedem Schlage zum Hiebe vorgefunden wird.

Beyſpiel in einem Buchenmittelwalde von 120jährigem Baum⸗ bolze, 30jährigem Unterholze, 1000 Morgen groß. Der durch⸗ ſchnittliche Ertrag des Unterholzes pro Morgen ſey 300 Cubikf. in 30 Jahren, der des Oberholzes in 120 Jahren 800 Cubikf.,

5 würden in dem 1ſten Umtriebe von 30 Jahren zur Benutzung ommen, a) vom Unterholze... 300,000 Cubikfuß, b) vom Oberholze. 200,000

*.

500000 Summa 500,000 Cubikfuß. 35= 16666, und es müßte folglich jeder Schlag ſo groß

abgetheilt werden, daß darauf etwa 16,600 Cubikfuß Ober⸗ und Unterholz zuſammengehauen werden kann. Da ſich aus der Auf⸗ nahme des Holzbeſtandes ergiebt, wie hoch der Morgen jedes Diſtricts im Ertrage von beiden gerechnet worden iſt, ſo iſt daraus leicht zu ermitteln, wie viel Fläche ein Schlag erhalten muß, um die verlangten 16,600 Cubikf. geben zu können.

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10.

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