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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 27 (

439) 16. Die Kiefer, Pinus sylvestris. Wird in Deutſchland vorzugsweiſe in den ſandigen Ebe⸗

nen gefunden. Sie verlangt, da ſie eine ſtarke tief gehende Pfahlwurzel hat, einen Boden, in welchen dieſe eindringen kann, gedeihet daher auf ſolchem, wo die Wurzeln bald auf Felſen oder Thonſchichten und andere feſte Unterlagen ſtoßen, nicht. Ein. friſcher lehmigter Sandboden iſt derjenige, worin ſie am beſten wächſt; doch kann ſie auch in jedem andern Sandboden erzogen werden. Ihr Ertrag ſteigt, je nahrungsreicher dieſer iſt, deſto mehr, bis zu Einer Klafter jährlichen Durchſchnittszuwachs für den preußiſchen Morgen, fällt auf armern aber auch oft noch bis unter eine Viertel Klafter. Im beſſern Boden nimmt der Zuwachs länger zu, als im ſchlechten, und um die größte und brauchbarſte Holzmaſſe zu erhalten, laͤßt man in erſterem die Kiefernbeſtäande 70 90 Jahr alt werden, auf letzterem nur 50 60 Jahre, da doch wenig Nutzholtz in ganz ſchlechtem Bo⸗ den zu erwarten iſt. Das ſtarke Bauholz, wie Brettklötze oder auch wohl Mühlwellen, erzieht man am vortheilhafteſten, wenn man einzelne Stämme ſtehen läßt, welche ſich dazu eignen, um ſie als ſolche dann bey dem nächſten Umtriebe vorzufinden. Die Kiefer trägt, vorzüglich auf armem Boden, und wenn ſie nicht zu geſchloſſen ſteht, ſchon frühzeitig Samen, in der Re⸗ gel mit dem 40 bis 6oſten Jahre ſchon hinreichend, um den Ort von demjenigen zu verjüngen, welcher darin abfällt. Ihr Holz iſt außerordentlich nutbar, obwohl nach dem Standorte und Alter in der Güte auch ſehr verſchieden. Je jünger es iſt, deſto weniger Brenngüte und Dauer, als Bau⸗ und Nutzholz, hat es, da ſich beides, ſo lange der Baum geſund bleibt, fortdauernd vermehrt; je raſcher das Holz gewachſen iſt, deſto weniger gut und dauerhaft iſt es. Dieß kommt daher, daß bey zunehmen⸗ dem Alter die innern Zwiſchenräume, welche in allem Holze ſind, ſich bey der Kiefer mehr mit Holzmaſſe oder Harz ausfül⸗ len, wodurch deſſen Güte und Dauer vermehrt wird, daß lang⸗ ſamer gewachſenes Holz dichtere Holzlagen hat, als das von üppigem Wuchſe. Es iſt dabey ſchwer die Gebrauchsgüte des Kieferholzes beſtimmt anzugeben. Das beſte wird als Brenn⸗ holz zu 3 der Brenngüte des Buchen angenommen, kann die⸗ ſem wohl ſogar gleich kommen, das junge und ſchlechtere wird oft kaum halb ſo gut ſeyn. Immer äußert das Kiefernholz ſeine Brennkraft jedoch auf eine andere Art, als das Buchenholz, in⸗ dem es mehr durch die Flamme wirkt, als durch die Kohlen. Bey einem Gebrauche, wobey es vorzüglich darauf ankommt, ein lebhaftes Flammenfeuer zu haben, z. B. bey dem Backen, Zie⸗ el⸗ und Kalkbrennen u. dergl., iſt es deßhalb dem Buchenholze ehr vorzuziehen, wenn es gut iſt; bey einem ſolchen, wo man mehr auf die durch die Kohlen entwickelte Hitze rechnet, was im Stubenofen und auf dem Herde der Fall iſt, ſtehet es ſtets jenem ſehr nach. Die Kohlen von nicht zu raſch gewachſenem Baumholze rechnet man zu 3 der Güte der Buchenkohlen. Das ſehr harzige alte und noch vollkommen geſunde Kiefernholz giebt an Dauer dem Eichenholze, wenn man es als Bauholz im Freyen oder im Waſſer gebraucht, nichts nach, je weniger har⸗ zig, je jünger und raſcher gewachſen das Holz iſt, deſto mehr

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nimmt auch ſeine Dauer in freyer Luft und abwechſelnder Trock⸗

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