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Forſtwirthſchaft.
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lehrt, daß man ſich darin täuſchte, weßbalb wir ihre Beſchreibung anz übergehen. An und für ſich konnten ſie in unſerm weit ärmeren und mehr erſchöpften Boden nicht den Zuwachs haben, den man an ihnen in den nordamericaniſchen Waͤldern wahr⸗ nahm, wo der Humus ſich ſeit Jahrhunderten aufgehäuft und fortwährend vermehrt hatte, weil ſie nie benutzt waren. Dann zeigte ſich aber auch, daß ſie bey einem ſo veränderten Standor⸗ te ſehr leicht durch Froſt und Witterung beſchädigt wurden und nur bey ſehr ſorgfältiger Pflege gediehen, vorzüglich aber auch, daß wilde und zahme Thiere ihr Aufkommen hinderten. Zuletzt iſt auch die Anſchaffung von tauglichen Samen wegen der wei⸗ ten Entfernung ſo unſicher und toſtbar, daß ſchon darum ihr Anbau im Großen nicht gut möglich waͤre, da unſere jetzige Forſt⸗ wirthſchaft einen ſo betrachtlichen Geldaufwand, als dieſer erfor dern würde, nicht geſtattet. So viele Mühe und Geld auch dar⸗ auf ſchon verwandt ſind, ſo haben ſich doch beynahe alle Spu⸗ ren davon wieder in unſern Forſten verloren, und man findet dieſe Hölzer nur noch allein in Gärtchen und Parks, wo ſie auch bloß hingehören.
Gewiß am wichtigſten für uns ſind die deutſchen Nadel⸗ hölzer. Sie vereinigen mehrere Vorzüge und Vortheile in hn welche ſie ſelbſt oft vortheilhafter, als die beſten Laub⸗ ölzer machen. Einige nehmen zuerſt mit einem ärmern Boden vorlieb, als die beſſern Gattungen von dieſen, und geben noch einen großen Ertrag auf einem ſolchen, der für die Landwirth⸗ ſchaft oft gar nicht weiter zu benutzen iſt. Die Kiefer wächſt noch recht gut auf ſchlechtem Sande, die Fichte giebt noch große Holzmaſſen und koſthares Bauholz an felſigten, ſonſt unbenutz⸗ baren Berghängen. Dadurch, daß ſie ſich mit dem ſchlechteſten Boden begnügen, koſten ſie uns am wenigſten. Sie verbeſſern fer⸗ ner den Boden am meyhrſten und ſchnellſten. Sie leben weit mehr aus der Luft, als die Laubhölzer, verwandeln die aus ihr erhaltenen Stoffe in feſte Theile, welche ſie dem Boden als Na⸗ deln und kleine Holztheile, welche Humus erzeugen, geben, was um ſo eher geſchieht, als ſie im geſchloſſenen Stande den Boden ſehr dicht beſchirmen und beſchützen. Dabey geben ſie nicht bloß eine größere Maſſe von Holz, als unſere mehreſten Laubhölzer, ſondern auch eine weit größere Menge von Nutzholz, da die meh⸗ reſten unſerer Rutzholzbedürfniſſe und vorzüglich die, welche die größte Holzmenge bedürfen, aus den Nadelholzwaldungen befrie⸗ digt wird. Zuletzt ſind ſie auch gewöhnlich am ſicherſten und mit den wenigſten Koſten auf Blößen und in ruinirten Wäldern anzubauen. Allerdings zeigt ſich bey ihnen auch mehreres Unvor⸗ theilhafte; allein theils 6 dieß nur in den großen geſchloſſenen Nadelholzgründen ſehr bemerkbar, theils wird es, jemehr die Forſten regelmäßig und mit gehöriger Sorgfalt behandelt wer⸗ den, immer mehr verſchwinden. Dieſe Nachtheile beſtehen darin, daß die Nadelhölzer weit mehr der Gefahr der Beſchädigung durch Inſecten, Sturm, Feuer und Schneebruch ausgeſetzt ſind, als die Laubhölzer. Sie ſind auf keinen Fall ſo groß und die Gefahr der Beſchadigung iſt nicht ſo dringend, daß man ſich da⸗ durch vom Anbaue des Nadelholzes abhalten laſſen dürfte, wenn Boden und andere Verhältniſſe dazu auffordern. Wir berühren hier nur die für Deutſchland wichtigern.
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1. Abſchn.
13. Die Kiefe
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