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Forſtwirthſchaft. (432)
es ſich, ſeinem Wuchſe nach, recht gut eignen würde. Der An⸗ bau der Erle aus der Hand geſchieht gewöhnlich am vortheil⸗ hafteſten mit drey⸗ bis fünfjäahrigen Pflanzen. Dieſe dürfen nicht erſt in Pflanzgärtchen gezogen und zur Verpflanzung vor⸗ bereitet werden; denn die Erle entwickelt ſehr viel Wurzeln dicht um den Stamm herum, läßt ſich deßhalb jung ſehr leicht verpflanzen und an den frey liegenden Rändern der Brücher, wohin das Waſſer den Samen ſpült, gehen gewöhnlich eine Menge auf, wenn man ſie einſchont. Pflanzen aus alten Be⸗ ſtänden taugen nichts, da die Erle in der Beſchattung bald erkrankt. Vom Wilde leidet ſie beynahe gar nicht, vom Viehe verhältnißmäͤßig wenig; am erſten wird ſie im September und Anfang Octobers verbiſſen, wenn das Gras für das Vieh mangelt, oder zu alt iſt, und die Erlenorte ſehr ſtark betrieben werden. Wo dieß nicht der Fall iſt,
kann man ohne Gefahr darin hüten laſſen, ſobald nur die Gipfel ſo hoch ſind, daß ſie das Vieh nicht mehr überreichen kann, was bey Stockausſchlage gewöhnlich ſchon in 3 bis 4 Jahren der Fall iſt.
Die graue oder nordiſche Weißerle verlangt und er⸗ trägt weniger Feuchtigkeit, doch immer einen friſchen fruchtba⸗ ren und wo moglich tiefgründigen, auch nicht zu feſten Boden. Auf dürrem, trocknem gedeihet ſie nicht, wie man ſonſt wohl glaubte. Sie ſtreckt ihre Wurzeln weit aus, treibt Wurzelbrut, die vorzüglich in der Jugend ſtark wächſt, und iſt deßhalb ein ſehr vortheilhaftes Schlagholz, was man am ertragreichſten im 35— 40jährigen Umtriebe benutzt. Sie giebt unter den günſtig⸗ ſten Verhältniſſen noch mehr Ertrag, als die ſchwarze Erle, in⸗ dem ſie darin der Pappel gleich kommt; ihr Holz iſt ein beſſeres Brennholz, auch feſter und dauerhafter, und ihr Anbau iſt deß⸗ halb ſehr zu empfehlen, wo man ihr nur einen angemeſſenen Boden bieten kann. Er wird am zweckmäßigſten durch Aus⸗ pflanzung von Pflänzlingen, die in gut zubereiteten Samen⸗ und Pflanzſchulen gezogen ſind, und die in 6— 7 fältigen Ver⸗ band geſetzt werden können, Statt finden, da ſich der Verband, tief gehauen, ſpäter durch Wurzelbrut verdichtet.
11. Die Weide, Salix.
Dieſe Holzgattung, welche eine große Anzahl verſchiedener Arten enthaͤlt, iſt zwar ſelten ein Gegenſtand des großen Forſt⸗ haushalts, darum aber nicht minder wichtig für den kleinern Grundbeſitzer, als die vorzüglichſten deutſchen Waldbäume, in⸗ dem ſie geeignet iſt, auf einer kleinen Bodenfläche, und beynahe unter allen Verhältniſſen, das Brennholzbedürfniß ſchüell zu be⸗ friedigen und auch außerdem einer Menge Vedürfniſſe zu genü⸗ gen. Es würde unzweckmäßig ſeyn, alle von den Botanikern als verſchieden aufgeführte Arten hier nachzuweiſen, da ſie ſehr ſchwer zu erkennen ſind, und dieß keinen praktiſchen Zweck hätte. Es wird genügen, diejenigen, deren Erkennung nicht ſo ſchwer iſt, und welche ſich hinſichts der Gebrauchsfähigkeit für den einen oder den andern Zweck beſtimmt unterſcheiden, hier anzugeben. Wir können ſie zu dieſem Ende unter zwey Abthei⸗ lungen bringen:
1) Baumweiden, welche am beſten geeignet ſind, zu Kopf⸗ bolz benutzt zu werden, oder das Bedürfniß an Brenn⸗
holz zu befriedigen.
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1. Aüſch
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wenn er nicht zz Schritnuzholz, Reiſſtaben benut halb ſo gut, als chen, an Dorfe Wedde zu Kopfhe in der Iugend geriſen it. D wit kaum merd nen, die in der beiden Seiten, zend, unten m ſtehen daſelhſte ten Etielen, w heen bekommen. derden vor dem b) die gell lockeren, feuchter lehmigten, ſchles Volunens etwas gen giht ſe beſe ruthen und Vin lenswerth, wie daraus zu ziche den Flußbetten Vinter orangen den etwas klei⸗ aur in der Ep 19*) Die K. de vorigen, h leibt aber auc rütt nur grobe und wo nicht; den vorigen in. Kſind braunro


