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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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r. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. .(431)

ab, aber oft drey bis vier Fuß tief gehende Wurzeln, welche keinen ſehr thonigen feſten Boden ertragen, ſondern vielmehr einen lockern Untergrund verlangen. Selten trifft man ſie als Hoch⸗ wald in großer Ausdehnung herrſchend, da ſich der Verjüngung durch Samenabfall viel Hinderniſſe entgegenſetzen. Der üppige Graswuchs, welcher gewöhnlich an Orten, wo die Erle wächſt, Statt findet und das Aufkommen der jungen Pflanzen verhindert, das Auffrieren dieſer, im feuchten naſſen Boden, die häufig Statt fin⸗ dende Bedeckung der Oberfläche des Bodens mit Waſſer zu der Zeit, wo der Same abfällt und aufgehen ſoll, machen es ge⸗ wöhnlich ſehr unſicher, wo nicht oft unmöglich, einen neuen Be⸗ ſtand aus dem Samen herzuſtellen. Deßhalb und weil der Stockausſchlag reichlich erfolgt, gut aufwächſt und hinreichend ſtarkes Holz giebt, behandelt man auch gewöhnlich die Erlenar⸗ ten als Niederwald im 20 bis 40jährigen Umtriebe, wobey der Stock noch ſicher wieder ausſchlägt. Die Erle wächſt in der Jugend raſcher, als im Alter, die Baumholzbeſtände bleiben ſel⸗ ten recht geſchloſſen, da gewöhnlich viel Stämme abſterben, und ein 35⸗ bis 40 jähriger Niederwaldbetrieb dürfte deßhalb auch wohl wahrſcheinlich eben ſo viel Holzertrag geben, als ein 70 bis 80jahriger Hochwald, dabey aber die ſichere Erhaltung des Be⸗ ſtandes ohne Culturkoſten voraus haben. Die Holzmaſſe, welche ein Exlenbeſtand auf gutem angemeſſenen Boden giebt, iſt ſehr beträchtlich, und man kann bey 40jährigem Umtriebe zuweilen wohl eine Klafter durchſchnittsmäßig jährlich für den Morgen holzen. Allerdings iſt dieß aber nur unter den günſtigſten Um⸗

anden der Fall, und der Ertrag nimmt ab, ſo wie der Stand⸗ ort weniger paſſend oder der Beſtand auch nicht ganz geſchloſſen iſt. Immer bleibt aber die Erle auf ſehr feuchten oder auch naſſen Orten, wenn der Boden nur keine Säuren und keinen Raſeneiſenſtein enthält, die vortheilhafteſte Holzgattung zum Anbau für den Forſtbeſitzer. Wo man Erlenbeſtände hat, muß man ſich ſehr hüten, ſie zu entwäſſern und trocken zu legen, weil dadurch dieſe, ſo wie jede andere Holzerzeugung oft vernichtet wird. Gewöhnlich enthalten die Erlenbrücher Moorerde todten oder verkohlten Humus welche den Pflanzen gar keine Nahrung geben kann, der Erle, die dieſelbe mehr aus dem Waſſer ent⸗ nimmt, nur als Beläſtigungsmittel dient. Jede Entwaſſerung muß dann den Holzbeſtand zerſtören, und der neue Anbau ſol⸗ cher Brücher mit andern Hölzern iſt gewöhnlich ganz unthunlich. Zu Kopfholz iſt dieſe Holzgattung nicht tauglich, Und auch als Schneidelholz giebt ſie ſehr wenig Ertrag, da ſie am Stamme ſchlecht wieder ausſchlägt und bald ſchadhaft wird. Auch iſt das Laub eines der ſchlechteſten zu Viehfutter. Ihre Aſtverbrei⸗ tung iſt gering, und darum ihre Beſchattung, wo ſie nicht ſehr geſchloſſen ſteht, nicht verdämmend. Dieſen vollen Schluß fin⸗ det man nur in den jüngern Beſtänden, die ältern lichten ſich von ſelbſt. Ihr Holz hat nur etwas mehr als die Hälfte der Brenngüte des Buchen, brennt aber raſch und mit heller Flam⸗ me. Es wird zu Tiſchlerholz und zu Schnitzholzwaaren benutzt, zu Bauholz unter dem Waſſer, zu Roſtpfählen, Brunnenkaſten u. dergl. In abwechſelnder Feuchtigkeit ſtockt es ſchnell, ganz im Trocknen zerſtört es der Wurm bald, und es kann deßbalb nicht gut zu gewöhnlichem Bauholze verwandt werden, wozu