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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. 427)

oder gar über der Erde hervorkommen, keine neuen Wurzeln aus der Rinde entwickeln, die alte Mutterwurzel fault aus und theilt ihr Verderben dem Ausſchlage mit; woher es denn kommt, daß Schläge, wo viel alte Aspen ſtehen, oder früher geſtanden ha⸗ ben, ſich mit dichter Wurzelbrut überziehen, wenn ſie blank ge⸗ hauen werden, die entweder ſchon nach wenig Jahren abſtirbt, oder doch nie einen ausdauernden, viel Holz gebenden guten Beſtand ge⸗ ben kann. Man muß auch deßhalb lieber die alten, flach liegenden, ſtarken und einen faulen Kern habenden Wurzeln gleich heraus⸗ hauen laſſen, und nur die geſunden Spitzee derſelben, ſo wie die geſunden, ſchwachern und tiefer liegenden zur Verjüngung des Waldes benutzen. Alle Pappelarten müſſen übrigens ſtets fleißig durchhauen werden, um das in ihnen ſich häufig zei⸗ gende abſterbende Holz, welches nur kurze Zeit dauert, zu gute zu machen, vorzüglich wenn die Beſtände von Wurzelbrut her⸗ rühren. Die Aspe wirkt durch ihre Beſchattung nicht nachthei⸗ lig, ihre Wurzeln erſtrecken ſich, vorzüglich in lockerm Boden, aber auch ſehr weit, was die Urſache iſt, daß ſie ſelbſt in einem magern Boden ſich noch erhält, da ſie dadurch eine ſehr große ſeiche zu ihrer Ernährung benutzen kann. Zu Kopfholz eignet ie ſich nicht, erzeugt ihr Holz überhaupt mehr am Stamme, als an den Aeſten, Zur Vermiſchung mit andern Hölzern im Hoch⸗ walde taugt keine der Pappelarten, weil ſie bey ihrem raſchen Wuchſe die langſam wachſenden verdämmen oder unterdrücken, und dann gewöhnlich auch früher benutzt werden müſſen, bevor der vortheilhafteſte Zeitpunct für die Benutzung des übrigen Beſtandes eingetreten iſt. Doch kann man ſie mit Vortheil als Oberbaum im Mittelwalde da ziehen, wo Haſeln Unterholz iſt⸗ da dort ihre Beſchattung wenig nachtheilig iſt. Zu Bauholz im Trocknen, wo es durchaus gegen Feuchtigkeit geſchützt iſt, eig⸗ net ſich die Aspe noch beſſer, als die Schwarzpappel, da ſie grö⸗ ßere Dauer hat; wie man ſie dann auch da, wo die Nadelhölzer mangeln, oft ausſchließlich zu Sparren, Balken, Stockholz u. dgl. braucht. Eben ſo giebt ie ein vorzügliches Schnitznutzholz zu Mulden und ähnlichen Gegenſtänden, wird von Drechslern ver⸗ arbeitet, und ſelbſt die in der Saftzeit geſchälten Stangen, wel⸗ che dadurch ſehr feſt werden, ſind gut zu Wagendeichſeln, Lei⸗ terbäumen und Hopfenſtangen. Das Laub derſelben iſt getrock⸗ net weniger gut zu Viehfutter, als das der Schwarzpappel; da⸗ gegen wird es aber friſch eben ſo, wie die markigen Triebe im Winter, ſehr vom Viehe und Wilde geſucht, und nur, wo die jungen Aspen dagegen geſchützt werden, kann man ſie mit Si⸗ cherheit erziehen.

c) Die Silberpappel gleicht hinſichts ihrer Eigenſchaften im Allgemeinen der Schwarzpappel, und verlangt nur ein etwas milderes Clima und einen fruchtharern Boden, da ſie auf magerm weniger gedeihet.

8. Die Weißbuche, Carpinus betulus.

Gewöhnlich wird dieſer Baum mit der Buche, mit welcher er übrigens botaniſch genommen gar nicht verwandt iſt, zuſammenge⸗ troffen, da ſie gleichen Standort liebt, ſelten in größern geſchloſſe⸗ nen Beſtänden als herrſchende Holzhätkung. Doch findet man ſie auch wohl in den Flußthalern, welche ſtrengeren thonigen Boden