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Forſtwirthſchaft. (422)
gewöhnlich in der Durchforſtung herausgehauen wird, eben ſo wächſt ſie mit Buchen, Hainbuchen, Eſchen und Ahorn herauf. Die Behandlung als Niederwald erträgt ſie ſehr gut, da ſie theils eine lang dauernde Ausſchlagsfähigkeit am Stamme hat, theils ſich ſehr durch Wurzelbrut verdichtet. In der allererſten Jugend iſt ihr Wuchs nicht vorzüglich raſch, und zumal da ſie oft durch Froſt leidet, häufig eher langſam zu nennen; mit 12 bis 15 Jahren fängt er jedoch an zuzunehmen, und ſchon mit 70— 80 Jahren hat man einen Baum, welcher der Eiche und Buche von dieſem Alter wenigſtens gleich kommt, wo nicht ſie übertrifft. Für den Niederwald iſt ein 30— 40 jähriger Umtrieb wohl der vortheilhafteſte Umtrieb, denn als Buſchholz liefert ſie verhältnißmäaßig nur geringen Ertrag. Im Hochwalde hängt das Alter, welches man ſie am zweckmäßigſten erreichen läßt, theils von den Holzgattungen ab, unter welche ſie untergemiſcht iſt, theils von der Stärke, welche die Nutzholzgattungen erfor⸗ dern, zu denen man ſie am beſten abſetzen kann. Bauholz und Schirrholz für Wagner erfordern gewöhnlich 70— 90 Jahr, Boh⸗ len zu Kanonenlavetten, wozu ſie ſehr geſucht und hoch bezahlt wird, Schiffbauholz 120— 130 Jahr.
Sie läßt ſich ſehr gut als Schneidelholz— nicht ſo gut als Kopfholz— behandeln, und iſt eins der empfehlenswertheſten Hölzer für den Landwirth dazu, weil ſie als ſolches nicht bloß ein ſehr reichliches Laubfutter, ſondern auch ziemlich viel Reis⸗ holz, und aus dem Stamme ſelbſt noch Bauholz, Bohlen u. dergl. giebt, ſobald dieſe nur nicht aſtrein ſeyn müſſen.
5. Die Eſche, Fraxinus excelsior.
„Dieſer ſchöne Waldbaum verlangt, um ſeine Vollkommen⸗ heit zu erhalten einen kräftigen, jedoch nicht zu bindenden, mehr feuchten, als trocknen Boden. Da er nicht große Tiefgründig⸗ keit bedingt, ſo findet man ihn in den Bergen, auf flach be⸗ deckten Felſen und in deren Spalten wurzelnd, wie im humus⸗ reichen Sandboden. Selten kommen reine Eſchenbeſtände in gro⸗ ber Ausdehnung vor, und die kleinern gewöhnlich in feuchten fruchtbaren Niederungen. Sowohl in den Erlenbrüchern findet man ihn auf den etwas höhern Stellen, als mit Ulmen, Bu⸗
chen und Eichen gemiſcht, da er dieſelbe Höhe, wie dieſe Holz⸗
gattungen, erreicht, und eine Stärke von 3 Fuß und darüber erhalten kann. Er wächſt in der Jugend raſcher, als im höhern Alter, und da keine ſehr ſtarken Bäume verlangt werden, ſo läßt man ihn am vortheilhafteſten ein Alter von 80— 90 Jahren als Baumholz erreichen; als Schlagholz giebt er mit 30— 35 Jahren ſchon ſtarkes Knüppel⸗ und ſelbſt etwas Scheitholz, ſchlägt auch dann noch ſtark und kräftig wieder aus. Auf Wur⸗ zelbrut iſt nicht zu rechnen, und der Hieb muß ſo hoch geführt werden, wenn Wiederausſchlag verlangt wird, daß er am Stam⸗ me erfolgen kann. Sie reinigt ſich auch freyſtehend ziemlich von Aeſten, und erſt in einer Höhe von 30 und mehr Fuß theilt ſich der Stamm gewöhnlich in viele ſtarke Zweige, welche dann eine größere regelmäßige Krone bilden, deren Belaubung jedoch nicht ſehr dicht iſt, weßhalb die Eſche auch nicht als ſehr ver⸗ dämmend angeſehen werden kann. Sie kann dem Winde dabey ſehr gut widerſtehen, ſo daß dieſe Eigenſchaften, verbunden mit
1. Abſchn
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