Druckschrift 
Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ohl zu t, als tinan fgſten den inden,

und auch ſo iſt dieje⸗ Hin⸗ Eiche 30 bis einen , als ſtar⸗ weige dichte tande nzelt, doch baren ſoll. ugend a ſehr wieder in ver⸗ nfteſten der do⸗ er als Aus⸗ achſen. in der hhm zu daß er er we⸗ en Sei⸗ tin der Beſchat⸗ den ſehr en will, einenden zumal Mitter⸗ durch die üher be⸗

1. Abſchn. Kenntniß der Jorſtgewaͤchſe. (421)

Niederwald giebt er vielleicht 5 bis F mehr, und würde noch mehr geben, wenn er nicht die Eigenſchaft haͤtte, ſich ſehr licht zu ſtellen.

Sein Holz giebt ein vortreffliches, den Buchen nicht nach⸗ ſtehendes Brennholz; in geringer Menge kann es an Tiſchler, Drechsler, Löffelſchnitzer, Wagner und Maſchinenbauer abgeſetzt werden. Als Bauholz hat es nicht Dauer genug. Mehllaſten von Ahornholz ſollen gegen Mehlwürmer ſichern. Die getrock⸗ neten Blätter geben ein gutes Viehfutter. Er leidet ſehr durch Froſt, Dürre, Wild und Vieh, und nur wo man ihn dagegen ge⸗ ſchützt, in einem hinreichend kräftigen Boden anbauen kann, iſt ſeine Anzucht belohnend. Gewöhnlich erzieht man ihn in Pflanz⸗ gärten, und pflanzt ihn dann in 45 Fuß hohen Stämmen in Buchen oder Eichenarten unter.

Der Maßholder erreicht nicht die Höhe und Größe der beiden vorigen Arten, hat eine unregelmäaßigere Stammbildung, indem er ſperrig wächſt, giebt weniger Holzmaſſe, wegen ſeines langſamern Wuchſes, verdämmt mehr wegen der dichtern Belau⸗ bung und den niedrigern Aeſten, und iſt deßhalb nur allenfalls zu Schlagholz empfehlenswerth, indem der Stockausſchlag we⸗ nigſtens nicht hinter Buchen und Hainbuchen zurückbleibt. Sein Holz iſt gleich gut und feſt, wie das der vorigen. Das gut geſpaltene, ausgetrocknete und luftig ſtehende Klafterholz kann ohne Nachtheil einige Jahre ſtehen bleiben; Fnüppelholz und Reisholz verdirbt bald, und muß, wo möglich im erſten Jahre, verkauft werden.

4. Die Ulme, Ulmus. a) Die glatte Ulme, Feldulme, Feld⸗ rüſter, U. campestris; b) die rauhe Ulme, Rüſter, U. sa- tiva.

Dieſe Holzgattung gehört mehr dem Süden, wie dem Nor⸗ den von Europa an. In Italien findet man ſie wohl als herr⸗ ſchendes Holz, wenigſtens im nördlichen Deutſchlande nur in ſehr kleinen Beſtänden, ſo daß ſte in der Regel nur als unter⸗ geſprengt vorkommend angenommen werden kann. Auf paſſen⸗ dem Standorte dürfte ſie jedoch auch wohl mit gehöriger Sorg⸗ falt rein und geſchloſſen zu erziehen ſeyn, wozu dann vorzüglich die rauhe Ulme zu empfehlen iſt. Sie verlangt einen kräftigen, humdreichen, abry lockern und doch friſchen Boden. Frucht⸗

arer ſandiger Lehmboden, eher feucht, als trocken, in den Fluß⸗

thälern ſagt ihr am erſten zu. Doch findet man ſie auch in den Vorbergen, vorzüglich in den Thälern, an Feld⸗ und Wieſen⸗ rändern, wo der Boden tiefgründig genug für ihre ziemlich tief gehende Pfahlwurzel iſt. Ihre Stammbildung iſt ziemlich regel⸗ maͤßig, doch erhält ſie einen aſtreinen Schaft nur im Schluͤſſe ſtehend, hat eine von ziemlich ſtarken Aeſten herrührende ſchirm⸗ förmige Krone, wähnend die Seitenäſte am Stamme weder ſehr ſtark werden, noch ſich ſehr weit ausrecken. Ihre Belaubung iſt nicht ſehr dicht, und ſie gehört daher nicht unter die ſehr verdämmenden Holzgattungen, weßhalb ſie ohne großen Nach⸗ theil auch in den Feldhecken gezogen werden kann. Auch für den Mittelwald iſt ſie eine ſehr paſſende Holzgattung, um als Oberholz angezogen zu werden. Im Hochwalde miſcht man ſie unter Eichen, wo ſie aber, eine frühere Benutzung erfordernd,