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Menge der Milch, welche die Kuh geben wird, zu beurtheilen, ebenſo wenig auf die Breite der Zeichnungen in dieſer Zeit, weil man ſich in dieſem Falle ſehr leicht täuſchen kann, ſey es durch die entzündliche Anſchwellung der Milchgefäße, welche bei der einen Kuh größer iſt, als bei der andern, oder durch das Aufſchwellen der Fleiſchmuskeln, welche das Euter bilden; denn ich habe bei den niederen Ordnungen bemerkt, daß ein großer Theil der fleiſchigen Kühe, ſtatt viel Milch in dem großen Euter zu haben, oft nur eine Maſſe ſchwammigen Fleiſches darinnen haben, welches die Milch, deren Stelle es einnimmt, einſchluckt. Das Vorhan⸗ denſeyn dieſes Fleiſches im Innern kann nur erkannt werden an den Haarwirbeln zur Rechten und Linken der Scham. Dieſe Haar⸗ wirbel zeigen, wie ich ſchon geſagt habe, je nach ihrer Form oder Größe, den Reichthum oder Mangel an Milch in jeder Claſſe und Ordnung an. Ich habe ſie auf den die Claſſifikation ver⸗ deutlichenden Tafeln mit Buchſtaben bezeichnet. Jede Claſſe und Ordnung iſt dort mit ihrer Zeichnung nach der Natur abgebildet, in der Reihenfolge, wie ſie von Stufe zu Stufe geringer werden.
Die charakteriſtiſchen Kennzeichen ſind bei den wohlbeleibten und fetten Kühen und Kalbinnen viel deutlicher und mehr entwickelt, als bei magern, aber auch bei dieſen ſind ſie immer ins Auge fallend und leicht zu unterſcheiden, wie mager auch die Thiere ſeyen. Man muß daher immer ihren Zuſtand, die Jahreszeit und die Lage der Weiden(die Fütterung), an die ſie gewöhnt ſind, bei der Beurtheilung mit in Betracht ziehen.
Alle Liebhaber oder Beſitzer von Kühen werden, wenn ſie ſich mit der von mir aufgeſtellten Claſſifikation bekannt gemacht haben, eben ſo gut, wie ich, die Abſtufungen verfolgen können, wenn ſie dabei die Größe der Kühe ſorgfältig beachten werden, denn die Kennzeichen ſind immer von der Original⸗Claſſe genom⸗ men; man wird an dieſen Zeichen ſehen, in welche Claſſe und Ordnung jedes Thier gehört, und dann wird man beſtimmt zur Kenntniß des Ertrags gelangen, den eine Kuh geben wird, eben ſo gut, als wenn man ſchon mehrere Proben durch Melken an⸗ geſtellt hätte.
Ich habe ſchon oben bemerkt, daß bei einer Kreuzung zwi⸗ ſchen Subjekten verſchiedener Claſſen und Ordnungen die Nach⸗ kommen weder der Claſſe des Vaters noch der der Mutter an⸗ gehören werden; die charakteriſtiſchen Kennzeichen dieſer Nach⸗ kommen werden von denen der Eltern abweichen, und jene in eine andere Claſſe verſetzen. Um aber genau zu wiſſen, in welche Claſſe man ſie zu bringen habe, muß man die Abbildungen zu


