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Schlag nicht überall ein, weil man ihnen nicht in allen Lokalitäten den ihrer Körpergröße angemeſſenen Futterbedarf reichen kann. Oft findet man unter den Kühen von geringerer Größe Thiere, welche ebenfalls einen ſehr guten und reichlichen Ertrag gewähren.
Meine Bemerkungen ſtützen ſich auf äußerliche Kennzeichen, welche an jedem Thiere und immer in jeder Claſſe und Ordnung erſcheinen; ſie ſind ganz unabhängig von der Farbe des Haares, das bei meinen verſchiedenen Claſſifikationen gar nicht in Betracht kommt; viel eher könnte das Haar die Gegend bezeichnen, woher ein Thier ſtammt, weil man weiß, daß es ganze Provinzen gibt, in welchen man z. B. nur rothe, ſchwarze u. ſ. w. Kühe antrifft.
Unter die Urſachen, welche zu der Verſchlechterung der Raſſen beitragen, kann man auch den Einfluß des Klimas rechnen; denn obgleich im Allgemeinen die ſchlechten Raſſen weiter verbreitet ſind, als die guten, ſo gibt es nichts deſtoweniger Länder, wo die Zahl der Letztern vorherrſcht; es gibt Gegenden, die für die Fort⸗ pflanzung weit günſtiger ſind, als andere. So ſind kältere Ge⸗ genden allen Arten von Kühen viel zuträglicher; in Flandern, Holland, England geben die Kühe nach Menge und Güte einen weit beſſern Ertrag als in Spanien und(dem ſüdlichen) Frankreich; aber immer und überall gewähren die zwei erſten Ordnungen jeder Claſſe den größten Nutzen, und es iſt deßhalb immer vorzuziehen, dieſe zuſammen zu paaren um einen reichlicheren Ertrag zu er⸗ halten. Auch muß man wohl beachten, daß ſich ſelbſt in den am meiſten begünſtigten Gegenden immer wieder Thiere von geringerer Art finden.
Es liegt weder in der Macht des gebildeten, noch in der des gewöhnlichen Landwirths, an der natürlichen Beſchaffenheit des Klimas etwas zu ändern; aber der Eine wie der Andere werden eine Kreuzung unterlaſſen, welche die Raſſe verſchlechtert, und ihnen nichts als Schaden bringen wird. Wie viele Viehbe⸗ ſitzer waren nicht genöthigt, ihre Kalbinnen, von denen ſie einen Ertrag erwarteten, der ſie für alle Mühe urd Koſten entſchädigen ſollte, mehrere Jahre beizubehalten, die ſich nach langem Warten in ihren Hoffnungen getäuſcht ſahen. Wie viel Andere überlieferten eine junge Kalbin, die ihnen Mühe und Sorgfalt reichlich erſetzt hätte, zur Schlachtbank, um eine andere beizubehalten, welche in der Wirklichkeit nur wenig mehr als gar keinen Ertrag verſprach. Wurde eine Kuh von der letzteren Beſchaffenheit mit einem ebenſo geringen Stiere gepaart, was hatte dann der Eigenthümer davon? Abnahme des Ertrags und folglich des Einkommens, große Aus⸗ gaben und reinen Schaden, ja manchmal gänzlichen Ruin.
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