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Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
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fig in den Wallnuß, im Frucht⸗ er gefaͤrbten HDele, deren denen ſie ame Kenn⸗ dauernden h geruchlos vorhergehen⸗ ten ſie mehr fachen fetten MNargarin, im Baum⸗ mit Mar⸗ Mohnaͤl; ertreten die Stelle des in Gummi weſentlichen ſe manrich⸗ zwirthſchaft, kannt.

Von den organiſchen Elementarſtoffen. 17

Die bisher betrachteten 6 organiſchen Elementarſtoffe ſind inſofern die wichtigſten, als alle von der Pflanze aufgenom⸗ menen Nahrungsſtoffe zunaͤchſt in ſie uͤbergefuͤhrt werden muͤſſen, um alsdann zur Bildung neuer Pflanzenmaſſe verwendet werden zu koͤnnen. Deshalb kann man ſie auch vorzugs⸗ weiſe oder im engeren Sinne Aſſimilationsſtoffe nennen, d. h. ſolche, welche die Pflanze aus der aufgenommenen Nahrung als brauchbar ſich aneignet, ihrer Maſſe aͤhnlich macht (aſſimilirt).

Es kommen aber außer ihnen noch eine Menge anderer, oft nicht minder nothwendiger, nur weniger unmittelbar nuͤtzen⸗ der zuſammengeſetzter Stoffe in den Pflanzen vor, deren Be⸗ ziehung zu der Bildung der Pflanzenmaſſe und zu den vor⸗ ſtehenden 6 organiſchen Elementarſtoffen zum Theil noch nicht hinlaͤnglich ergruͤndet iſt. Dahin gehoͤren zunaͤchſt die unter 7., S., 9. und 10. aufgefuͤhrten Stoffe, welche neben Kohlen⸗, Waſſer⸗ und Sauerſtoff auch noch Stickſtoff(N) in betraͤcht⸗ licher Menge enthalten, naͤmlich bis zu 16 Procent. Sie finden ſich namentlich in allen ſehr lebensthaͤtigen Zellen, von denen neue Bildungen ausgehen(z. B. im keimenden Samen, in Wurzeln, Knospen), und ihre Function beſteht weſentlich darin, die 5 erſtgenannten Stoffe zu veraͤndern, ohne ſelbſt dabei eine Veraͤnderung zu erleiden*), und in einander uͤberzufuͤhren und ſo geſchickt zu machen, die Zellenmembran

*) Die merkwürdige Erſcheinung, daß gewiſſe Stoffe durch die Be⸗ rührung andere Stoffe zu verändern vermögen, ohne ſelbſt dabei eine Veränderung zu erleiden, oder in die neue Veränderung mit einzugehen, hat Berzelius Katalyſe, Mitſcherlich Contactwirkung genannt. Das be⸗ kannteſte Beiſpiel dieſer Erſcheinung iſt die Säuerung der Milch durch hineingelegtes Lab(Kälbermagen), die blos durch die Gegenwart, durch die unmittelbare Berührung des Labes bewirkt wird, ohne daß dieſes dabei ſelbſt irgend eine Veränderung erleidet.

Roßmäßler, Bau u. Leben d. Gewächſe. 2