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Weil, wie in Fig. 7. zu erſehen, auch der kleinſte bei III. vorkommende Fehler für die Entfernung bis nach II. zu einer bedeutenden Größe zu⸗ nimmt; ſo muß man zuvörderſt von der richtigen Stellung der gegebe⸗ nen Punkte a und b vollkommen überzeugt ſein, und ſodann mit der möglichſten Sorgfalt viſiren. Zur Probe kann man von dem gefunde⸗ nen Punkte zurückviſiren,
§. 13. Maaßſtäbe.
Den ganzen Apparat macht dann noch 4. ein Maaßſtab vollſtän⸗ dig; er iſt 1 Ruthe lang, in 10 Fuße, die beiden an den Enden des Stabes in Zolle(zehntheilig), und die acht in der Mitte in halbe und Viertel⸗Theile, abgetheilt. Der Dauerhaftigkeit wegen wird er, wie das Tableau, mit Oelfarbe angeſtrichen, auch wohl oben und unten mit Ei⸗ ſenblech beſchlagen. Er dient zur Meſſung der Längen. Neben dieſem bedürfen wir noch eines zweiten zur Abnahme kleiner Höhen; 2 Duo⸗ decimalfuß lang, d. i. 12 der Ruthe, jeder Fuß in 12 Zolle getheilt.
§. 14. Lehre des Nivellirens.
Anmerk. Der Verfaſſer hält es für die Kürze und Deutlichkeit zweck⸗ mäßig, die für den praktiſchen Wieſenbau wiſſensnöthigen Lehrſätze des Ni⸗ vellirens in einer Reihe von Aufgaben und deren Auflöſungen aufzuſtellen. Bei der ſpaͤter folgenden Abhandlung des Techniſchen des Baues ſelbſt, wird jedesmal auf die betreffenden Aufgabe im Anwendungsfalle zurückge⸗ wieſen werden.
Aufgabe 1. Eine gerade horizontale Linie von nicht über 20 Ru⸗ then Länge, in einer gegebenen Richtung abzuwägen.
Auflöſung. a. Mit der Kanalwage und den Viſirkreuzen. Fig. 8.
Die Höhe der abzuſteckenden horizontalen Linie ſei durch den Pfahl a markirt. Man ſtelle die Wage in der ohngefähren Mitte der zu be⸗ ſtimmenden Linie auf; die Mittellinie des Tableaus, welches ein Ge⸗ hülfe auf den Pfahl a hält, ſtimme man mit der viſirten Linie der Waſſeroberflächen überein(§. 9.), und laſſe die Tafel feſtſchrauben. Der Gehülfe geht ſodann mit der Latte nach dem Endpunkte der zu ſu⸗ chenden Horizontalen, und ſtellt ſie auf den daſelbſt befindlichen Pfahl b. Der Operirende, auf die andere Seite der Wage tretend, und dieſe nach b richtend, viſirt dahin, und läßt durch einen zweiten Arbeiter, damit der erſte das Tableau nicht immer bei Seite legen darf, den genannten Pfahl b, indem letzteres unverrückt bleibt, nach und nach ſo tief ein⸗
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