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Praktischer Unterricht in Wiesen-Wässerungs-Anlagen : ... mit Vorausschickung der Lehre im Nivelliren, in Absicht auf Wiesen-Wässerung ; nebst 86 erläuternden Zeichnungen / Von Robert Wehner ...
Entstehung
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Setzwage prüfen

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ſind 2 ½ Zoll breit und ½ Zoll ſtark. Auf der einen Seite ſind dieſe Kreuze weiß, auf der andern ſchwarz mit Oelfarbe angeſtrichen. Die Hauptſache bei ihrer Anfertigung iſt, daß ihnen genau gleiche Höhe ge⸗ geben wird, ſo daß, wenn ſie auf einer ebenen harten Unterlage ſenkrecht dicht aneinander geſtellt werden, die oberen Kanten der Querbrettchen eine vollkommen ebene Fläche bilden.

§. 12. Gebrauch der Viſirkreuze.

Dieſe Viſirkreuze dienen dazu: zu zwei gegebenen feſten Punkten a und b, Fig. 6, ſie mögen unter ſich horizontal ſtehen oder nicht, ei⸗ nen dritten e zu finden, der mit jenen in ein und derſelben Höhenlinie liegt. Der zu ſuchende Punkt e kann zwiſchen a und b, oder außer⸗ halb in der verlängerten durch dieſe beſtimmten Richtung liegen. Bei der Ausführung ſind außer den Operirenden noch zwei Gehülfen nöthig; jeder nimmt ein ſolches Kreuz, und bemüht ſich während des Abwägens demſelben eine gut lothrechte Stellung zu geben. Es heiße jener I., dieſe II. und III.

Es wird z. B. zwiſchen den feſten Punkten a und b, es ſeien Pfähle oder andere Gegenſtände, der Punkt geſucht. Fig. 6.

I. geht zum Punkte a, ſtellt dort ſein Kreuz auf, ſowie II. das ſeinige auf b hält. III. ſchlägt bei e ein oben eben geſägtes Pfählchen in die Erde, und hält, auf die Seite tretend, ſein Kreuz darauf. Hat I. die ſchwarze Seite ſeines Inſtrumentes auf ſich zugewendet, ſo muß ihm III. die weiße und II. die ſchwarze Seite zukehren. I. vifirt dann von der oberſten Kante ſeines Kreuzes nach der oberſten Kante des von II., und läßt III., indem er ſich ihm durch Winken oder Rufen bei wiederholtem Viſiren verſtändlich macht, den Pfahl e nach und nach ſo tief einſchlagen, bis die oberſte Kante des aufgeſtellten Kreuzes genau in die Viſirlinie trifft. Iſt die abzuwägende Linie von bedeutendem Gefälle, ſo ziehe man vor, bergan zu viſiren, wie es auch in obigem Beiſpiele geſchehen, weil die dem Operirenden zugekehrten Kanten der Brettchen ſich ſchärfer und bequemer einrichten laſſen.

Liegt der zu ſuchende Punkt in der Verlängerung von ab, Fig. 6., in c oder e, ſo bleibt das Verfahren des Abwägens mit dem Unter⸗ ſchiede daſſelbe, daß ſich III. an die Stelle c reſp. c begiebt, I. im erſten Falle bei b, im zweiten bei a viſirt, II. aber immer den zwiſchen I. und III. befindlichen Punkt a oder b mit ſeinem Kreuze beſetzt.