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Praktischer Unterricht in Wiesen-Wässerungs-Anlagen : ... mit Vorausschickung der Lehre im Nivelliren, in Absicht auf Wiesen-Wässerung ; nebst 86 erläuternden Zeichnungen / Von Robert Wehner ...
Entstehung
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Punkte, die mit den beiden Endpunkten meiſt nicht in grader Linie lie⸗ gen, aufſuchen. ee

Da ähnliche Fälle oft vorkommen können, ſo geſchieht dieſes In⸗ ſtrumentes auch hier Erwähnung.

Einer detaillirten Beſchreibung wird es aber kaum bedürfen, da es den Meiſten gewiß hinlänglich bekannt und anderntheils die Art und Weiſe ſeiner Conſtruction aus der begefügten Zeichnung Fig. 4. leicht erſichtlich iſt.

Soll der Pfahl f nach dem ſchon feſtſtehenden Pfahle e abgewogen werden; ſo wird die Wage mit dem Ende c auf e geſtellt, und f nach und nach ſo tief eingeſchlagen, bis, wenn das Ende d darauf ruhet, der Perpendikel a in die auf dem Leiſtchen b eingeſchnittene Linie einſpielt, Iſt die Wage richtig, ſo muß, wenn das Bleiloth a in freier Bewegung die auf dem Querleiſtchen b verzeichnete Linie trifft, die untere Seite ed der Latte, und ſomit der Pfahl f mit dem Pfahle e vollkommen wagerecht ſein.

Die Richtigkeit und ſomit die Brauchbarkeit der Setzwage prüfen wir ſo: Wir waͤgen zwei Pfähle, e und f, genau ab, kehren dann das Inſtrument um, ſo daß das Ende e auf den Pfahl f und das Ende d auf den Pfahl e zu liegen kommen; ſteht auch ſo das Loth richtig, ſo iſt die Wage ohne Fehler; weicht das Loth aber von dem Zeichen auf b ab, ſo iſt ſie fehlerhaft. Halbirt man den gefundenen Unterſchied recht genau, und macht die Halbirungslinie zum Merkmal für das Loth, ſo wird die Wage richtig. Soll eine Reihe mehrer Pfähle abgewogen werden, ſo kehrt man bei jeder folgenden Station die Wage um. Unter⸗ läßt man dieſes, und das Inſtrument hat auch nur den kleinſten, bei einer Station ganz unmerklichen Fehler, ſo wird dieſer bei der zweiten zweimal, bei der dritten dreimal ſo groß u. ſ. w.; mithin in einer gro⸗ ßen Entfernung doch bedeutend. Durch das Umwenden der Wage aber wird dieſer Fehler immer wieder aufgehoben.

§. 11. 3. Die Viſirkreuze. Es ſind deren drei; die obere Querlatte(Fig. 5.), 1 ¼ Fuß lang, ſteht mit der vertikalen, 2 ¾ Fuß hohen, genau im rechten Winkel; beide

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