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bau treibt, keine wohlhabende, gebildete, unabhängige Nation ſei, daß vielmehr jede Nation alle ökonomiſche Gelegenheit benützen und auf den Landbau als ſtützende Grundlage mit wachſender Bildung eine kräftige Gewerkproduction aufführen ſolle. Das Gedeihen der Agriculturproduction wird nur durch
eine kräftige innere Manunfacturproduction geſichert, nicht
aber durch Schutzzölle; bei dem Productenverkehr, der an geographiſche und klimatiſche Verhältniſſe gebunden iſt, gilt das Princip der Handelsfreiheit, nicht aber bei der Manu⸗ facturproduction, wo die Fabricateneinfuhr vom Auslande abhängig macht, abgeſehen davon, daß ſie eine Menge von Natur⸗ und Geiſteskräften brach liegen läßt. Wo ein ge⸗ mäßigtes Klima, Waſſerkräfte und Mineralien, Holz, Waſſer⸗ ſtraßen und geiſtige Rührigkeit vorhanden ſind, dort bieten ſich immer auch die Vorbedingungen zu einer glücklichen Manu⸗ facturentwicklung dar; denn die natürlichen Mittel liegen vor, und die geiſtigen und techniſchen Fähigkeiten laſſen ſich erwerben. Gerade aber weil die heiße Zone blos zur Agriculturprodue⸗ tion ſich eignet, die gemäßigten aber zum Landbau und Gewerk, iſt es Pflicht, in den gemäßigten Zonen die Manufacturthätig⸗ keit zu ſteigern und mit ihrem Erzeugniſſe die Kolonialerzeug⸗ niſſe zu zahlen, und da dieſe noch einer unendlichen Vermeh⸗ rung fähig ſind, ſo wird mit der ſteigenden Fähigkeit der heißen Zone zur Conſumtion der Fabricate der gemäßigten Zonen auch die Stei⸗ gerung der Erzeugung der Colonialproducte eintreten und die gemäßigten Zonen ſie billiger beziehen können.
Jede Nation der gemäßigten Zonen darf daher auf einen weiten Markt für ihre Fabricate in der heißen Zone hoffen, und ſo gedenkt natürlich auch das teutſche Volk im Hinblicke auf die commercielle Ueberlegenheit der andern Völker, auf ſeine Gelegenheit zum Seehandel und ſeine Mittel hiefür, Geld, Hafen, Holz und Matroſen, an ſeine Geſchichte, und dieſe zeigt die teutſche Schifffahrt ſo alt als die teutſche Geſchichte, und den teutſchen Seehandel vor dem 16. Jahr⸗ hundert mächtiger als den manches jetzt gebietenden Handels⸗
Blanqui, Geſchichte d. polit. Oekonomie. II. Bp. 41.


