Teil eines Werkes 
2 (1841) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 2
Entstehung
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volkes. Es iſt daher dem teutſchen Volke nur eine Selbſt⸗ ermannung, die Stärkung des Vertrauens auf ſich ſelbſt noth⸗ wendig, um zum Ziele zu kommen; die Mäßigung iſt ja zudem ein teutſcher Nationalzug, und das teutſche Volk wird im ver⸗ ſtändigen Durchführen nationaler Intereſſen und bei gewiſſen⸗ hafter Erforſchnng eigener Kraft gerne auf den Charakter einer Colonialmacht verzichten, treu ſeinem providentialen Berufe, die geiſtige Coloniſation der Menſchheit zu vollführen.

Es mag genügen, in der Nachweiſung des Zuſammenhangs des Entwicklungsganges ökonomiſcher Lehren mit dem Gange der politiſchen Cultur angezeigt zu haben, daß eine abſtracte Wirthſchaftslehre für die praktiſche Leitung der Völker nicht ausreiche. Erwägt man nun noch, daß nach Zeitalter, Erdlage und nationaler Befähigung die in die ganze Socialität unmittelbar eingreifende und mittelbar einwirkende, von dem Rechtszuſtand bedingte Wirthſchaftslehre ſich verſchieden geſtaltet, daß es alſo nach näherer oder entfernterer Verwandtſchaft Gruppen wirth⸗ ſchaftender und dadurch im Handel verbundener Völker und darnach beſtimmte Wirthſchaftsſyſteme gibt und ſtets gab, ſo eröffnet ſich ein Feld für die Geſchichtſchreibung der Wirth⸗ ſchaftswiſſenſchaft, intenſiv ſo reich, mannigfaltig und verwickelt, daß, damit verglichen, die Geſchichte dieſer Wiſſenſchaft in der Form, wie ſie Hr. Blanqui entwarf, nur wie ein äußerer Rahme erſcheint, wie eine Ahnung, die auf eine ergebnißreiche Zukunft der Wiſſenſchaft ſelbſt deutet, in welcher in die allge⸗ meinen menſchheitlichen Wirthſchaftsgrundſätze die nationalen und perſönlichen organiſch und lebendig eingreifen, und alle zu einem Ganzen verwachſen, einheitlich, ſtark und ſich ſelber tragend, wie das Leben der Wirklichkeit, deren Abbild im Geiſte zu ſein, die Wiſſenſchaft berufen iſt.