Teil eines Werkes 
2 (1841) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 2
Entstehung
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ab, als man aus den Schranken der eigentlichen Wirth⸗ ſchaftslehre in die andern politiſchen Wiſſenſchaften, vorzugs⸗ weiſe aber in das praktiſche Leben hinausblickt. Man ver⸗ nimmt z. B. mit Mißtrauen die Anpreiſungen der abſoluten Handelsfreiheit, zumal wenn ſie Schriftſteller als Angehörige von Nationen verkünden, welche andern Völkern in indu⸗ ſtrieller und commercieller Beziehung hoch überlegen ſind. An die Stelle des Kosmopolitismus in der National⸗Oekonomie tritt immer mehr eine nationale Auffaſſung, und dieſes iſt namentlich der Fall bei den Teutſchen, die früher in be⸗ thörter Speculation mit ihrer Weltbürgerlichkeit prunkten, von den fremden Nationen ſich ausziehen ließen und die nationalen Intereſſen verſäumten. Auch entſchuldigte die öffentliche Lage früher dieſe weltbürgerlichen Gelüſte. Bei der Theilung Teutſch⸗ lands in viele kleine Gebiete, bei der ſtets wachſenden Einbuße des Nationalgefühls und der Treue gegen das Geſammtvater⸗ land hemmte die Abgeſperrtheit auf dem kleinen Gebiet jeden Aufſchwung der Induſtrie und des Handels, und die innere Mitwerbung konnte die auswärtige keineswegs erſetzen. So gewann das kosmopolitiſche Princip der abſoluten Handels⸗ freiheit immer mehr Boden in Teutſchland; auch wäre dieſes Princip völlig zuläſſig, wenn alle Nationen eine gleiche induſtrielle und commercielle Virtuoſität hätten, und alle das Princip der Handelsfreiheit befolgen würden; zwei Voraus⸗ ſetzungen, die nie eintreten werden; daher kann ein freier Han⸗ del mit Fabricaten nur zwiſchen ſich bedürfenden, wirthſchaftlich auf gleicher Linie ſtehenden Nationen beſtehen. Nachdem aber durch den teutſchen Zollverein ein großes teutſches Handelsgebiet geöffnet iſt, erwacht immer mehr der Glaube, daß die natio⸗ nale Mitwerbung die Weltconcurrenz erſetze, und daß von der Ausbildung der nationalen Gewerblichkeit die Blüthe des Landbaues und des Handels der Nation bedingt ſei, daß aber zu dieſem Zwecke gegen die lang gereifte induſtrielle Ueberlegenheit der andern Nationen die Durchführung des Syſtems eines mäßigen, aber ausreichenden Zollſchutzes noth⸗ wendig ſei. Man erkennt, daß ein Volk, welches bloß Land⸗