Teil eines Werkes 
2 (1841) Geschichte der politischen Ökonomie in Europa von dem Alterthume an bis auf unsere Tage. 2
Entstehung
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drucke der römiſchen Univerſalität, bewegten ſich in den bunte⸗ ſten Kreiſen die vielen rührigen Gemeinweſen als eben ſo viele Bilder des germaniſchen Individualitäts⸗Princips; im Innern dieſer Gemeinweſen aber erwuchs unter chriſtlichem Schirm das reiche Geflechte der Corporationen, dieſer ver⸗ mittelnden Glieder zwiſchen der Regierung und den Unter⸗ thanen. Wo die Kirche unbeirrt ihr vermittelndes Princip durchſetzte, erwuchſen gedeihliche Zuſtände. Wo ihr dieſes nicht möglich war, entſtanden einſeitige Verwicklungen zum Schaden der Cultur; eine ſolche einſeitige Auswucherung des germani⸗ ſchen Princips iſt das Lehenweſen; eine ſolche einſeitige, durch ihr Uebermaaß zur ſtörriſchen Reaction gegen die bisherige Entwicklung ſich geſtaltende Macht war die in Folge des Studiums des claſſiſchen Alterthums in die chriſtlich germa⸗ niſche Staatsentwicklung wie ein giftiges Ferment eingeſchleppte Nachbildung antiker Staatseinrichtungen. Bei allem Segen, den das Studium des Alterthums gewährt, hat es in der Form, wie es am Schluſſe des Mittelalters und ſchon früher als ſociale Macht auftrat, eine furchtbare Zerrüttung in die Menſchheit geworfen. Der chriſtlich germaniſche Staat iſt von dem antik⸗heidniſchen durchaus verſchieden, und das Herein⸗ ziehen der Forderungen des letztern mußte in die Entwicklung der Menſchheit eine tiefe Verrenkung bringen. Culturge⸗ ſchichtlich ragt als politiſcher Vertreter dieſer Umkehr und Verkehrung, dieſer wahrhaftigen politiſchen Rückbildung Mac⸗ chiavelli. Die beſtehende Geſellſchaftsordnung ward jetzt von dem eingeführten heidniſchen Element bekämpft, und die durch die Studien des Alterthums irre geführte Tendenz der ſubjec⸗ tiven Freiheit führte zur Abtragung der Autorität, und brachte

folgeweiſe den wirthſchaftlichen Intereſſen die ſchwerſte Ver⸗